
Die Eisbären belegen derzeit überraschend nur den vorletzten Platz in der Tabelle. Vor zwei Wochen übernahm Muli Katzurin darum den Trainerjob von Calvin Oldham. Mit Jerry Smith kam gleich auch ein neuer Aufbauspieler, der vor einigen Tagen bei der 61:92-Niederlage in Braunschweig sein Debüt gab. Neun Partien haben die Norddeutschen zuletzt verloren. Zu erwarten war das nicht, denn der Kader der Eisbären ist stark besetzt.
Mit den nachverpflichteten Guards Jerry Smith und Brian Chase stehen acht ausländische Akteure im Aufgebot, von denen nur sechs auflaufen dürfen.
„Es ist schwer zu sagen, wer da aussetzen muss“, weiß Phoenix-Coach Ingo Freyer um den möglichen Überraschungseffekt. Neben Chase pausierte in Braunschweig Tyrus McGee (12,3 Punkte), der normalerweise mit Point Guard Lorenzo Williams (12,2 Punkte, 6,1 Assists) der Hauptleistungsträger im Backcourt ist. Als deutsche Guards stehen Flavio Stückemann und Jusuf El Domiaty zur Verfügung.
Herausragend bei den Eisbären ist Shooter Moses Ehambe (14,5 Punkte), der im Schnitt 47 Prozent seiner Distanzwürfe trifft. „Er ist ein fantastischer Spieler, ein wirklich unglaublicher Werfer“, so Freyer.
Zusammen mit dem Ex-Gießener Myles Hesson, Jake O’Brien und Ex-Nationalspieler Sven Schultze ist er für die Forward-Positionen vorgesehen. Die Centerposition besetzen der starke David Searcy (10,9 Punkte, 8,2 Rebounds) sowie 2,21 m-Hüne Nick Schneiders.
Für Ingo Freyer sind die Eisbären so etwas wie eine Blackbox:
„Bremerhaven ist derzeit ein sehr gefährlicher Gegner. Wir wissen nicht, wo die Mannschaft steht. Sie haben einen neuen Trainer und neue Spieler und üben neue Systeme ein. Wenn du unten stehst, musst du was verändern. Das haben sie getan.“ Und dem Hagener Übungsleiter ist
klar: „Für Bremerhaven ist das ein ganz besonderes Spiel, in das sie alles investieren werden.“
Unzufrieden ist Ingo Freyer nach wie vor mit der Leistung gegen die Artland Dragons (79:91). „Es ist wohl die härteste Aufgabe im Leistungssport, kontinuierlich sein Top-Niveau zu zeigen. Gegen Quakenbrück ist uns das von der ersten Minute nicht gelungen. Für uns ist es in jedem Spiel enorm wichtig, von Beginn an wach zu sein und höchstes Engagement zu zeigen.“ Bei den Eisbären kann Freyer voraussichtlich auf seine Bestbesetzung
zählen: „Natürlich gibt es die üblichen Wehwehchen zu diesem Zeitpunkt der Saison, aber alle konnten trainieren.“
Kampf ums sportliche Überleben
Bremerhaven. (PM Eisbären Bremerhaven) Die Eisbären Bremerhaven wollen im Heimspiel gegen Phoenix Hagen (Freitag, 20 Uhr, Stadthalle) beweisen, dass sie im Kampf um den Klassenerhalt in der Beko Basketball Bundesliga noch ein Wörtchen mitreden können. Nach neun Niederlagen in Folge muss gegen die angriffslustigen Feuervögel um jeden Preis ein Sieg her.
„Wir befinden uns mitten im Kampf ums sportliche Überleben und müssen jetzt alles in die Waagschale werfen, was wir haben. Wir müssen Kratzen und Beißen, natürlich nur im Rahmen des Erlaubten“, fordert Eisbären-Trainer Muli Katzurin vollen Körpereinsatz. „Die letzten Tage waren nach dem peinlichen Auftreten in Braunschweig nicht einfach. Die mentale Verfassung ist nach so einer Niederlagenserie sicher nicht die beste, aber die Mannschaft hat zumindest im Training den Willen und die Leidenschaft gezeigt, die es braucht, um unsere Situation zu verändern. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, aber ich sehe das auch als große Chance. Im Prinzip können wir uns nur verbessern. Dazu brauchen wir unbedingt einen Sieg“, gibt sich Katzurin positiv.
Mit Phoenix Hagen stellt sich am Freitag ein äußerst unbequemer Gegner im Eisbärenkäfig vor. Die Feuervögel setzen auch in dieser Saison auf 40 Minuten offensiv-geprägten Vollgas-Basketball und gehören zu den besten Auswärtsmannschaften der Liga. Kein Team in der Beko BBL schließt so schnell und häufig ab wie die von Ex-Eisbär Ingo Freyer trainierten Westfalen. „Hagen spielt sehr unorthodox und hat mit David Bell, Zamal Nixon, Todd Brown, Keith Ramsey und Larry Gordon extrem gefährliche und treffsichere Spieler. Die Transition-Defense wird eine entscheidende Rolle spielen. Wir müssen sehr schnell zurücklaufen, um die Hagener Schnellangriffe zu unterbinden“, weiß Katzurin.
Der neue Eisbären-Dompteur ist noch immer dabei, der Mannschaft seine Ideen und Vorstellungen zu vermitteln. „Wir machen Fortschritte. Unsere Verteidigung spielt noch immer die größte Rolle, aber wir haben auch verschiedene Optionen in der Offensive einstudiert. Alle Spieler haben mir in den letzten Trainingstagen gezeigt, dass ich sie gegen Hagen bringen kann. Wer letztlich aufläuft, entscheide ich aber erst kurz vor dem Spiel“, will sich Katzurin nicht in die Karten schauen lassen. Bis auf den verletzten Jusuf El Domiaty, der nach seinem Bänderriss noch nicht wieder einsatzbereit ist, sind alle Eisbären fit.
Tickets für das überlebenswichtige Bundesliga-Duell gegen Phoenix Hagen gibt es unter www.tickets.dieeisbaeren.de, bei allen bekannten Vorverkaufsstellen von ADticket und am Freitag an der Abendkasse der Stadthalle Bremerhaven.
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