
Gummersbach. (PM VFL) Nach dem gestrigen starken Punktgewinn gegen den bis dato noch ungeschlagenen Tabellenführer aus Flensburg hat der VfL Gummersbach bereits am morgigen Dienstag, den 8. Oktober, die nächste Heimaufgabe vor der Brust.
Nach zwölf Jahren Abstinenz in einem europäischen Wettbewerb bestreiten die Oberbergischen morgen um 18:45 Uhr ihr erstes Gruppenspiel in der EHF European League. Gegner zum EHF-Heimspielauftakt in der Gummersbacher SCHWALBE arena ist der schwedische Vertreter IK Sävehof. „Dass wir jetzt endlich wieder europäisch spielen, ist der Lohn für die Arbeit der letzten Jahre. Jeder ist heiß auf das erste Spiel auf europäischem Boden in der SCHWALBE arena und das ist das, wofür wir besonders in der letzten Saison gekämpft haben“, erklärt VfL-Rechtsaußen Lukas Blohme: „Wir freuen uns jetzt einfach in der SCHWALBE arena für den VfL in der EHF European League auflaufen zu dürfen!“
Der IK Sävehof, gegründet am 20. August 1950, ist ein schwedischer Handballverein aus Partille, einem Ortsteil von Göteborg, der in der schwedischen Elitserie Handbollsligan aufläuft. Sävehof zeichnet sich durch seine Spielstärke und Tempohandball aus. Nachdem sie bereits in der vergangenen Runde die reguläre Saison angeführt haben, haben die Göteborger auch die anschließenden Play-Offs für sich entschieden und sich damit den achten Meistertitel gesichert. In die neue Spielzeit startete Sävehof mit einem deutlichen 39:23-Auswärtssieg gegen Skånela IF. Darauf folgten ein knapper 31:29-Heimsieg gegen Helsingborg sowie ein klarer 30:21-Heimsieg gegen Alingsås HK. Erst am vierten Spieltag musste sich Sävehof dem IF Hallby mit 24:26 geschlagen geben. Damit weisen die Schweden nach vier Ligaspielen mit 6:2 Punkten den dritten Tabellenplatz vor. Mit dem IK Sävehof, der traditionell über eine starke Nachwuchsarbeit verfügt und zudem für das größte Jugendhandball-Turnier der Welt bekannt ist, treffen die Blau-Weißen auf einen Bekannten aus der Sommervorbereitung. Beim Internationalen Heide-Cup in Schneverdingen konnten die Gummersbacher im August mit 39:35 gewinnen. „Sävehof ist eine junge schwedische Mannschaft, die sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt hat und auch zurecht im europäischen Wettbewerb spielt. Dementsprechend sind wir gewarnt. Wir kennen sie vom Heide-Cup, wollen aber auf uns gucken, ihnen unser Spiel aufdrücken und dann zwei Punkte in der SCHWALBE arena behalten“, verrät der Linkshänder den Matchplan.
Zuletzt kann der VfL Gummersbach auf wettbewerbsübergreifende vier Spiele ohne Niederlage in Folge zurückblicken. Auf die Auswärtssiege gegen Stuttgart, Bietigheim und Erlangen folgte der Punktgewinn gegen die SG Flensburg-Handewitt. „Wichtig zu sagen ist, dass wir gegen Flensburg 60 Minuten an uns geglaubt haben. Egal, wer auf der Platte stand, hat sich den Hintern aufgerissen und für den Nebenmann gekämpft. Auch wenn wir in den letzten zehn Minuten zurücklagen, haben wir uns nie aufgegeben und weitergekämpft“, blickt der gebürtige Flensburger zurück: „Deswegen gehen wir jetzt mit breiter Brust in das erste Spiel der EHF European League. Wir freuen uns, wenn möglichst viele Leute in die Halle kommen und wieder eine gute Stimmung herrscht. Wir brauchen euch Fans auf jeden Fall, ihr peitscht uns immer nach vorne. Gemeinsam mit euch wollen wir ein Handballfest feiern und nach zwölf Jahren Abstinenz mit einem Sieg in die EHF-Saison starten!“

Grandiose Gummersbacher fügen Tabellenführer Flensburg ersten Punktverlust zu
Im Heimspielkracher gegen die SG Flensburg-Handewitt hat der VfL Gummersbach am Sonntagabend in einer von der ersten Minute an aufregenden Begegnung einen Punkt eingefahren. Gegen den noch verlustpunktfreien Tabellenführer erspielten sich die Oberbergischen am fünften Spieltag der DAIKIN HBL ein 29:29 (15:13)-Unentschieden. Vor saisonübergreifend zum 15. Mal in Folge bei einem Bundesligaspiel ausverkauftem Haus mit 4.132 Zuschauern in der SCHWALBE arena brannte die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson in Durchgang eins ein regelrechtes Feuerwerk ab und hielt den Meisterschaftsfavoriten bis Mitte der zweiten Halbzeit auf Distanz, ehe eine packende Schlussphase am Ende keinen Sieger fand. Nach sechs ausgetragenen Begegnungen weisen die Blau-Weißen ein Punktekonto von 7:5 auf.
Mit rasendem Tempo und zwei engagierten sowie topmotivierten Mannschaften ging es gleich in der Anfangsphase hoch her. Schnell durchgespielte Angriffe und viele Abschlüsse holten das Publikum von der ersten Minute an ab. Zwei Führungen der Flensburger egalisierten die Gummersbacher jeweils bis zum 2:2-Ausgleich in Minute vier, als Giorgi Tskhovrebadze mit dem 3:2 die erste Führung seiner Mannschaft erzielte (5. Minute) und Kentin Mahé gar auf 4:2 erhöhte (7. Minute). In der Abwehr überzeugten die Oberbergischen um den höchst aufmerksamen Innenblock von Štěpán Zeman und Ellidi Vidarsson sowie Keeper Dominik Kuzmanović, der sein Können bereits mehrfach unter Beweis stellte. Auf der Gegenseite sorgte ein erneut spektakulärer Treffer von Tskhovrebadze für den ersten stehenden Beifall der Fans nach zwölf Minuten und die erste Auszeit von SG-Cheftrainer Nicolej Krickau.
Die Gastgeber überzeugten immer wieder durch kreative Momente in der Offensive wie beispielsweise beim Kempa-Tor durch Ole Pregler nach Pass von Mahé zum 7:5 (17. Minute). Außerdem erarbeiteten sie sich durch ihre kompakte und körperliche Defensive Ballgewinne, die die Gummersbacher – wie beim Gegenstoßtreffer von Pregler zum 10:7 (19. Minute) – in Tore ummünzen konnten. Insgesamt kamen die Gäste jedoch selbst besser ins Spiel. Ein 3:0-Lauf der SG gestaltete die Partie in der 22. Minute wieder offen (10:10). Bis zum Halbzeitpfiff gaben die Blau-Weißen jedoch noch einmal Vollgas und erarbeiteten durch zwei Treffer von Kristjan Horžen, der in beiden Angriffen hintereinander stark von Mahé in Szene gesetzt wurde, in Minute 28 einen Zwei-Tore-Vorsprung zurück (14:12), ehe Tskhovrebadze in Minute 30 mit einem weiteren strammen Wurf nach beidbeinigem Absprung für den 15:13-Pausenstand sorgte.
Zu Beginn der zweiten Spielhälfte agierten die Hausherren vorne etwas fahrig und ließen die Chance liegen ihren Vorsprung auszubauen. In der Abwehr stand vor allem Kuzmanović im Blickpunkt, der ein ums andere Mal glänzend parierte und damit die VfL-Führung festhielt. Nach dem 17:15 durch Mahé (37. Minuten) folgten jedoch drei Treffer der Gäste hintereinander, so dass nach 39 Minuten auf der Anzeigetafel erstmals seit Minute vier wieder ein Rückstand zu verzeichnen war (17:18). Lukas Blohme und Tilen Kodrin drehten den Spielstand zunächst wieder (19:18, 41. Minute), ehe die Flensburger ihrerseits erneut vorlegten (19:20, 44. Minute) und Blohme mit einem Doppelpack abermals die Führung zurückeroberte (21:20, 45. Minute).
In einer packenden Schlussphase blieb es ein von hohem Tempo geprägtes Match auf Augenhöhe. Wechselnde Führungen über ein 23:22 (47. Minute) und 24:25 (51. Minuten) hielten die Spannung bis zum Ende hoch. Der VfL konnte sich in der Abwehr neben Kuzmanović nach wie vor auf seine Aggressivität verlassen, musste aber auch selbst vorne um jedes Tor kämpfen. In der 57. Minute setzte sich Mahé unter Druck durch und netzte zum 27:27 ein, woraufhin die Gäste die Gastgeber allerdings zweifach ins Hintertreffen brachten (27:29, 59. Minute). Die Oberbergischen reagierten mit dem 28:29 durch Vujović (59. Minute) und dem Ballgewinn in der Schlussminute, in der Mahé sich zwei Sekunden vor dem Abpfiff ein Herz nahm und den Ball vor einem tosenden Publikum zum 29:29-Unentschieden in die Maschen warf.
Bereits am kommenden Dienstag, den 8. Oktober, bestreitet der VfL Gummersbach sein nächstes Heimspiel. Anlässlich des Auftakts in die Gruppenphase der EHF European League gastiert der schwedische Topclub IK Sävehof um 18:45 Uhr in der SCHWALBE arena. Tickets für die Begegnung können unter vfl-gummersbach.de/tickets/ sowie an der Tageskasse erworben werden.
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