
Ingolstadt. (MK) „Die alten Hasen wissen, dass das dritte Spiel in den Playoffs ein ganz besonders wichtiges Spiel ist“, unterstrich Ingolstadts Stadionsprecher Hannes die Wichtigkeit des Spiels. Und genau dieses wichtige Spiel konnten die Schanzer Panther mit 3:1 für sich entscheiden. In der sehr kampfbetonten Partie war allerdings lange die Geduld des amtierenden Meisters gefragt.
Personell nahm im Gegensatz zum Freitag bei den Panthern Hähl für Eisenhuth als Backup auf der Bank Platz. Davidek rückte zudem für Szwez in den Kader. Bei den Roosters nahm Dupont den Platz von Petersen ein.
Die Gastgeber starteten, wie nicht anders zu erwarten, druckvoll ins Spiel. Buck (2., 5.) und Gawlik (3.) prüften als erste Lange im Iserlohner Kasten. Iserlohns erste Duftmarke setzte Whitmore (7.), der aber an Pielmeier hängen blieb. Mit dem einen oder anderen Konter setzten die Sauerländer immer wieder Nadelstiche. Blanks Pass vors Tor verpasste Bassen nur knapp. Ähnlich wie Sylvester in der 10. Minute, als Raedeke einen halben Schritt zu spät kam. Sullivans Konter (12.) oder Teuberts Schlagschuss (13.) waren weitere Iserlohner Gelegenheiten. Den Ton aber gaben die Panther in diesem Drittel an. Buck (9.), Picard im Slot (17.) und abermals Buck (20.), der im Powerplay an Lange scheiterte. Sie alle hatten den Panther-Führungstreffer auf dem Schläger.
Die letzten Sekunden der Sylvester-Strafe waren zu Beginn des Mitteldrittels gerade überstanden, als die Roosters durch Raedeke nach nur 56 Sekunden die nächste Strafe nahmen. 45 Sekunden benötigten die Schanzer Panther, bis der Puck im Tor war. Allerdings fand der Treffer von Hahn nach Videobeweis keine Anerkennung. Zehn Sekunden vor Ablauf der Strafe schlugen dann die Roosters zu. In Unterzahl bekam Macek die Scheibe von Teubert zugespitzelt. Mutterseelenallein vor Pielmeier behielt er die Nerven und netzte zum 0:1 unter dem Jubel der rund 500 mitgereisten IEC Fans ein. Köppchens Strafe konnten die Gäste wenig später nicht nutzen. Macek und York hatten hier die besten Iserlohner Gelegenheiten. Das Spiel der Panther litt in den Folgeminuten unter dem Iserlohner Wirkungstreffer. Erst die nächste Iserlohner Hinausstellung gegen Raedeke verschaffte dem ERC wieder Chancen durch Greilinger und MacMurchy die aber scheiterten. Auf der Gegenseite scheiterte der von der Strafbank kommende Raedeke allein vor Pielmeier (30.). Dann drückten in der spannenden Partie die Panther wieder aufs Gaspedal. Laliberte (33.) verpasste den Ausgleich um Zentimeter. In der 36. Minute kassierte MacMurchy nach Foul an Jares die nächste Hinausstellung. Pielmeier & Co hielten die Roosters aber weitestgehend in Schach. Danach wieder Ingolstadt im Vorwärtsgang, aber alle Schussversuche wurden irgendwie geblockt oder landeten bei Lange.
Im Schlussdrittel ein ähnliches Bild. Ingolstadt entschlossen und offensiv stets brandgefährlich, aber Iserlohns Defensive hochkonzentriert und oftmals eine Schlägerspitze voraus. Ein Schuss neben das Iserlohner Tor beendete allerdings die ERC-Torarmut, denn den von der Bande zurückprallenden Puck unterschätzten sowohl Keeper Lange, als auch die Verteidiger Button und Jares. Taticek als Nutznießer netzte zum 1:1 Ausgleich ein. Ingolstadt drückte weiter und schaffte durch Laliberte in der 48. Minute den zweiten Treffer. Allerdings rauschte der Torschützein Richtung Tor, wodurch Keeper Lange behindert und ins Tor bugsiert wurde. Nach Videobeweis fand der Treffer aber seine Anerkennung. Iserlohn nun mit dem Rücken zur Wand. Sylvesters zweite Strafe nahm Iserlohn den kurzzeitigen Offensivschwung. Nur zwölf Sekunden später folgte ihm Teubert. Ingolstadt somit für 1:48 Minuten mit 5:3 Spielern auf dem Eis. Zeitgleich musste Lange angeschlagen seinen Kasten für Dshunussow räumen. Der wurde gleich in Unterzahl mächtig heiß geschossen, machte seine Sache aber prima. Dann nahmen die Panther durch Laliberte die nächste Strafe, die aber ungenutzt blieb. Gerade wieder vollzählig folgte ihm Kohl auf die Sünderbank. IEC-Coach Pasanen nahm nun, 5:42 Minuten vor dem Ende, seine Auszeit. Macek und Whitmore scheiterten mit den besten Gelegenheiten an Pielmeier. Die endgültige Entscheidung fiel 21 Sekunden vor dem Ende, als Iserlohn längst Keeper Dshunussow für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen hatte und Laliberte per Empty-Net zum 3:1 traf.
Am Dienstag um 19:30 Uhr treffen beide Teams erneut in der Eissporthalle am Seilersee zu Spiel vier der Serie aufeinander. Fraglich ist, ob der Vaterfreuden entgegen sehende Mathias Lange spielen kann, da er offensichtlich verletzt seinen Kasten geräumt hatte. Das ist aber alles Spekulation, da man sich bei den Roosters zu Verletzungen grundsätzlich nicht äußern möchte.
ERC Ingolstadt – Iserlohn Roosters 3:1 (0:0/0:1/3:0)
Tore: 0:1 (22:46) Macek (Teubert), 1:1 (43:17) Taticek (Buck/Köppchen), 2:1 Laliberte (Köppchen/Greilinger), 3:1 (59:39) Laliberte ENG
Strafen: ERC 10 – IEC 20
Schiedsrichter: Brill – Rohatsch
Zuschauer: 4817
ERC Ingolstadt: Pielmeier – Köppchen, Picard; Friesen, Schopper; Kohl, Brocklehurst; Kronthaler – Boucher, Ros, Brooks; Taticek, Buck, MacMurchy; Laliberte, Hahn, Greilinger; Gawlik, Hager, Davidek
Iserlohn: Lange (ab 49:18 Dshunussow) – Jares, Teubert; Sullivan, Liwing; Button, Lavallee; Orendorz – Wruck, York, Dupont; Sylvester, Raedeke, Macek; Friedrich, Foster, Whitmore; Connolly, Bassen, Blank
Three Stars:
Gold: Pielmeier
Silber: Macek
Bronze: Laliberte
Regional-Stimme · Das gemeinsame Portal von Iserlohner-Nachrichten und Sport-Stimme Lokales, Regionales und Sport aus Iserlohn, dem Märkischen Kreis und NRW