
Gummersbach. (PM VfL) Am Samstagabend hat der VfL Gummersbach seinen 19. Saisonsieg in der laufenden Bundesligasaison unter Dach und Fach gebracht.
Gegen die HSG Wetzlar gewann die Mannschaft von Chefcoach Gudjon Valur Sigurdsson am 28. Spieltag vor ausverkauftem Haus in der SCHWALBE arena mit 32:24 (17:8). Vor 4.132 Zuschauern präsentierten sich die Gastgeber auch ohne ihren Kapitän Julian Köster, der an einem Meniskusriss laboriert und am kommenden Montag operiert wird, von Beginn an konzentriert und zogen ihr Spiel konsequent durch. Dank einer eindrucksvollen Siegesserie von nunmehr zehn Bundesligaspielen in Folge – eine solche Erfolgsserie gelang einer VfL-Mannschaft zuletzt in der Saison 1977/78 – stehen die Oberbergischen mit einer Bilanz von 41:13 Punkten auf dem vierten Tabellenrang.
Der VfL begann ohne Köster im Rückraum mit Ludvig Hallbäck, Kay Smits und Miro Schluroff, der in der ersten Minute gleich das 1:0 erzielte, ehe Smits eine Minute später zum 2:0 nachlegte. Die Gastgeber legten eine konzentrierte Leistung an den Tag und erspielten sich in der siebten Minute durch einen Treffer von Ellidi Vidarsson eine Drei-Tore-Führung. Auch in den folgenden Minuten bauten die Gummersbacher ihre Führung weiter aus. Mit einem starken Alleingang schraubte Schluroff den Spielstand in der 13. Minute auf 8:4, ehe eine Parade von Dominik Kuzmanović das 9:5 durch Hallbäck einleitete (14. Minute) und die erste Auszeit der Gäste nach sich zog.
Etwas zäher gestaltete sich der zweite Abschnitt der ersten Halbzeit. Während die Wetzlarer ihre Gegenwehr erhöhten, unterliefen den Hausherren vermehrt Ungenauigkeiten im Torabschluss, sodass der Vorsprung der Oberbergischen bis zum 11:6 in der 19. Minute konstant bei fünf Toren blieb. In den folgenden Minuten nahmen die Blau-Weißen noch einmal Fahrt auf und sorgten mit einem 5:1-Lauf für klare Verhältnisse (15:7, 26. Minute). Ein Doppelpack von Hallbäck und Lukas Blohme kurz vor der Pause führte zu einem 17:8-Halbzeitstand.
Nach dem Seitenwechsel wurde der Abstand zwischen beiden Teams erstmals zweistellig, als Vidarsson zum 18:8 einnetzte (32. Minute). Die Oberbergischen hatten die Partie nun komplett im Griff und gaben sich keine Blöße mehr. So konnte Sigurdsson personell durchwechseln und Spielanteile breiter verteilen. Zwei Tore hintereinander von Tilen Kodrin und Smits zum 22:11 in der 39. Minute unterstrichen die Dominanz der Heimmannschaft.
Die Schlussviertelstunde läutete Blohme mit seinem Treffer zum 24:14 ein. Die Blau-Weißen nahmen nun ein wenig Tempo aus der Begegnung, büßten jedoch nicht an ihrem konsequenten Abwehr- sowie effizienten Angriffsspiel ein. Der stark aufspielende Hallbäck steuerte in der 48. Minute zum 26:27 bereits seinen achten Treffer bei und auch Kentin
Mahé trug sich in die Torschützenliste ein (28:19, 51. Minute). Schlussendlich brachten die Gastgeber unter den stehenden Ovationen ihrer Fans einen komfortablen 32:24-Heimsieg sicher über die Bühne.
Anlässlich des Nachholspiels des 21. Spieltags ist der VfL Gummersbach am kommenden Donnerstag, den 16. April, um 19 Uhr das nächste Mal in der DAIKIN HBL gefordert. Auswärts trifft das Sigurdsson-Team dann auf den SC DHfK Leipzig.
Trainerstimmen:
Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach): Ich bin nicht nur glücklich und froh darüber, dass wir das Spiel gewonnen haben, sondern auch darüber, wie wir gewonnen haben. In der ersten Halbzeit war die Abwehr überragend. Bei allem, was noch durchgekommen ist, war Dominik zur Stelle. Egal, wer wo wann und wie gedeckt hat, hat es gut gelöst. Wir hatten großen Respekt vor Wetzlar, aber wir wissen auch, dass sie gegen den Abstieg kämpfen. Wenn sie riechen, dass etwas geht, kann das unangenehm werden. Wenn sie aber in Schwierigkeiten geraten, wird der Druck groß. Deswegen bin ich froh, wie wir es gemacht haben, auch nach einer ereignisreichen Woche mit vielen Kranken und Verletzten. Jetzt nehmen wir uns einen Tag Zeit und dann konzentrieren wir uns auf Leipzig.
Rúnar Sigtryggsson (HSG Wetzlar): Glückwunsch an den VfL. Wir haben uns natürlich etwas anderes vorgestellt. Das Spiel war schon nach der ersten Halbzeit entschieden. Wir wussten, dass Gummersbach einen Lauf hat und die meisten ihrer letzten Spiele schon in den ersten 15 Minuten entschieden hat. Das wollten wir verhindern, aber das ist uns überhaupt nicht gelungen. Gummersbach hat es souverän gemacht. Bei uns gibt es Verbesserungsbedarf. Natürlich ist das kein Spiel, bei dem wir punkten müssen, aber als nächstes wartet der BHC und das ist ein Spiel, das wir gewinnen müssen
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