
Vorstellung von DFB-Bundestrainer Juergen Klopp,
/ Vertragsunterschrift mit Juergen Klopp (DFB-Bundestrainer), Hans-Joachim Watzke (1. DFB-Vizepraesident), Bernd Neuendorf (DFB-Praesident), Rudi Voeller (DFB-Sportdirektor), – © Thomas Boecker/DFB
Frankfurt. (PM DFB) Jürgen Klopp wird neuer Bundestrainer der A-Nationalmannschaft der Männer.
Der 59-Jährige unterschrieb heute am DFB-Campus in Frankfurt am Main einen Vierjahresvertrag und wird die Nationalmannschaft damit zur UEFA EURO 2028 und zur FIFA WM 2030 führen. Zuvor waren Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH & Co. KG dem Vorschlag von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und dem 1. DFB-Vizepräsidenten Hans-Joachim Watzke einstimmig gefolgt.
Am 15. August 2026 wird Jürgen Klopp die Nachfolge von Julian Nagelsmann antreten, der am 3. Juli nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay vom Amt des Bundestrainers zurückgetreten war.
Als Co-Trainer folgen Klopp Peter Krawietz, Pepijn Lijnders und Sven Bender zum Deutschen Fußball-Bund. Krawietz und Lijnders sind langjährige Weggefährten Klopps und gewannen mit ihm beim FC Liverpool unter anderem 2019 die UEFA Champions League und 2020 den englischen Meistertitel. Der 43-jährige Niederländer Lijnders stand zuletzt als Co-Trainer von Pep Guardiola bei Manchester City unter Vertrag. Der 54-jährige Krawietz, der mit Klopp auch schon bei dessen Stationen in Mainz und Dortmund zusammenarbeitete, kommt ebenfalls von Red Bull zum DFB. Sven Bender (37) kehrt nach seinen Stationen als Co-Trainer in Dortmund und als Chef-Trainer in Unterhaching zurück. Der siebenmalige A-Nationalspieler war von 2022 bis 2024 bereits als Co-Trainer der U 16- und U 17-Nationalmannschaft beim DFB tätig.
Jürgen Klopp sagt: „Die Nationalmannschaft kann uns Deutsche verbinden wie kaum etwas anderes. Genau das macht diese Aufgabe für mich so besonders. Ich bin dankbar für alles, was ich in den letzten eineinhalb Jahren bei Red Bull erleben und lernen durfte, und für die Offenheit, die diese Einigung erst möglich gemacht hat. Jetzt freue ich mich auf diese besondere Aufgabe im deutschen Fußball, die wir gemeinsam mit Demut und Geduld angehen werden: eine Mannschaft zu entwickeln, die füreinander kämpft, die Freude am Fußball hat und hinter der sich die Menschen in unserem Land mit voller Überzeugung versammeln können.“
DFB-Präsident Bernd Neuendorf erklärt: „Jürgen Klopp steht wie nur wenige andere für Leidenschaft, Glaubwürdigkeit und die Fähigkeit, Menschen mitzunehmen. Er war nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann unsere uneingeschränkte Wunschlösung für das Amt des Bundestrainers. Deshalb haben wir uns konsequent um ihn bemüht. Ich bedanke mich bei allen, die den Weg für diese Zusammenarbeit geebnet haben, insbesondere bei Oliver Mintzlaff für die konstruktiven Gespräche und seine kooperative Haltung sowie bei Aki Watzke für die großartige Unterstützung.“
Hans-Joachim Watzke, 1. DFB-Vizepräsident, sagt: „Jürgen ist für mich einer der besten Trainer der Welt. Er macht seine Spieler besser. Außerdem ist er ein Mann, der die Menschen begeistert, führt und zusammenbringt. Genau das braucht die Nationalmannschaft.“
DFB-Sportdirektor Rudi Völler sagt: „Jürgen Klopp hat über viele Jahre auf höchstem Niveau bewiesen, dass er junge Spieler weiterentwickelt und seine Mannschaften unter Druck Leistung bringen. Dazu ist er ein großartiger Motivator, der unsere Fans und den deutschen Fußball mitnehmen wird. Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit.“
Ende September und Anfang Oktober stehen für Jürgen Klopp und die Nationalmannschaft erstmals vier Länderspiele in einer Abstellungsperiode an. Nach dem Auftakt gegen die Niederlande am 24. September (ab 20.45 Uhr, live bei RTL) in Amsterdam trifft Deutschland drei Tage später im ersten Heim-Länderspiel von Klopp in Augsburg auf Griechenland (27. September, ab 20.45 Uhr, live in der ARD). Es folgen das Duell gegen Serbien in München am 1. Oktober (ab 20.45 Uhr, live im ZDF) und die Partie gegen Griechenland in Thessaloniki am 4. Oktober (ab 20.45 Uhr, live bei RTL).
Per Mertesacker wird neuer Geschäftsführer Sport
Per Mertesacker wird ab dem 1. Januar 2027 neuer Geschäftsführer Sport der DFB GmbH & Co. KG und tritt damit die Nachfolge von Andreas Rettig an, dessen Vertrag zum Ende des Jahres 2026 ausläuft. Mertesacker verantwortet künftig die Bereiche Nationalmannschaften und Akademie. Das haben Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung am heutigen Freitag einstimmig beschlossen.
Der Weltmeister von 2014 genießt im deutschen wie internationalen Fußball hohe Anerkennung. Nach dem Ende seiner Spielerkarriere übernahm Mertesacker 2018 die Leitung der Arsenal Academy, in der er in acht Jahren bis zu diesem Sommer umfassende Erfahrung in der Talentförderung und Nachwuchsentwicklung sammelte. Als Spieler war der heute 41-Jährige 2011 zum Premier-League-Klub gekommen, mit dem er dreimal den FA Cup gewann. Zuvor war er in Deutschland für Hannover 96 und Werder Bremen aufgelaufen. 2009 wurde er mit Bremen DFB-Pokalsieger.
Für die deutsche Nationalmannschaft spielte der Innenverteidiger 104-mal und gewann 2014 in Brasilien den bislang letzten deutschen WM-Titel. Außerdem erreichte er mit der DFB-Elf 2006 und 2010 das WM-Halbfinale und war Finalist bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz.
Die Geschäftsführung der DFB GmbH und Co. KG wird sich damit ab dem 1. Januar 2027 neben Per Mertesacker aus Manuel Hartmann, zuständig für die Wettbewerbe und Ligen des DFB, Stephan Grunwald, der als CFO/COO den Bereich IT & Digitales verantwortet, und Dr. Holger Blask, Vorsitzender der Geschäftsführung und verantwortlich für Marketing, Vertrieb und Events, zusammensetzen.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt: „Per Mertesacker gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten des deutschen Fußballs. Als Spieler hat er die Nationalmannschaft über ein Jahrzehnt erfolgreich geprägt, anschließend eine der renommiertesten Nachwuchsakademien Europas geleitet. Seine fachliche Kompetenz, seine klare Haltung und seine Führungsqualitäten machen ihn zu einer hervorragenden Besetzung für die Position des Geschäftsführers Sport. Ich freue mich sehr, dass wir ihn als Nachfolger von Andreas Rettig für die sportliche Weiterentwicklung des DFB gewinnen konnten.“
Per Mertesacker sagt: „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und die Verantwortung, die damit verbunden ist. Der Kontakt zum DFB ist auch nach dem Ende meiner Nationalmannschaftskarriere nie abgerissen. Deshalb ist es für mich etwas Besonderes, nun in dieser Rolle zurückzukehren. Der deutsche Fußball verfügt über enormes Potenzial. Mit Demut, dem Willen, hart zu arbeiten, und der nötigen Geduld wollen wir die Talente und Persönlichkeiten fördern, die den Unterschied ausmachen. Gemeinsam wollen wir Rahmenbedingungen schaffen, in denen Spielerinnen und Spieler Verantwortung übernehmen, an Herausforderungen wachsen und ihr volles Leistungsvermögen entfalten können – von der Basis bis in die Nationalmannschaften. Es ist mir eine Ehre, den DFB auf diesem Weg mitgestalten und weiterentwickeln zu dürfen.“
Alexander Wehrle, Aufsichtsratsvorsitzender der DFB GmbH & Co. KG, sagt: „Mit Per Mertesacker haben wir eine Persönlichkeit gewonnen, die den deutschen Fußball seit vielen Jahren auf höchstem Niveau mitgestaltet. Gerade sein ausgeprägtes Verständnis für die Anforderungen des Spitzen- und des Nachwuchsfußballs wird für den DFB enorm wertvoll sein, um gemeinsam mit den Vereinen und unseren Partnern nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass Per Mertesacker wichtige Impulse setzen wird und freut sich auf die Zusammenarbeit.“
Andreas Rettig, DFB-Geschäftsführer Sport, sagt: „Per Mertesacker ist eine integre Persönlichkeit und kennt den internationalen Fußball aus der Perspektive des Nationalspielers, des Weltmeisters und des Nachwuchsentwicklers. Genau diese Vielseitigkeit macht ihn für den DFB so wertvoll. Mit seiner Expertise wird er die Verzahnung von Nationalmannschaften, Talentförderung und sportlicher Entwicklung im DFB weiter stärken und zukunftsorientiert ausrichten.“
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