
Gummersbach. (PM VFL) Nach drei erfolgreichen Heimspielen in Serie steht am kommenden Freitag, den 4. März, um 19:30 Uhr das nächste Auswärtsspiel des VfL Gummersbach auf dem Plan.
Dazu sind die Oberbergischen am 25. Spieltag der 2. HBL zu Gast beim Lokalrivalen TSV Bayer Dormagen. Dort wollen die Schützlinge von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson keinesfalls nachlassen und gegen den TSV den ersten Auswärtssieg im Kalenderjahr 2022 einfahren, um ihren Platz an der Tabellenspitze weiterhin zu verteidigen. „Die drei Heimspiele waren sehr wichtig für uns. Vor den eigenen Fans zu spielen, macht immer viel Spaß. Jetzt wollen wir den Rückenwind mit ins nächste Spiel nehmen“, betont VfL-Rückraumhüne Julian Köster. Für den deutschen Nationalspieler, der zur Rückrunde der vergangenen Spielzeit aus Dormagen zum VfL Gummersbach gewechselt ist, wird es in jedem Fall ein besonderes Spiel an seiner alten Wirkungsstätte. „Ich freue mich sehr, alte Bekannte und gute Freunde wiederzutreffen“, so Köster.
In der vergangenen Spielzeit hatte der TSV Bayer Dormagen noch stark aufgespielt und vor allem durch gute Auftritte gegen die Top-Teams der Liga überzeugt. In dieser Saison kommt der TSV allerdings überhaupt nicht in Fahrt. Einzig durch vier Siege sowie vier Unentschieden konnten sich die Wiesel bislang Punkte sichern. In den übrigen 14 Ligaspielen mussten sie sich ihren Gegnern geschlagen geben und stehen dementsprechend mit einem Punktekonto von 12:32 derzeit auf dem letzten Tabellenplatz. Bereits heute Abend hat der kommende Gegner der Gummersbacher aber die Gelegenheit die rote Laterne abzugeben, wenn die Dormagener gegen den ThSV Eisenach punkten sollten. Neben schwachen Leistungen wie gegen den ASV Hamm-Westfalen (24:34) und bei den Rimparer Wölfen (22:31) zeigte der TSV auch schon in diesem Kalenderjahr ein anderes, erfolgreicheres Gesicht. So folgte auf einen 29:27-Auswärtserfolg bei der SG BBM Bietigheim ein Unentschieden gegen den Bundesligaabsteiger HSC 2000 Coburg (23:23).
Im Duell des Tabellenführers gegen das Schlusslicht reisen die Oberbergischen als hoher Favorit nach Dormagen. Dennoch rechnen die Gummersbacher auf einen Kontrahenten mit enormem Team- sowie Kampfgeist. „Dormagen wird alles versuchen, die zwei Punkte zu behalten. Es wird alles andere als eine einfache Aufgabe“, bestätigt auch Köster, zumal es sich beim Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften um ein Lokalderby handelt. Schon im Hinspiel sahen die Zuschauer in der SCHWALBE arena in der ersten Halbzeit ein mitreißendes Spiel zweier fast gleichwertiger Mannschaften, ehe die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson schlussendlich deutlich mit 28:18 gewann. „Derbys sind immer schwere Spiele, auf die jeder Spieler heiß ist“, so Köster über den Charakter der nächsten Partie: „Wir freuen uns darauf und wollen die nächsten Punkte holen!“
Gummersbach auch gegen Großwallstadt vor heimischem Publikum erfolgreich
Am Abend des Rosenmontags hat der VfL Gummersbach sein drittes Spiel in Folge gewonnen und den Konkurrenten des TV Großwallstadt mit 35:27 (20:16) besiegt. Vor 1.240 Zuschauern in der unter Coronabedingungen ausverkauften SCHWALBE arena zeigte die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson am 24. Spieltag nach zwanzig gleichwertigen Minuten dem Gegner aus dem Norden Bayerns die Grenzen auf. Dabei wäre mit einer besseren Effektivität in der Offensive auch ein deutlich höheres Ergebnis möglich gewesen. Durch den 18. Saisonsieg eroberten sich die Gummersbacher trotz eines Spiels weniger als die Konkurrenz der HSG Nordhorn-Lingen die Tabellenführung der 2. HBL zurück.
Den Zuschauern in der SCHWALBE arena wurden flotte Anfangsminuten geboten, in denen der VfL stets vorlegte und der TVG nachzog. Über das 3:2 durch Fynn Herzig (6. Minute), das 5:4 durch Ellidi Vidarsson (9. Minute) und den Treffer zum 7:6 durch Julian Köster (13. Minute) wechselten sich die Tore auf beiden Seiten stetig ab, ehe der VfL nach dem 8:8-Ausgleich der Gäste in Minute 15 erstmals doppelt hintereinander traf (10:8, 16. Minute).
Dennoch bekamen die Gummersbacher, die schon früh Zeitstrafen auf ihr Konto zu verbuchen hatten, die Großwallstädter nicht vollends in den Griff. So erkämpften sich die Unterfranken nach knapp 20 Minuten einen Gleichstand zurück (12:12), der die erste Auszeit durch VfL-Coach Sigurdsson nach sich zog. In der 23. Minute verhinderte Tibor Ivanišević mit einer Siebenmeter-Parade den Rückstand beim Stand von 13:13, ehe der VfL mit einem Viererpack konterte und das Spiel erstmals konsequent in die Hand nahm (17:13, 27. Minute). Bis zum Halbzeitpfiff hielten die Gastgeber den Vorsprung aufrecht und gingen beim Spielstand von 20:16 in die Kabine. Das letzte Tor im ersten Durchgang erzielte dabei Kapitän Timm Schneider in der Schlusssekunde mit einem direkten Freiwurf in den Winkel.
Zu Beginn der zweiten Hälfte nahmen die Gummersbacher den Schwung der Endphase der ersten Halbzeit mit und erhöhten den Spielstand in Person von Vidarsson auf 25:18 (38. Minute). Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr legte der VfL nun eine deutlich verbesserte Stabilität an den Tag. Insbesondere durch ihre offensive Deckungsvariante zwangen sie die Gäste zu überhasteten Abschlüssen, die deutlich weniger Torgefahr ausstrahlten als in den ersten zwanzig Minuten der Partie. In der 45. Minute konnte sich dann auch VfL-Keeper Ivanišević erfolgreich in die Torschützenliste einreihen (28:21), woraufhin er eine Minute später zum zweiten Mal einen Strafwurf des TVG parierte.
Auch die Schlussphase der Partie gingen die Oberbergischen in der Abwehr mit der nötigen Ruhe und Konzentration an. Auf eine kleine Durchstrecke von sechs torlosen Minuten, die die Gäste nicht zu nutzen wussten, folgte der Treffer zum 31:25 durch Jonas Stüber (53. Minute). Der VfL spielte die Zeit nun wenig spektakulär herunter, während die Großwallstädter den Hausherren keine Gegenwehr mehr bieten konnten. So fehlte dem VfL schlussendlich die letzte Konsequenz und der nötige Biss, um die Begegnung noch deutlicher für sich zu entscheiden. Den letzten Gummersbacher Treffer erzielte Julius Fanger 15 Sekunden vor dem Abpfiff zum 35:27-Endstand (60. Minute).
Am kommenden Freitag muss das Team von Sigurdsson nach drei Heimspielen in Folge erstmals wieder auswärts antreten. Die Partie beim Lokalrivalen TSV Bayer Dormagen wird um 19:30 Uhr angepfiffen.
Trainerstimmen:
Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach): Ich bin heute ziemlich zufrieden damit, dass wir mit acht Toren gewonnen haben. In der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass wir es mit einem sehr gefährlichen und unangenehmen Rückraum von Großwallstadt zu tun hatten. Das haben wir kaum in den Griff bekommen. Unser Innenblock, der normalerweise über die gesamte Saison hinaus sehr stabil steht, wurde da öfter mal ausgetanzt und Großwallstadt hat zu oft den Kreisläufer gefunden. Wir hatten Glück, dass Großwallstadt drei Siebenmeter verworfen hat, waren aber im Angriff auch selbst sehr effektiv. Wir haben dort wenige Fehler gemacht und 20 Tore in einer Halbzeit geworfen, wobei nicht einmal so viele Gegenstöße dabei waren. In der zweiten Halbzeit verwerfen wir dann natürlich zu viel und machen viele Fehler, aber ich bin mit der Einstellung meiner Mannschaft zufrieden und auch damit, wie wir die Chance genutzt haben mit drei Rechtshändern im Rückraum zu spielen, was uns in dieser Saison wohl noch öfter gelingen muss. Insgesamt bin ich sehr glücklich mit den zwei Punkten.
Ralf Bader (TV Großwallstadt): Zunächst möchte ich Gummersbach zu den verdienten zwei Punkten gratulieren. Es war von Anfang an klar, dass viel zusammenkommen muss, um hier etwas mitzunehmen. In der ersten Halbzeit konnte man sehen, dass wir an uns geglaubt haben. Dass wir das Potenzial haben, da zu sein, wenn Gummersbach Schwächen zeigt, haben wir vor einem Jahr gezeigt. Das ist uns diesmal aber nicht gelungen. In der ersten Halbzeit haben wir einen nahezu perfekten Angriff gespielt, verwerfen aber drei Siebenmeter. Für die zweite Halbzeit haben wir uns viel vorgenommen, werfen aber zu schnell die Bälle weg. Dann kommt Gummersbach ins Tempospiel und spielt in der zweiten Halbzeit völlig befreit auf. Wir konnten sie am Ende nicht aufhalten. Man hat den Klassenunterschied deutlich gesehen.
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