Erst nach Oldenburg, dann kommt Bonn

Enttäuschung bei Hagens Coach Ingo Freyer - © by K-Media-Sports (MK)
Enttäuschung bei Hagens Coach Ingo Freyer – © by K-Media-Sports (MK)

Hagen. (PM Phoenix) Mit einem Doppelspieltag am kommenden Wochenende und einem Auswärtsspiel in Braunschweig am 30. April endet die Beko BBL-Saison 2014/2015 für Phoenix Hagen. Am Freitag um 20 Uhr geht es in die EWE-Arena zu den EWE Baskets Oldenburg, bevor am Sonntag um 17 Uhr die Telekom Baskets Bonn in die ENERVIE Arena kommen.

 

Beide Gegner bereiten sich schon auf die Beko BBL Playoffs vor. Während die Bonner um die Absicherung des vierten Platzes kämpfen, müssen sich die Oldenburger erst noch endgültig qualifizieren. Mit vier Punkten Vorsprung auf das Niemandsland der Tabelle belegen die Norddeutschen den siebten Platz – und können noch Fünfter werden, aber eben auch nur Neunter. Der Trainerwechsel von Sebastian Machowski zu Mladen Drijencic und der Gewinn des Pokals in eigener Halle haben den Oldenburgern zuletzt Auftrieb gegeben.

 

Für Phoenix Hagen geht es sportlich nicht mehr um viel in den letzten drei Partien. Weder der Abstieg noch die Playoffs sind ein Thema. „Es war wahrlich keine einfache Saison“, sagt Trainer Ingo Freyer. Elf Siege stehen bislang auf dem Hagener Konto. „Vor der Saison hätte ich gesagt:

Wenn wir ohne die ganz großen Abstiegssorgen durch die Saison kommen, dann unterschreibe ich das sofort.“ Die Probleme vor Saisonbeginn hatten Freyer und seinem Assistenten Steven Wriedt schwer zu schaffen gemacht.

„Als wir nur mit drei Ausländern in die Vorbereitung gestartet sind, hatten wir schon unsere Zweifel. Sportlich, aber auch wirtschaftlich war diese Phase nicht leicht für den Klub“, so Freyer. Die Hagener spielten die Hinrunde dann mit fünf Amerikanern.

 

Es folgte ein kurioser Saisonverlauf. „Elf Siege sind für uns absolut okay. Dass wir davon neun Siege auswärts eingefahren haben, ist natürlich mehr als ungewöhnlich. Das tut mir gerade für die Fans sehr leid. Hätten wir jetzt neun Heimsiege und zwei Auswärtssiege, dann wäre das Ergebnis zwar gleich, aber das Gefühl ein anderes. Es ist wirklich schwer zu erklären.“ Sportliche Baustellen sieht Freyer rückblickend einige: „Wir haben keine Spieler für ein echtes Innenspiel und hatten auch schon einmal mehr gute Werfer. Wir sind darum sehr von unserer Verteidigung und von Schnellangriffen abhängig“, weiß Ingo Freyer.

Hinzu kommen neue Probleme: „Wir gehörten früher zu den besseren Freiwurfteams, aber das ist in dieser Saison ins Gegenteil umgeschlagen. Wir haben insgesamt zu viele leichte Punkte liegen lassen.“

 

Dass es trotzdem für den Klassenerhalt gereicht hat, führt der Hagener Cheftrainer nicht zuletzt auf den ungewöhnlichen Spielstil zurück:

„Unser Ziel ist es immer, dem Gegner den Rhythmus zu nehmen und ihn in unsere Spielweise zu zwingen. Wenn uns das gelingt, dann haben wir häufig eine Chance.“ Auch die Einstellung hat gestimmt, so Freyer: „Wir hatten einen besseren Teamgeist und mehr Erfahrung im Umgang mit der Situation als in einigen anderen Spielzeiten, allen voran in unserer ersten BBL-Saison 2009/2010.“

 

Herz und Seele auf dem Feld war Kapitän David Bell. Der wird allerdings die letzten Spiele nach einer Ellbogenoperation verpassen. Der Rest der Feuervögel ist fit und macht sich am Freitag auf den Weg nach Oldenburg.

„Wir haben gut trainiert. Einige Spieler, wie etwa Todd Brown, haben gerade ein Hoch“, berichtet Ingo Freyer. Am Sonntag gegen Bonn muss Phoenix Hagen auf seine NBBL-Spieler verzichten. Die Phoenix Hagen Juniors spielen dann bei den Young Dragons um den TOP4-Einzug. Jonas Grof und Marcel Keßen werden dem Beko BBL-Team darum nicht zur Verfügung stehen.

 

 

 

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