
Winterberg. (Famp) Die Olympischen Spiele fest im Fokus, doch den ersten Weltcup im neuen Jahr vor Augen: Von Freitag (2. Januar 2026) bis Sonntag (4. Januar 2026) wird in der VELTINS-EisArena in Winterberg der erste IBSF Bob & Skeleton Weltcup in 2026 stattfinden.
Mit reichlich Rückenwind wird Bobpilotin Laura Nolte am Wochenende in Winterberg an den Start gehen. Die Lokalmatadorin legte einen wahren Traumstart in die Saison hin und fuhr in bislang acht Rennen achtmal auf das Podest. „Es ging wirklich sehr gut los für mich. Zwei Medaillen bei Olympia sind realistisch, doch bis dahin ist es ein weiter Weg“, erklärte Laura Nolte und ergänzte: „Die Startzeiten sind jedenfalls Bombe. Es geht in die richtige Richtung und es wäre auch schön, in Winterberg zwei Podeste zu holen.“ Im Zweierbob wird auch wieder Anschieberin Deborah Levi mit von der Partie sein. „Ich bin mit Laura wieder auf das alte Niveau zurückgekommen und Olympia kann kommen. Nun freuen wir uns aber erst einmal auf Winterberg“, sagte Levi.
Ein letztes Mal in Winterberg an den Start gehen wird Bobpilot Johannes Lochner, der seine Laufbahn am Ende der Saison beenden wird und sich am liebsten mit zwei Olympia-Medaillen verabschieden möchte. Auf das letzte Mal in Winterberg freut sich der Weltmeister im Zweier- und Viererbob und lobt die Bedingungen: „Die Bahn und das Eis stehen jedenfalls schon super.“
Immer wieder gerne in die VELTINS-EisArena kommt Pilot Adam Ammour, der im Jahr 2023 auf dieser Bahn Junioren-Weltmeister wurde und sich für das Wochenende angriffslustig präsentierte: „Ziel ist es in Winterberg ganz oben zu stehen, auch wenn es nicht ganz leicht werden wird, um an den anderen vorbeizukommen“, erklärte der 24-Jährige bei der Pressekonferenz.
Bob-Bundestrainer René Spies freut sich über die Leistungsdichte in seinem Team: „Den Konkurrenzkampf, den wir seit den vergangenen Jahren haben, ist eine super Sache. Allerdings müssen wir weiterhin wachsam sein und gute Leistungen bringen. Auch bei Olympia werden wir bis zum letzten Lauf kämpfen müssen, um auch Medaillen zu holen. Beispielsweise sind auch die Amerikaner im Kommen.“
Skeletoni hoffen auf gute Ergebnisse
Ebenfalls gute Ergebnisse in Winterberg erzielen, möchten die deutschen Skeletoni. Allen voran auf ihrer Heimbahn Jaqueline Pfeifer (RSG Hochsauerland) und Hannah Neise. Einen perfekten Start in die Saison erwischte Jaqueline Pfeifer, die direkt beim ersten Weltcup auf der Olympiabahn in Cortina d’Ampezzo auf den ersten Platz fuhr. „Das war ein schönes Gefühl so in die Saison zu starten. Die harte Arbeit im Sommer hat sich da schon gelohnt“, freute sich die 30-Jährige.
Das Olympia-Ticket auch schon in der Tasche hat Olympiasiegerin Hannah Neise vom BSC Winterberg. „Es war schön in Cortina direkt auf das Podest zu fahren. In Sigulda war ich zuletzt nicht ganz fit. Momentan macht es Spaß zu fahren, denn es kommt immer was herum.“
Bei den Herren hat sich Christopher Grotheer nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel zurückgemeldet. Der Olympiasieger von 2022 präsentierte sich bei der Pressekonferenz frohen Mutes: „Der Muskel hält und ich bin wieder voll belastbar. Ich habe die Zeit daheim genutzt und hart gearbeitet. Winterberg ist für mich ein Neustart.“ Große Lust auf die Bahn in Winterberg hat auch schon Felix Keisinger: „Ich möchte hier den nächsten Schritt machen und habe Bock auf die Bahn. Ich freue mich immer hier zu fahren.“
Skeleton-Bundestrainer Christian Baude richtete eine Kampfansage an die internationale Konkurrenz: „Das Team wird bis Olympia richtig stark sein. Bei den Damen sind wir das ganze Jahr schon richtig gut. Ich bin mir sehr sicher, dass wir bei Olympia mit einem sehr guten deutschen Team vertreten sein werden.“
Große Vorfreude auf die bevorstehenden Wettkämpfe herrscht auch bei den Verantwortlichen des BSC Winterberg und der VELTINS-EisArena. Wie BSC-Vorsitzender Werner Adam verriet, werden mehr als 50 Helfer beim Weltcup im Einsatz sein und kräftig unterstützen – und das voraussichtlich vor einer guten Kulisse. „Wir rechnen am Rennwochenende mit 3.000 bis 5.000 Besuchern. Die Stimmung ist bei uns schon jetzt hervorragend und auch die Vorbereitungen laufen sehr gut. Die Resonanz auf das Eis in der Bahn ist sehr gut. Ich denke, dass wir interessante Wettkämpfe sehen werden“, sagt Stephan Pieper, Geschäftsführer des Sportzentrums Winterberg. Eine Besonderheit wird am es letzten Wettkampftag am Sonntag geben. Dann wird in Winterberg das deutsche Paralympische-Team in Richtung Mailand verabschiedet. Stephan Pieper: „Damit werden wir an diesem Wochenende auch noch das nötige Olympische Flair nach Winterberg bekommen.“
Das Programm
Freitag, 02.01.2026
08:00 Uhr Öffnung Tageskassen
09:00 Uhr 1. & 2. Lauf Herren Skeleton
13:00 Uhr 1. & 2. Lauf Damen Skeleton
18:00 Uhr Skeleton Mixed Team
Samstag, 03.01.2026
10:30 Uhr Öffnung Tageskassen
11:30 Uhr 1. & 2. Lauf Monobob Damen
15:30 Uhr 1. & 2. Lauf Zweierbob Herren
Sonntag, 04.01.2026
10:00 Uhr Öffnung Tageskassen
11:00 Uhr 1. & 2. Lauf Zweierbob Damen
15:00 Uhr 1. & 2. Lauf Viererbob Herren
! NEU ! Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer haben den WhatsApp-Kanal von Regional-Stimme.de abonniert. Melde dich jetzt an und erhalte regelmäßig aktuelle Nachrichten!
Regional-Stimme · Das gemeinsame Portal von Iserlohner-Nachrichten und Sport-Stimme Lokales, Regionales und Sport aus Iserlohn, dem Märkischen Kreis und NRW
