Iserlohn. (PM Stadt Is.) Am Dienstag, 26. Februar, wird die stadtgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn fortgesetzt. Dr. Reinhold Schneider, Geschäftsführer der BauWerk Gesellschaft für Denkmalpflege und Sanierungsplanung in Lippstadt, spricht unter dem Titel „Das neue Gesicht der alten Stadt“ über den Stadtumbau in der wilhelminischen Gründerzeit in Iserlohn. Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr im Stadtarchiv in der „Alten Post“, Theodor-Heuss-Ring 5.
Geht man heute durch die Iserlohner Innenstadt, so sieht man eine große Zahl teils großvolumiger Häuser aus der Zeit zwischen 1870 und dem Beginn des Ersten Weltkrieges. Diese Gebäude legen Zeugnis ab vom Reichtum Iserlohns in dieser Zeit.
Schon im 18. Jahrhundert veränderte sich das Gesicht der Stadt. Der Stadtbrand 1712 vernichtete die meisten mittelalterlichen Gebäude. Der Auflassung der Stadtmauer und der umgebenden Wälle im späteren 18. Jahrhundert folgte eine starke Veränderung des ehemals klar umrissenen Stadtrandes. Jedoch erst der starke Aufschwung der Eisen verarbeitenden Industrie sorgte für eine weitgehende Veränderung des inneren Stadtbildes. Viele Häuser wurden neu errichtet, alte vergrößert oder durch neue Fassaden im Stil der Zeit verschönert. Straßenverläufe wurden teilweise verändert, Parzellen zusammengelegt und im Westen entstand nach dem Anschluss an die Bahn ein vollständig neuer Stadtzugang.
Der Vortrag möchte anhand ausgewählter Beispiele einen Eindruck vom Ausmaß der Veränderungen vermitteln, die teilweise noch deutlich im Stadtbild sichtbar sind, teilweise jedoch durch die Flächensanierung der 1960er und 1970er Jahre zerstört wurden.
Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen zwei Euro.
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