NRW-Derby am Sonntag: Kölner Haie wollen gegen Iserlohn den neuen Klubrekord schaffen

Zuletzt in Topform: Julian Napravnik – © Sportfoto-Sale (Jan Brüggemann)

Iserlohn. (MK) Wer soll diese Kölner Haie im Moment stoppen?

Die Haie haben ihren Siegrekord am Freitag in Bremerhaven eingestellt und bejubeln den mittlerweile 13. DEL-Sieg in Folge. Das gelang den Domstädtern zuvor nur in den Saison 1995/96 und 2005/06. Mit 92 Punkten ist Köln unangefochtener Spitzenreiter, hat nunmehr zwölf Zähler Vorsprung auf Rang zwei. Obwohl seit Wochen bekannt ist, dass Headcoach Kari Jalonen die Rheinländer nach der Saison verlassen wird, gibt es keinen Bruch oder Verschleißerscheinungen im Team. Aktuell greift ein Rädchen so gut ins andere, wie man es schon lange nicht mehr erlebt hat.

Kammerer: „Das soll nicht der letzte Sieg sein“

Stürmer Maxi Kammerer, Torschütze zum 3:1 für die Haie an der Nordsee erklärte nach dem Sieg: „Das ist natürlich eine schöne Nummer. Es macht extrem viel Spaß, dass wir immer einen Weg finden die Spiele zu gewinnen. Das zeigt die Konstanz, die wir gerade haben. Wir gehen in jedes Spiel rein, bringen die Leistung, haben vielleicht ab und zu das Quäntchen Glück – das erarbeitet man sich irgendwann auch. Deswegen sind wir sehr stolz darauf. Aber das soll nicht der letzte Sieg sein.“

Und das nächste „Haie-Opfer“ sollen die Iserlohn Roosters am Sonntag (ab 16:30 Uhr) werden. Mit einem Sieg wollen die Haie dann den neuen Klubrekord aufstellen. Und die Voraussetzungen scheinen gar nicht so schlecht. In den bisher drei Saisonvergleichen verließen die Kölner jedes Mal das Eis als Sieger. Das Hinspiel in der LanxessArena wurde mit 3:1 gewonnen und auch die beiden Auswärtsspiele gingen mit 1:3 und 4:7 an das Jalonen-Team. Die Favoritenrolle ist also glasklar verteilt.

Beachtliche Entwicklung der Roosters in den letzten Wochen

Und dennoch ist aus Kölner Sicht Vorsicht geboten, denn die Iserlohn Roosters haben in den letzten knapp acht Wochen eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt. Nach einem passablen Saisonstart stiegen die Sauerländer ab dem vierten Spieltag rasant in den Tabellenkeller hinab. Es drohte ein Zweikampf um den Klassenerhalt in den Niederungen der Tabelle gegen Aufsteiger Dresden. Kaum geschossene Tore und dadurch knapp verlorene Spiele in Reihe prägten das Bild der Roosters in den Monaten Oktober und November. Personell justierte man im Saisonverlauf mit Abwehrkante Wood, dem vielseitigen Niehus, Stürmer Camara und DEL-Rückkehrer Eisenmenger nach. Das direkte Duell am 26. November beim damaligen Schlusslicht in Dresden wurde mit 1:6 überraschend klar gewonnen. Ein Schlüsselerlebnis und zugleich ein deutlicher Sieg, der einen Aufschwung einleitete. Rein tabellarisch haben sich die Roosters kaum bewegt. Von Platz dreizehn ist man gerade mal eine Platz geklettert. Nach Punkten haben die Waldstädter aber nun schon zwanzig Punkte Vorsprung auf Dresden und ein Polster von acht Zählern auf Frankfurt. Der Rückstand auf Playoff-Platz zehn zu den Schwenninger Wild Wings ist mittlerweile auf acht Punkte geschrumpft. Kein Wunder, dass man im Sauerland unter den Anhängern ein klein wenig begonnen hat zu träumen. Ob man bei allerdings nur noch zwölf ausstehenden Spielen tatsächlich noch ein ernstes Wörtchen bei der Vergabe der Playoff-Plätze mitreden kann? Zweifel sind durchaus angebracht. Die Sehnsucht nach einer Saison ohne Zittern bis zum Schluss ist aber schon jetzt befriedigt.

Schaut man mal auf den Tabellenausschnitt der letzten 19 Spiele, also ab dem besagten Dresden-Match, dann stehen die Iserlohner mit 32 Punkten auf Platz fünf. Unangefochtener Spitzenreiter sind aber auch hier die Haie mit 15 Siegen aus 19 Spielen.

Nyman will Köln ärgern

Wie wollen die Roosters nun die Herkulesaufgabe in Köln-Deutz angehen? Roosters-Trainer Stefan Nyman erklärte nach dem Sieg gegen Wolfsburg: „Köln ist eine starke Mannschaft, vielleicht sogar im Moment die beste Mannschaft in Deutschland. Aber wir sind heute auch auf eine starke Mannschaft getroffen und wollen die positiven Dinge mitnehmen. An unserer Herangehensweise wird sich auch dieses Mal nicht viel ändern. Wir freuen uns sogar sehr auf diese Herausforderung und hoffen Köln etwas ärgern zu können.“

Am Freitag fehlten bei den Haien die Münzenbergers, Ancicka, Fischer, Uher und Schnarr. Bei den Roosters ist der verletzte Jentzsch zwar auf dem Wege der Genesung, dürfte aber in Köln noch kein Thema sein.

Das erste Bully ist in der Kölner LanxessArena am Sonntag um 16:30 Uhr. Der Iserlohner Anhang wird mit rund 1000 Schlachtenbummlern in einer randvollen LanxessArena zahlreich erwartet.

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