Team-Erfolg für Deutschland zum Abschluss – Starke Vorstellung bringt Sieg vor Österreich und Lettland

Team GER, Team-Staffel am 07. Dezember 2025, Rennrodel Weltcup VELTINS EisArena Winterberg am 05. – 07. Dezember 2025, © Dietmar Reker / Sportpresse Reker

Winterberg (pst). Während mancher Sieg in den Einzelwettbewerben den Rivalen aus Österreich überlassen werden musste, zeigte die deutsche Teamstaffel im Abschluss der Wettkampfwochenendes in Winterberg eine geschlossene Leistung und sicherte sich den Sieg im EBERSPÄCHER Team-Staffel Weltcup presented by BMW.

Die Einsitzer Merle Fräbel, Felix Loch sowie die Doppelsitzer Tobias Wendl/ Tobias Arlt und Jessica Degenhardt/ Cheyenne Rosenthal erzielten eine Gesamtzeit von 3:13,155 Minuten und ließen Team Austria über eine halbe Sekunde hinter sich. Die drittplatzierten Letten hatten über eine Sekunde Rückstand.

Bundestrainer Patric Leitner zog ein positives Fazit nach dem Staffelsieg: „Ich freue mich wahnsinnig für das ganze Team. Die haben nochmal Moral bewiesen. Es war ein wunderschöner Abschluss eines erfolgreichen Wochenendes in Winterberg.“ Lob für die Veranstalter gab es vom Präsidenten des Internationalen Rodelverbandes FIL, Einars Fogelis: „Wir sind sehr dankbar, weil der Weltcup in Innsbruck kurzfristig nach Winterberg verlegt werden musste. Es ist ausgezeichnet gelaufen. Die Athleten sind zufrieden, wir sind zufrieden. Ein großer Dank geht zum Veranstalter.“

Die ausführenden Organe vom BRC Hallenberg und dem Sportzentrum Winterberg (SZW) waren erleichtert nach einem knappen Vorlauf von nicht einmal drei Wochen, den Weltcup über die Bühne gebracht zu haben. „Ich muss dem Helferteam einfach danken, dass sie gesagt haben innerhalb von zwei Wochen, wir unterstützen auch diesen Weltcup wieder. Wir haben so viele Helfer akquirieren können, dass wir den Weltcup sicher über die Bühne gebracht haben“, sagte der Vorsitzende des BRC Hallenberg, Hans-Jürgen Köhne. SZW-Geschäftsführer Stephan Pieper dankte seinem Team ebenfalls und ergänzte: „Unsere Leute waren da und füllten Lücken, wo es welche zu füllen gab.“ Lob gab es auch vom österreichischen Einsitzer Jonas Müller, der sagte: „Es war ein gelungenes Wochenende. Wir haben einige Podestplätze und Siege geholt. Mannschaftlich gesehen, ist ein sehr gutes Ergebnis. Im Team-Wettbewerb waren die Deutschen extrem stark gewesen. Sie hatten vier saubere Läufe, wir dieses Mal nicht.“ Aus Österreicher Sicht bedauerte Müller: „Es ist extrem schade, dass Innsbruck in diesem Winter ausfällt. Man kann nur hoffen, dass sie die Bahn so schnell wie möglich umbauen, dass wir nächstes Jahr die Heim-WM haben.“

Alle Ergebnisse im Detail gibt es hier: https://www.fil-luge.org/de/ergebnisse

Erster Weltcup-Sieg für Österreicherin Hannah Prock
Merle Fräbel als Zweite beste Deutsche im Frauen-Einsitzer

Winterberg (pst). Der Einsitzerwettbewerb der Frauen im EBERSPÄCHER Rodel Weltcup bot eine Premiere.

Die Österreicherin Hannah Prock feierte ihren ersten Weltcupsieg überhaupt in der VELTINS-EisArena. Hinter ihr landete Merle Fräbel als beste Deutsche, die im zweiten Lauf mit 55,804 Sekunden die beste Zeit des Wettbewerbs erzielte, aber nicht mehr an Prock herankam, die nach dem ersten Durchgang führte. Die Nationencup-Siegerin von Freitag, Dorothea Schwarz, aus Österreich wurde von Fräbel überholt, freute sich aber über Rang 3. „Es war sehr emotional. Ich bin richtig glücklich. Mir fehlen ein bisschen die Worte“, sagte die Siegerin Prock nach ihrem Sieg.

Im ersten Durchgang waren die etablierten Rodlerinnen wie Anna Berreiter und Julia Taubitz aus Deutschland oder Lisa Schulte aus Österreich als Siebte, Sechste und Fünfte etwas im Hintertreffen. Während Berreiter sich auf Platz vier verbesserte, Schulte auf Platz fünf blieb, fiel Taubitz, die in Winterberg so viele Erfolge wie den Europameistertitel Anfang des Jahres gefeiert hatte, nach verpatztem zweiten Lauf auf Rang zwölf zurück. Taubitz sagte: „Nach dem ersten Lauf haben wir gesagt, wir probieren ein bisschen Risiko und bauen das Material ein bisschen um. Ich kam aber im zweiten Lauf nicht zurecht.“ Die Österreicherin Schulte haderte: „Ich bin mit meinen fahrerischen Leistungen einfach nicht zufrieden in beiden Läufen.“

Die Rodlerin vom RT Suhl, Fräbel, zog ein positives Fazit: „Mit meinen Läufen war ich megazufrieden. Im zweiten habe ich es richtig gut hinbekommen. Es macht mich echt glücklich.“ Noch mehr strahlte die drittplatzierte Dorothea Schwarz, die im ersten Lauf ihr Visier des Helmes verloren hatte. Schwarz erklärte: „Ich dachte, das war es. Als ich dann gesehen habe, dass ich Zweite bin nach dem ersten Lauf, habe ich es zuerst nicht realisieren können. Ich bin megahappy, ich bin die zweite Saison erst dabei, ich will danke sagen, an alle die mich unterstützen.“ Die vierte deutsche Rodlerin Anka Jänicke vom WSV Königssee erreichte Rang sechs bei ihrem Weltcup-Debüt und berichtete: „Es hat richtig Spaß gemacht. Es war ein Traumdebüt.“

Die Ergebnisse im Detail gibt es hier: https://www.fil-luge.org/cdn/uploads/wc-women-s-singles-winterberg-resultlist-2nd-run-1.pdf

Erfolge für Deutschland und Österreich in den Mixed-Wettbewerben
Rodel-Weltcup-Saison startet mit packenden Wettbewerben in Winterberg

Winterberg (pst). Die Mixed-Wettbewerbe im EBERSPÄCHER Rodel-Weltcup presented by Skechers waren eine äußerst spannende Angelegenheit in der VELTINS-EisArena.

Das deutsche Quartett Tobias Wendl/ Tobias Arlt zusammen mit Jessica Degenhardt/ Cheyenne Rosenthal sicherte sich Gold im Doppelsitzer-Wettbewerb als Deutschland 2 mit einem knappen Vorsprung von sieben hundertstel Sekunden vor den Österreichern Thomas Steu/ Wolfgang Kindl mit Selina Egle/Lara Michaela Kipp. Etwas mehr Abstand hatten die Dritten und Vierten der Teams Lettland 2 und Österreich 2 mit über sechs Zehnteln. „Unser Lauf war gut gelungen“, sagte Tobias Wendl. Nicht komplett zufrieden waren die Damen Degenhardt/Rosenthal. Rosenthal analysierte: „Es macht Spaß wieder Rennen zu fahren. Wir hatten unten einen kleinen Wackler drin.“ Auch die österreichischen Damen hatten keinen optimalen Lauf erwischt, daher sagte Selina Egle: „Leider haben wir im unteren Bereich sehr viele Fehler eingebaut, aber das Beste daraus gemacht. Vielleicht machen wir morgen noch eine Materialumstellung.“ Das zweite BSD-Doppel-Mixed Deutschland 1 stürzte bei den Herren mit Toni Eggert und Florian Müller. So gingen Dajana Eitberger/ Magdalena Matschina gar nicht mehr an den Start.

Bei den Mixed-Einsitzern war es ebenfalls ein Kampf zwischen den Teams aus Deutschland und Österreich. Dieses Mal hatten die beiden Österreicher Jonas Müller und Lisa Schulte vor Felix Loch (RC Berchtesgaden) und Julia Taubitz (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) die Nase vorn. Müller legte mit der Zeit von 53.61 Sekunden vor und bereitete somit den Boden für Schulte. Der Österreicher erklärte: „Auf der Bahn war es sehr rutschig. Es ist mir gelungen, den Schlitten in der Bahn zu halten. Das Material war brutal schnell.“ Schulte ergänzte: „So startet man gerne in die Saison. Das gibt uns viel Selbstvertrauen für die Rennen, die noch kommen.“ Die beiden Deutschen hatten zwölf hundertstel Sekunden Rückstand. Lochs Fazit lautete: „Es waren ein paar Kleinigkeiten im Lauf, von der Kurve acht auf die neun hat es nicht ganz gepasst. Im Großen und Ganzen war es ein guter Lauf.“ Der dritte Platz ging ebenfalls an Österreich mit Wolfgang Kindl und Hannah Prock.
Das zweite deutsche Einsitzer-Mixed-Team, Max Langenhan (BRC 05 Friedrichroda) und Merle Fräbel (RT Suhl), wurde Vierter und verpasste das Podest um nicht einmal eine Zehntel. „Es waren paar kleine Fehler dabei, aber mit Platz zwei und vier können wir, erstmal zufrieden sein“, meinte Bundestrainer Patric Leitner nach dem Mixed-Einsitzer-Wettbewerb.

Die Ergebnisse im Überblick gibt es hier: https://www.fil-luge.org/de/ergebnisse/eberspaecher-mixed-weltcup-presented-by-skechers-2

Zwei Siege für Österreich im Nationencup

Den Auftakt der Wettkämpfe des Weltcup-Wochenendes machten die Rennen im Nationencup, bei denen sich die Polen Wojciech Chmielewski und Michal Gancarczyk den Sieg im Doppelsitzer der Herren sicherten. Der erste Platz bei den Männern im Einsitzer ging an den Deutschen David Nößler (RSV Schmalkalden). Bei den Frauen gab es zwei Siege für Österreich. Im Einsitzer gewann Dorothea Schwarz, im Doppelsitzer waren Lina Riedl und Anna Lerch vorne. Daher sagte Riedl: „Für das erste Rennen sind wir voll zufrieden.“

Samstag, 06. Dezember 2025
Eberspächer Rodel-Weltcup
10:25 Uhr 1. Wertungslauf Herren
11:55 Uhr 2. Wertungslauf Herren
13:10 Uhr 1. Wertungslauf Herren Doppel
13:59 Uhr 1. Wertungslauf Damen Doppel
15:05 Uhr 2. Wertungslauf Herren Doppel
15:47 Uhr 2. Wertungslauf Damen Doppel

Sonntag, 11. Januar 2026
Eberspächer Rodel-Weltcup
10:35 Uhr 1. Wertungslauf Damen
12:15 Uhr 2. Wertungslauf Damen
13:50 Uhr Eberspächer Team-Staffel Weltcup presented by BMW

Sportler und Trainer mit viel Vorfreude auf ersten Rodel-Weltcup

Winterberg (pst). Der EBERSPÄCHER Rodel-Weltcup startet in Winterberg in die olympische Wintersaison 2025/2026.

Eigentlich sollte in Innsbruck gestartet werden, aber Fehler beim Umbau vereitelten einen ordnungsgemäßen Ablauf, so dass das Sportzentrum Winterberg (SZW) als Betreiber der VELTINS-EisArena einsprang. Bei der Pressekonferenz im Vorfeld des Weltcups sagt daher SZW-Geschäftsführer Stephan Pieper: „Wir sind eine große Familie und versuchen uns gegenseitig zu helfen.“ Mit den Mitarbeitern des Sportzentrums sind auch wieder zahlreiche Helfer des BRC Hallenberg im Einsatz.

Dankbar für die schnelle Hilfe aus dem Sauerland ist Rodel-Bundestrainer Patric Leitner. Er erklärt: „Wir haben schnell reagieren müssen, als wir erfahren haben, dass Winterberg Austragungsort ist. Wir haben noch zwei Tage einen Kurzlehrgang in Oberhof gemacht und sind dann hierhin gefahren und haben hier trainiert. Es ist ja auch eine Olympiaqualifikation. Ich wollte, dass alle gleiche Bedingungen haben und dass wir nochmal fahren können in Winterberg.“ Immer etwas Besonderes ist der Start auf ihrer Heimbahn für die aus Silbach stammende Rodlerin Cheyenne Rosenthal, die im Doppelsitzer mit Jessica Degenhardt an den Start geht. Nach dem Testrennen in der Woche auf der Olympiabahn zuvor in Cortina d’Ampezzo, was aus Sicht von Degenhardt /Rosenthal mit Platz elf enttäuschend verlief, betont Rosenthal: „Es geht nicht nur um das große Rennen am Ende, sondern um jedes einzelne Rennen für sich. Wir probieren, neu anzugreifen.“ Ihren Fokus auf jeden Weltcup legt auch das deutsche Doppelsitzer-Duo Tobias Wendl/ Tobias Arlt. „Wir rechnen nicht mit Medaillen. Wir wollen das Beste geben. Wenn das Material passt und unsere Fahrten passen, dann kann was dabei herauskommen“, sagt Tobias Arlt, der mit seinem Partner vor einem historischen Winter steht. Sollte bei Olympia eine weitere Medaille erzielt werden, würden die bisherigen sechsfachen Olympiasieger die erfolgreichsten deutschen Wintersportler bei Olympia.

Julia Taubitz, die im Vorwinter Europameisterin in Winterberg wurde, sagte vor dem Rennwochenende: „Ich will meine besten Läufe zeigen. Schauen wir mal was herauskommt.“ Max Langenhan, wie Taubitz Vorjahres-Gesamtweltcup-Sieger, möchte in Winterberg den Grundstein für eine erneut erfolgreiche Saison legen. Er weist darauf hin, dass er für den Gesamtweltcup die ganze Saison gut sein muss: „Bei Olympia brauchst du zwei gute Tage. Natürlich ist die Wertigkeit von Olympia höher.“ Nach starken Leistungen in Italien und zum Abschluss des Vorwinters liegt in dieser Saison ein größerer Fokus auf Merle Fräbel, die erklärt: „Ich freue mich in Winterberg zu sein. Da hat es die Familie näher als nach Innsbruck.“

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