
Bochum. (MK) Was für ein Nachmittag für den VfL Bochum! Gegen den 1. FC Heidenheim gelang dem VfL am Sonntag endlich mit 2:0 der lang ersehnte erste Saisonsieg.
Es war ein Sieg in einem „Sechs-Punkte-Spiel“. Bei einer Niederlage wäre der Abstand zum rettenden Ufer auf elf Punkte angewachsen. So kann das Team von Headcoach Dieter Klaus Hecking neue Hoffnung im Bundesliga-Existenzkampf schöpfen. Zum Relegationsplatz beträgt der Rückstand nun vier und zum 15. Tabellenplatz sechs Punkte. Möglicherweise gesellen sich am „grünen Tisch“ nach dem im Januar erwarteten Sportgerichtsurteil noch zwei Pluspunkte dazu, falls das Gericht dem Einspruch nach dem Feuerzeugwurf bei Union Berlin gegen VfL Keeper Drewes zustimmt und den Bochumern einen Sieg zusprechen sollte. Das aber bleibt natürlich abzuwarten.
Gegen Heidenheim sorgte Broschinskis schöne Direktabnahme in der 6. Minute für die frühe Bochumer Führung, die den Jungs vonne Castroper merklich Sicherheit verlieh. Defensiv stabil und vor allem in der ersten Halbzeit setzten die Hecking-Schützlinge die Gäste aus der Ostalb immer wieder unter Druck. Beros energischer Abschluss sorgte noch vor der Pause (36.) für die verdiente 2:0 Führung.
In der zweiten Halbzeit vergab allein Bero zwei Großchancen. Heidenheim wirkte durch die zusätzlichen Spiele auf europäischer Bühne etwas überspielt, fand aber auch kaum Zugriff in der Offensive. So blieb am Ende ein verdienter Sieg für Bochum stehen.
Dieter Hecking erklärte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel: „Wir wollten heute unbedingt gewinnen. Natürlich haben wir die Ergebnisse der anderen Mannschaften von gestern wahrgenommen. Unabhängig davon habe ich der Mannschaft gesagt, dass das gar nichts mit uns machen darf. Wir mussten sowieso gewinnen. Diese Einstellung haben wir heute von der ersten Minute an hervorragend umgesetzt. Wir wollten Intensität auf den Platz bringen, viele Zweikämpfe gewinnen und ein intensives Spiel führen. Wir haben darauf spekuliert, dass Heidenheim in ihrer Englischen Woche heute etwas müde ist. Mich hat es auch sehr gefreut, dass die spielerische Komponente bei uns nicht zu kurz gekommen ist. Unsere Tore haben wir schön herausgespielt. Wir sind 120 Kilometer gelaufen, hatten viel Ballbesitz, haben viele Zweikämpfe gewonnen. So muss es aussehen, wenn wir erfolgreich sein wollen. Wir sind jetzt ein Stück weiter, haben uns herangerobbt. Noch haben wir aber nichts erreicht. Dennoch war die Erleichterung in der Kabine gerade auch zu spüren. Es ist gut, dass die Jungs mit diesem Gefühl in die kurze Pause gehen. Wir brauchen im neuen Jahr mehr Siege als die anderen vor uns. Wir haben heute gemerkt, dass wir eine Abstiegskampfeuphorie entwickeln können. Gemeinsam mit unseren Fans ist in den nächsten 19 Spielen noch sehr, sehr viel möglich.“
Über die Weihnachtsfeiertage dürfen sich nun alle erholen. Bereits am 2. Januar nimmt der VfL den Trainingsbetrieb wieder auf. Dann auch mit dem gegen Heidenheim geschonten Gerrit Holtmann. Bereits am 11. Januar geht es in der Bundesliga mit dem schweren Auswärtsspiel in Mainz weiter. Zuvor testet der VfL gegen Wuppertal und Almelo.
Gespannt sein darf man, ob und wen die Bochumer in der kurzen Weihnachtspause neu verpflichten können und welche Spieler man eventuell aus dem aktuellen stark aufgeblähten Kader transferieren oder verleihen kann.
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BVB nimmt die Hürde in Wolfsburg
Borussia Dortmund konnte am Sonntagabend den Spieltag mit einem 3:1 Auswärtssieg in Wolfsburg abschließen. Der BVB geht auf Platz sechs mit elf Punkten Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern München in die Pause.
Borussia Mönchengladbach setzte sich in Sinsheim bei der TSG Hoffenheim mit 2:1 durch und Bayer Leverkusen schoss den SC Freiburg mit 5:1 am Samstagabend aus der BayArena. Die Werkself bleibt damit erster Bayern-Jäger.
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