
Hagen. (PM Phoenix) In der Hallo oder direkt nebenan auf dem Ascheplatz beim Public Viewing, mit Abpfiff gab es kein Halten mehr.
Nach der knappen 82:86-Niederlage im ersten Finalspiel bewies Phoenix im zweiten Kräftemessen gegen die Ritter aus Kirchheim dem längeren Atem und sicherten sich in de Addition mit sieben Zählern Vorsprung den Gewinn der ProA-Meisterschaft.
Dabei mussten die „Feuervögel“ den gewohnt starken und bis zum Schlusspfiff alles aufs Feld werfenden Gästen einmal mehr alles entgegensetzen, was die müden Beine am Ende einer langen, langen Saison noch hergaben. Angeführt von einmal abermals klug Regie führenden Bjarne Kraushaar (5 Punkte, 9 Assists) sowie den aus der Distanz starken Marcus Graves (16) und Tim Uhlemann (15) riss Hagen nach dem Seitenwechsel das Heft an sich und brachte einen schmalen Vorsprung letztlich souverän über die Ziellinie.
Das Spiel im Stenogramm
15:14, 5. | Von müden Beinen keine Spur: Beide Mannschaften gehen ein hohes Tempo und lassen es Dreier regnen.
33:30, 13. | Der Fuß bleibt auf dem Gaspedal: Jeffrey Carroll erzwingt mit seinem Treffer von außen die erste Auszeit der Begegnung.
36:38, 18. | Feuer frei: Phil Russell netzt aus der Distanz ein und ist damit der erste Spieler mit zweistelliger Ausbeute.
46:46, 22. | Die Ischelandhalle kommt auf Betriebstemperatur: Marcus Graves findet den in der Ecke stehenden Tim Uhlemann, der von jenseits des Perimeters für den Ausgleich sorgt.
58:51, 26. | Keine Bühne zu groß: Devin Schmidt bringt das Momentum mit zwei schnellen Dreiern endgültig auf Hagener Seite.
71:63, 33. | Der Ball ist gleich mehrfach fast verloren, doch er bleibt in Phoenix-Reihen und landet schließlich bei Uhlemann, der die bis dahin höchste Führung des Abends bestellt.
83:77, 37. | Die letzte Crunchtime der Saison … und Tylan Pope läutet sich von „Downtown“ ein – Auszeit Phoenix.
93:80, 40. | Wenige Sekunden vor Ende darf endlich daran geglaubt werden: Phoenix ist sowohl aufgestiegen als auch ProA-Meister.
Gut zu wissen…
Hoher Besuch I: Sven Schultze gastierte beim letzten Saisonspiel in der Ischelandhalle.
Hoher Besuch II: David N’Guessan, niederländischer Nationalspieler und jüngerer Bruder von Phoenix-Center Lucas N’Guessan, ließ sich die Meistersause ebenfalls nicht entgehen.
Hoher Besuch III: Neben Liga-Chef Christian Krings wohnte Hagens Oberbürgermeister Dennis Rehbein der abschließenden Ehrung beider Mannschaften bei.
Mit 3.145 Zuschauern war die Arena zum 10. Mal ausverkauft.
Als Duo kamen Marcus Graves (6) und Bjarne Kraushaar (9) auf beinahe genauso viele Assists wie Kirchheim als gesamte Mannschaft (19).
Spannende Kiste: Die Statistiker verzeichneten 16 Führungswechsel und sechs Unentschieden.
Phoenix Hagen – Bozic Estriche Knights Kirchheim 93 : 82
(26 : 25 | 15 : 21 | 22 : 13 | 30 : 23)
Statistik
Phoenix Hagen
Graves (16/2 Dreier, 6 Assists), Nawrocki (3/1), Kraushaar (5/1, 9 Assists), Schmidt (14/4), Bleck (9/1), Omuvwie (3/1), von Waaden (0), N’Guessan (12), Uhlemann (14/4), Carroll (15/3), Schultze (dnp), Rissetto (2)
Bozic Estriche Knights Kirchheim
Russell (31/4), Schwanenberg (0), Harris (5/1), Aydinoglu (6/2), Mayer (12/2), Pope (13/2, 7 Rebounds), Zerner (0), Morgan (8/1), Spinoso (4), Failenschmid (0), Jung (1), Bretzel (2)
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