
Iserlohn. (PM Stadt Is.) Iserlohns Bevölkerung schätzt die Veranstaltungen und Events sowie den allgemeinen Zustand von Wegen im Innenstadtbereich als positiv ein.
Bei den Themen Sauberkeit, Sicherheit und touristische Attraktivität hingegen gibt es noch einige Luft nach oben: So die Ergebnisse der „Innenstadtbefragung“, die die Abteilung Stadtentwicklung und Grundstücke und die Statistikstelle der Stadt Iserlohn im August letzten Jahres durchgeführt hat. Hauptthemen der Erhebung waren: die Mobilität innerhalb der City und zur Innenstadt hin (z.B. Nutzung welcher Verkehrsmittel und wie oft, Zufriedenheit mit den Verkehrsbedingungen vor Ort) sowie die Wahrnehmung der Innenstadtumgebung und die Tätigkeiten, denen die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt nachgehen. Nun liegt die entsprechende Auswertung vor. Der vollständige Bericht ist im Internet unter www.iserlohn.de/wirtschaft-leben/stadtentwicklung/statistik/berichte/berichte-zu-spezialthemen einzusehen.
Die repräsentative Umfrage wurde im Rahmen des geförderten Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ durchgeführt, um die Herausforderungen der Iserlohner Innenstadt zu erfassen und anhand der Ergebnisse Verbesserungsmaßnahmen zu identifizieren. 7.000 Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren wurden dafür zufällig ausgewählt und angeschrieben. 1.881 Personen beantworteten die vier Seiten umfassende Umfrage mit insgesamt acht Fragekomplexen, was einer Rücklaufquote von 27 Prozent entspricht. „Wir freuen uns über die hohe Anzahl an Teilnehmenden und konnten damit locker die magische Grenze von 1000 Beantwortungen knacken“, sagt Oliver Hohenschue, Leiter der städtischen Statistikstelle. Und Sebastian Matz, Leiter der Abteilung Stadtentwicklung und Grundstücke, ergänzt: „Das zeigt uns, dass die Menschen an dem Thema interessiert sind, es für sie relevant ist und sie auch ein Mitteilungsbedürfnis haben.“ Die Befragung lief vom 22. August 2025 bis zum 21. September 2025 und die Daten wurden sowohl per Papierfragebogen als auch online (mit einer Übersetzung in die russische, türkische und englische Sprache) erfasst.
Zu den Ergebnissen: Die Mehrheit der Befragten nutzt meist das Auto (73 Prozent) oder geht zu Fuß (29 Prozent) in die Innenstadt. Eine Minderheit nutzt hauptsächlich öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad/E-Bike, Motorrad/Roller und Scooter. Scooter und Motorräder werden von über 90 Prozent niemals genutzt. Ältere Befragte greifen im Schnitt häufiger auf das Auto zurück und Jüngere gehen mehr zu Fuß.
Die meisten der befragten Personen schätzen die Fußgängerfreundlichkeit (82 Prozent) und die Erreichbarkeit mit Bus und Bahn (78 Prozent) als positiv ein. Die Parkmöglichkeiten (46 Prozent) und die Fahrradfreundlichkeit (26 Prozent) hingegen wurden als deutlich schlechter bewertet. Von den Personen, die außerhalb der Innenstadt wohnen, geben 19 Prozent an, täglich oder mehrmals in der Woche die Innenstadt zu besuchen, 36 Prozent mehrmals im Monat, 46 Prozent mehrmals im Jahr oder seltener.
Veranstaltungen und der Zustand der Wege werden überwiegend als positiv bewertet. Sauberkeit (34 Prozent), Sicherheit (30 Prozent) und touristische Attraktivität (21 Prozent) dagegen werden als eher negativ eingeschätzt. Personen, die in der Innenstadt wohnen oder sich dort täglich bewegen, bewerteten die Wege und die Sauberkeit übrigens im Schnitt schlechter. Die Wahrnehmung der Umgebung ist insgesamt eher negativ, mit deutlichen Schwankungen nach Altersgruppen. Rund die Hälfte der befragten Personen sieht dementsprechend mehr Sicherheit (55 Prozent), Sauberkeit (50 Prozent) und mehr Begrünung (48 Prozent) als dringend notwendige Maßnahmen zur Verbesserung der Innenstadt. Ältere Befragte wünschen sich zudem mehr Sitz- und Verweilmöglichkeiten. Jüngere Personen würden sich wiederum über mehr Veranstaltungen/Events und eine bessere Familienfreundlichkeit (gemeint sind Spielplätze, etc.) freuen.
„Mit den Ergebnissen können wir gut arbeiten und werden diese in die verschiedenen Arbeitskreise abteilungs- und bereichsübergreifend einfließen lassen“, so Sebastian Matz. „Die weitere Attraktivitätssteigerung der Innenstadt ist kein Projekt, das in der Schublade verschwindet. Wir halten weiterhin Augen und Ohren offen, um Fördermöglichkeiten zu erschließen und Ideen umzusetzen.“ Im Rahmen des seit Oktober 2025 ausgelaufenen Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ wurde in Iserlohn beispielsweise die innovative Stuhlverleihbox „Parkbank to go“ umgesetzt, das grüne Verschattungselement der „Kühle Fleck“ vor dem Stadtbahnhof installiert sowie rund 80 große Blumenkübel zur Verschönerung des Stadtbildes aufgestellt.
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