Iserlohn Roosters punkten in Bremerhaven – Dienstag Gastspiel in Augsburg

Andreas Jenike – © Sportfoto-Sale (DR)

Bremerhaven. (MK) Nicht hochklassig, aber in jeder Phase spannend, endete am Sonntagnachmittag die Partie der Fischtown Pinguins gegen ersatzgeschwächte Iserlohn Roosters mit einem knappen 3:2 Sieg nach Penaltyschießen für Bremerhaven.

In der regulären Spielzeit trafen Wejse und Büsing für Fischtown, während die beiden Schweden-Imports Törnqvist und Norell für Iserlohn einnetzen konnten. Aber der Reihe nach ….

Fischbuch und Cornel fallen bei den Roosters aus

Im Vergleich zum Freitag musste Iserlohns Headcoach Stefan Nyman umstellen, denn mit Cornel und Topscorer Fischbuch fielen zwei Korsettstangen in seinem Team aus. So bildete Camara eine Reihe mit Neumann und Törnqvist. Erkamps, Alberg und Borzecki waren wieder im Lineup. Huß fiel verletzt zu Jobke und Saffran aus dem Kader und im Tor genoss Jenike erneut das Vertrauen. Bitter außerdem, dass Jentzsch im zweiten Drittel verletzt ausscheiden musste.
Bei den Fischtown Pinguins vertraute Headcoach Alexander Sulzer exakt dem Team, das am Freitag mit 3:2 in Ingolstadt gewinnen konnte. Jensen, Görtz und Gudlevskis fehlten.

Wejse sorgt für die Führung

Beide Mannschaften waren von Beginn an auf Betriebstemperatur. Die erste Chance im Spiel vergab Iserlohns Salsten (2.) nach Zuspiel von Napravnik. Im weiteren Verlauf des Drittels sahen sich die Gäste verstärkt in der eigenen Defensive. Abt (2.), der sich klug vors Tor gearbeitet hatte, Miele (4.) per Rückhand, Bettahar (9.) und Routinier Urbas (10.) vergaben allesamt gute Gelegenheiten für die Fischtown Pinguins. Auf der anderen Seite (11.) agierte das Duo Camara / Törnqvist fast schon kläglich vor Hungerecker im Tor der Seestädter. Die erste Strafe im Spiel gegen Roosters-Verteidiger Ugbekile nutzten dann das Heimteam zur Führung: Jeglic bediente den vors Tor geschlichenen Wejse, der Jenike keine Chance ließ. Bremerhavens erste Strafe gegen Miele (2+2) nutzten dann auch die Roosters. Törnqvist hatte mit einem platzierten Schuss den 1:1 Pausenstand 58 Sekunden vor der Sirene erzielt.

Jentzsch verletzt sich

Mit 62 Sekunden Rest-Strafzeit gegen Miele startete das zweite Drittel. Etwas Zählbares sprang dabei aber nicht heraus. Unschön eine Szene in der 23. Minute, als Bremerhavens Friesen seinen „tief fliegenden“ Gegenspieler Jentzsch in die Bande beförderte. Erkamps schritt für die Gäste zur Tat, um sich den Übeltäter vorzuknöpfen. Nach Videostudium entschieden die Referees auf fünf Strafminuten gegen Friesen (Bandencheck) und zwei Minuten gegen Erkamps (übertriebene Härte). Jentzsch hatte das Eis längst mit einer offensichtlichen Unterarmblessur verlassen. Conrad (25.) verpasste noch bei 4 gegen 4 die erneute Führung der Pinguins. Im folgenden Powerplay (Erkamps Strafe war abgelaufen) ergaben sich Iserlohner Chancen für Eisenmenger und Wood, aber ansonsten verteidigten die Gastgeber diese Phase gut weg. Das Team von Headcoach Sulzer war gerade wieder vollzählig, als Hungerecker einen Schuss von Niehus (29.) nur abklatschen lassen konnte und Norell den Abpraller dankend zum 1:2 für die Roosters verwertete. Exakt zur „Halbzeit“ nach dreißig Minuten und nur 88 Sekunden nach dem Iserlohner Führungstreffer glich Büsing zum 2:2 für Fischtown aus. Die Nordlichter kamen vom ansonsten eher zurückhaltenden Publikum nochmal angetrieben offensiv wieder etwas besser in Schwung. Eine gute Chance durch Kinder (33.) blieb aber ungenutzt. Dann bedienten beide Teams die Kategorie „unnötige Strafen“. Friesens Beinstellen gegen Borzecki und sechs Sekunden später Borzeckis Haken im Gewühl an der Bande dürfte beiden Trainern wenig gefallen haben. Bruggisser und Miele (beide 35.), sowie Wejse und Bruggisser (beide 37.) verpassten den dritten Treffer für die nun drückenden Pinguins, weil Jenike hellwach in seinem Kasten agierte. Die letzte Chance im Drittel (40.) hatte Iserlohns flinker Stürmer Camara, der bis vor Hungerecker zog und auch Salsten konnte im Nachsetzen nicht den Puck im Kasten unterbringen. 2:2 somit nach zwei Dritteln.

Bruggisser gelingt fast noch der entscheidende Treffer

Zu Beginn des Schlussdrittels neutralisierten sich beide Teams erst einmal. Chancen machten die beiden Goalies Hungerecker und Jenike souverän zunichte. Für eine der wenigen Unterbrechungen sorgte ein Zweikampf an der Bande (51.) zwischen Hirose und Camara. Camara missfiel, dass der Pinguin ihn recht tief mit dem Kopf in die Bande gedrückt hatte. Das Handgemenge endet mit jeweils zwei Strafminuten. Knapp eine Minute später sorgte Norells Strafe für das nächste Bremerhavener Powerplay. Bruggisser, Verlic und Urbas konnten in Überzahl aber nicht vollstrecken. Iserlohn verteidigte weiter clever. Das Spannung im Spiel lebte vom Unentschieden und der ablaufenden Uhr. Das Remis kam noch einmal in Bedrängnis, als Bruggisser mit einem Gewaltschuss wenige Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit nur den Pfosten traf. Glück in dieser Szene für die Sauerländer.

Eisenmenger verpasst Iserlohner Siegtreffer, Penaltyschießen geht klar an Fischtown

Die Entscheidung sollte somit in der Overtime her. Das gelang allerdings beiden Teams nicht. Die größte Chance vergab Eisenmenger (64.) sichtlich überrascht vor Hungerecker. Im folgenden Penaltyschießen war es dann aber eine klare Angelegenheit: Jeglic und Krämmer verwandelten für Fischtown sehenswert, während Thomas und Camara für Iserlohn vergaben.

Roosters behaupten Platz 12 vor Frankfurt

In der Tabelle hat Bremerhaven Platz sechs gesichert. Iserlohn hat sich wieder einen Punkt von Frankfurt absetzen können und damit Platz zwölf behauptet. Das Spiel von Schlusslicht Dresden begann gegen Köln erst später. Beide Mannschaften konnten hier und heute wichtige in jedem Fall wichtige Punktgewinne für sich verbuchen.

So geht es weiter

Schon am Dienstag sind beide Teams erneut im Einsatz. Iserlohn reist nach Augsburg und Bremerhaven ist beim Aufsteiger in Dresden gefordert.
Nur zwei Tage später empfangen die Sauerländer Meister Berlin am Seilersee. Die Fischtown Pinguins sind am Freitag Gastgeber der Nürnberg Ice Tigers. Zum Abschluss des wohl stressigsten Blocks in der DEL-Hauptrunde um Weihnachten / Neujahr reisen die Roosters nach München und zeitgleich (16:30 Uhr) messen sich die Pinguins bei den Adlern Mannheim.

Statistik

Tore: 1:0 (13:34) Wejse (Jeglic/Urbas) 5-4PP, 1:1 (19:02) Törnqvist (Camara/Jentzsch) 5-4PP, 1:2 (28:32) Norell (Niehus/Thomas), 2:2 (30:00) Büsing (Herrmann/Byström), 3:2 (65:00) Jeglic PEN
Strafen: 13 – 10
Schüsse aufs Tor: 30 – 17
Schüsse insgesamt: 54 – 33
Schiedsrichter: Schadewaldt, Steingroß (Brüggemann, Priebsch)
Zuschauer: 4.767 (ausverkauft)
Bremerhaven: Hungerecker – Byström, Eminger; Abt, Bettahar; Hirose, Bruggisser; Rausch – Urbas, Jeglic, Verlic; Krämmer, Miele, Conrad; Kinder, Friesen, Roßmy; Herrmann, Wejse, Büsing
Iserlohn: Jenike – Ugbekile, Norell; Niehus Wood; Lassen, Erkamps; Radionovs – Boland, Eisenmenger, Thomas; Camara, Neumann, Törnqvist; Napravnik, Salsten, Jentzsch; Alberg, Geiger, Borzecki

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