Spitzenreiter Bamberg kommt nach Hagen

Dino Gregory - © by K-Media-Sports (MK)
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David Bell - © by K-Media-Sports (MK)
David Bell – © by K-Media-Sports (MK)
Hagen. (PM Phoenix) Das nächste Spiel ist immer das schwerste. Die alte Sportlerweisheit trifft auf die kommende Heimpartie von Phoenix Hagen ganz besonders zu.
Gegner Brose Baskets ist nicht nur Tabellenführer der Beko Basketball Bundesliga, sondern national seit 13 Spielen ungeschlagen. Sprungball ist am Samstag um 18.30 Uhr in der ENERVIE Arena.

Wie stark die Oberfranken derzeit sind, das haben sie am Mittwoch wieder einmal bewiesen. Gegen den russischen Spitzenklub Lokomotiv Kuban unterlagen sie im Hinspiel des Eurocup-Achtelfinals in eigener Halle nur denkbar knapp mit 78:80. Und das, obwohl mit dem am Knie verletzten Josh Duncan derzeit ein wichtiger Akteur ausfällt. Bereits am kommenden Dienstag steht das Rückspiel in Krasnodar an.

Zwischendurch geht es für die Bamberger nach Hagen. Seit dem 22. November
2014 (73:78 in Oldenburg) ist die Mannschaft von Coach Andrea Trinchieri unbesiegt in der Beko BBL, landete dabei beeindruckende Siege wie das
80:69 gegen die Bayern, das 98:69 gegen Berlin oder das 84:44 gegen Trier.
Die komplett neu formierte Mannschaft – von den Leistungsträgern des Vorjahres blieben nur Karsten Tadda und Elias Harris – hat binnen weniger Monate eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen.

Defensive und Spielkontrolle sind Trumpf in Bamberg. Kein Team lässt im Schnitt weniger Punkte zu (68,7), keine Mannschaft wirft besser aus dem Feld (50,5 %). Auch bei den Freiwürfen, den Defensivrebounds, den Ballverlusten und den geblockten Würfen gehören die Bamberger jeweils zu den Top-3 der Liga. Dafür wurde das Team gerade auf den kleinen Positionen mit überdurchschnittlichem Basketball-IQ ausgestattet. Die drei Guards Bradley Wanamaker (13,7 Punkte), Dawan Robinson (ehemals Frankfurt, 10,6 Punkte) und Janis Strelnieks (9,2 Punkte) sind vielleicht das Beste, was die Beko BBL auf der Point-Guard-Position zu bieten hat.
Nationalspieler Karsten Tadda, Daniel Schmidt und der sehr talentierte, gerade einmal 18 Jahre alte Andreas Obst komplettieren den Backcourt.

Bester Werfer der Bamberger ist Forward Ryan Thompson (14,8 Punkte).
Wichtige Rollen am Brett kommen den Nationalspielern Daniel Theis und Elias Harris zu. Fixpunkt unter den Körben ist der ungemein athletische Trevor Mbakwe (10,5 Punkte, 6,1 Rebounds). Für Entlastung sorgt der 2,16 m große Dalibor Bagaric, der mit einem deutschen Pass ausgestattet ist.
Aufgrund der Verletzung von Josh Duncan sind die Bamberger zudem noch einmal auf dem Transfermarkt tätig geworden: Darius Miller, zuletzt für den NBA-Klub New Orleans Pelicans am Ball, unterzeichnete einen Vertrag bis Saisonende und dürfte in Hagen sein Debüt geben. „Darius ist ein vielseitiger Flügelspieler, der zwei Positionen spielen kann. Er ist sehr athletisch und besitzt einen guten Drei-Punkte-Wurf“, sagt Andrea Trinchieri über seinen Neuzugang.

„Bamberg hat das komplette Paket: Die Mannschaft spielt sehr intelligent und hat keine echte Schwäche. Die Spieler treffen gute Entscheidungen, sind gerade unter dem Korb sehr athletisch und haben gut funktionierende Automatismen entwickelt“, analysiert Phoenix-Trainer Ingo Freyer den Gegner. „Es ist sehr schwer, sich auf den Gegner einzustellen. Es ist unmöglich, alle Stärken zu kontrollieren.“ Freyer sieht die Bamberger darum auch auf einem guten Weg im Titelkampf: „Das ist eine von drei Mannschaften, die Meister werden können. Ich bin sehr gespannt, wer in der Endphase der Saison und in den Playoffs die beste Form haben wird.“

Bei seiner eigenen Mannschaft geht es ihm derzeit vor allem um das
Selbstvertrauen: „Wir brauchen wieder ein Spiel wie in Göttingen, auf das wir aufbauen können. Gegen Bamberg wird das natürlich mehr als nur schwer.“ Viele Einzelgespräche mit den Spielern haben darum zu Wochenbeginn stattgefunden: „Wir müssen so schnell wie möglich kollektiv unsere Stärken wiederfinden: Selbstvertrauen, Tempo, Aggressivität.“

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