4:3 Sieg gegen Meister Berlin! Iserlohn Roosters zaubern ihren Fans ein weiteres Lächeln ins Gesicht

Jubel bei den Iserlohn Roosters – © by Sportfoto-Sale (Jan Brüggemann)

Iserlohn. (MK) Hut ab vor dieser Energieleistung! Trotz mehrerer Ausfälle aufgrund der noch immer anhaltenden Grippewelle im Team gewannen die Iserlohn Roosters gegen den amtierenden Deutschen Meister Eisbären Berlin mit 4:3.

Das Spiel selbst war eine kleine Achterbahnfahrt. Nach einer 2:0 Führung der Roosters zogen die Berliner im zweiten Drittel die Zügel an und gingen mit einer 3:2 Führung in die zweite Pause. Zwei Treffer von Ugbekile drehten aber das Blatt im Schlussdrittel noch einmal zu Gunsten der Roosters.

Umstellungen bei beiden Teams

Iserlohns Headcoach Stefan Nyman nahm aufgrund von Krankheiten einige Umstellungen vor. Im Tor stand Andreas Jenike für den Held von Augsburg Hendrik Hane. Erkamps fiel aus dem Abwehr-Lineup. Im Angriff rückte Salsten für Eisenmenger zwischen Boland und Thomas. Eric Cornel war ebenso genesen wieder dabei wie Noel Saffran und Manuel Alberg. Somit fehlten Jentzsch, Eisenmenger, Erkamps, Jobke und Napravnik.
Bei den Eisbären nahm Headcoach Aubin leichte Veränderungen in der Abwehr vor. Im Angriff feierte Top-Stürmer Ronning sein Comeback, was unter anderem ebenfalls zu diversen Umstellungen führte. Lean Bergmann bestritt bei seinem Heimatklub sein 250. DEL-Match.

Roosters legen zwei Treffer vor

Der amtierende Meister aus der Hauptstadt startete konzentriert ins Spiel und war zunächst auch spielbestimmender. Die klarste Torchance in der Anfangsphase gehörte aber Iserlohns Törnqvist (4.), der an Stettmer im Berliner Tor scheiterte. Sehenswert der Iserlohner Führungstreffer (10.) durch Neumann, der am Ende einer Kombination zum 1:0 abschloss. Törnqvist verpasste noch in derselben Minute mit einem Konter den zweiten Iserlohner Treffer. Tiffels (16.) und Müller, der mit einem Break (17.) an Iserlohns Schlussmann Jenike scheiterte, vergaben gute Berliner Chancen. Treffsicherer erneut die Gastgeber: Törnqvist passte nach Bullygewinn quer und Camara verwertete vor Stettmer zum 2:0. Die erste Strafe gegen Iserlohns Wood konnten die Berliner nicht nutzen. Noebels vergab eine von mehreren guten Schussmöglichkeiten.

Eisbären drehen das Spiel, Doppelpack von Kirk

Daniel Neumann und Jonas Stettmer – © by Sportfoto-Sale (Jan Brüggemann)

51 Sekunden nach Wiederbeginn kassierten die Roosters die nächste Strafe gegen Norell. Das Berliner Überzahlspiel blieb trotz guter Schüsse von Veilleux und Noebels erfolglos. Borzecki (24.) scheiterte nach Pass von Fischbuch für Iserlohn an Stettmer. Ex-Rooster Bergmann nahm die erste Berliner Strafe (25.), aber mehr als Fischbuchs Chance sprang für die Gastgeber nicht heraus. Niehus (27.) und Neumann (28.) scheiterten erneut an Stettmer. Woods Scheibenverlust an der blauen Linie der Berliner nutzte Kirk für die Eisbären eiskalt zum 2:1 Anschlusstreffer aus. Nur 95 Sekunden später glich Byron mit einem platzierten Schuss (30.) zum 2:2 aus. Berlin behielt bis zur zweiten Pause die Regie im Spiel, hatte mehrere gute Möglichkeiten, schaffte die erstmalige Führung auch in der 39. Minute durch Kirks zweiten Treffer. Der Brite drehte bestenfalls unter Begleitschutz eine „Ehrenrunde“ durch das Iserlohner Drittel und netzte mit dem nie aus der Mode kommenden Bauerntrick ein. 3.2 für die Eisbären und Pause!

Ugbekile sorgt für die Entscheidung
Frederik Tiffels – © by Sportfoto-Sale (Jan Brüggemann)

Der Meister blieb im letzten Drittel am Seilersee das aktivere Team. Die Roosters bissen sich immer wieder in Zweikämpfen fest, hatten aber auch durch Borzecki (46.) eine gute Möglichkeit. Berlin übte eine Menge Druck auf die Roosters aus und Jenike musste immer wieder Schüsse entschärfen. Comebacker Ronning (50.) und Müller (51.) verpassten den vierten Eisbären-Treffer. Dann schlugen die Roosters aber doch zurück. Ugbekiles Schuss fand den Weg von der blauen Linie abgefeuert zum 3:3 ins Tor. Auch dem Videobeweis hielt der Treffer Stand, da Cornel im Zweikampf mit seinem Gegenspieler vor Stettmer nicht nur dem Goalie die Sicht nahm. Stettmer verlor bei dieser Aktion auch seinen Schläger, was aber wohl auch vom Knie des Berliner Mitspielers Niemeläinen ausging. Insgesamt fand die Aktion, wenn auch sehr knapp, vor dem Torraum statt. Es entwickelte sich gerade ein offener Schlagabtausch, als Eisbär Müller mit dem Check gegen Boland eine überflüssige Strafe kassierte. Das Powerplay ergab aber nicht eine einzige nennenswerte Chance für Iserlohn. Camara (57.) verfehlte von Fischbuch angespielt das freie Toreck, weil Ronning noch irgendwie seinen Schläger dazwischen bekam. Treffsicherer war dann erneut Ugbekile, der 1:23 Minuten vor dem Ende nach Bullygewinn mit einem Onetimer zum 4:3 traf. Es folgte der branchenübliche Reflex der Berliner. Stettmer verließ 53 Sekunden vor dem Ende seinen Kasten für den sechsten Feldspieler und die Auszeit folgte zwanzig Sekunden vor dem Ende. Half aber alles nichts mehr: Drei Punkte blieben glücklich aber auch keineswegs unverdient am Seilersee.

So geht es weiter / Tabelle

Für die Eisbären geht es nach dem Spiel in Iserlohn mit zwei Bussen (incl. Schlafmöglichkeiten) direkt weiter nach Dresden, wo am Freitag der Family-Skate im Rudolf-Harbig-Stadion ansteht. Am Samstag folgt dann das Wintergame in der Elbmetropole gegen die Eislöwen. Die Iserlohn Roosters sind am Sonntag beim EHC Red Bull München herausgefordert. Danach endet die stressige Phase mit extrem vielen Spielen um Weihnachten/Neujahr. Seit dem 19. Dezember haben die Sauerländer elf Partien bestritten. Der nächste Spieltag steht dann regulär erst wieder am Freitag in einer Woche auf dem Programm.
In der Tabelle bleiben die Eisbären auf Platz sieben. Iserlohn hat nun als Zwölfter schon 19 Punkte auf Schlusslicht Dresden. Zum zehnten Platz beträgt der Rückstand sieben Punkte. Stand heute ist der vorzeitige Klassenerhalt und damit auch eine frühzeitige Planungssicherheit für den zukünftigen Kader wieder ein gutes Stück näher gerückt.

Statistik

Tore: 1:0 (09:28) Neumann (Camara/Niehus), 2:0 (16:26) Camara (Törnqvist), 2:1 (27:52) Kirk, 2:2 (29:27) Byron (Tiffels), 2:3 (38:04) Kirk (Ronning), 3:3 (50:58) Ugbekile (Fischbuch/Wood), 4:3 (58:37) Ugbekile (Wood/Boland),
Strafen: 4 – 4
Schüsse aufs Tor: 18 – 39
Schüsse insgesamt: 32 – 70
Schiedsrichter: Kozari, MacFarlane (Kontny, Jürgens)
Zuschauer: 4.592
Iserlohn: Jenike – Ugbekile, Norell; Niehus Wood; Lassen, Huß; Radionovs – Boland, Salsten, Thomas; Camara, Neumann, Törnqvist; Borzecki, Cornel, Fischbuch; Saffran, Geiger, Alberg
Eisbären Berlin: Stettmer – Müller, Reinke; Niemeläinen, Smith; Geibel, Mik; Leden – Tiffels, Kirk, Pföderl; Noebels, Byron, Ronning; Bergmann, Dea, Lancaster; Hördler, Eder, Veilleux

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