Drückend überlegen in Halbzeit zwei, aber der VfL Bochum vergeigt den Liga-Auftakt gegen Hertha BSC

VfL-Choreo vor dem Spiel – © Sportfoto-Sale (MK)

Bochum. (MK) Der VfL Bochum hat sein Auftakt-Heimspiel gegen Hertha BSC mit 0:1 verloren.

Die Gäste aus Berlin hatten in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. In Halbzeit zwei war der VfL drückend überlegen, schaffte es aber nicht den Ball ins Tor zu befördern.

In der aufgeheizten Atmosphäre war die Anfangsphase vor allem von Zweikämpfen geprägt. Die ersten gefährlichen Ecken des VfL (15./16.) fanden keinen Abnehmer im Strafraum. Zuvor hatte Schiedsrichter Haslberger angekündigt, dass ein Fanbanner im Hertha-Fanblock einen Fluchtweg versperrt und er bei Nicht-Entfernen das Spiel unterbrechen wird, bis der Fluchtweg frei ist. Es tat sich aber – wie fast zu erwarten – zunächst nichts im Block. Nach zwanzig Minuten ließ Haslberger Taten folgen und unterbrach das Spiel. Erinnerungen an den Januar 2024 wurden wach, als das Spiel gegen Stuttgart für rund vierzig Minuten aus demselben Grund unterbrochen werden musste. Die Uneinsichtigkeit auf Kosten der eigenen Sicherheit scheint nicht geringer geworden zu sein. Nach wenigen Minuten Unterbrechung konnte das Spiel aber dann doch fortgesetzt werden. Beide Trainer nutzen die Pause, um ihre Teams auf das „zweite Drittel“ einzuschwören.

Nach mehrminütiger Unterbrechung wurde das Banner vom Fluchtweg endlich entfernt – © Sportfoto-Sale (MK)

Zurück zum Spiel: Miyoshi (27.) brachte aus der halbrechten Position den Ball nicht an Hertha-Keeper Gersbeck vorbei. Hofmanns Kopfball (30.) nach Flanke von Taz zwang Gersbeck dann zu einer starken Parade. Auf der anderen Seite verzog Gouram (32.) über den Kasten von Horn. Hertha wurde immer ballsicherer und lauerte mit schnellem Umschaltspiel auf Konter. Die Gästeführung leiteten die Bochum quasi selbst ein. Ein riskanter Pass zurück nutzte Hertha: Gouram bediente Gröning, der ins lange Eck zum 0:1 (39.) traf. Fast im Gegenzug der Ausgleich, aber Taz setzte seinen zarten Kopfball knapp neben das Tor. Die siebenminütige Nachspielzeit war zu großen Teilen der unfreiwilligen Banner-Untetrbrechung geschuldet. Mit der knappen Berliner Führung ging es in die Halbzeit. Statistik nach 45 Minuten: Torschüsse 3:7 und XGoals 0,39 zu 0,56.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit spielte der VfL auf die heimische Ostkurve. Pannewig für Mbom und Mets für Karademir lautete die Reaktion von Uwe Rösler. Die erste Chance hatte aber Herthas Gouram (46.), der das Spielgerät aber über das Tor setzte. Glück für Bochum. Beide Mannschaften rieben sich immer mehr in Zweikämpfen auf. Pech für Hofmann, dass er nach einer Flanke (58.) Herthas Kolbe mit anköpfte. Nach einer Stunde kam Holtmann für Crimaldi ins Spiel. Zwei Minuten später brachte Hertha Schuler und Thorsteinsson für Gouram und Gröning. Bochums bis dahin beste Chance vergab Taz (64) aus dem Zentrum nach Vorarbeit von Holtmann. Der Druck des VfL erhöhte sich immer mehr und die Ostkurve wurde mit ihm immer lauter. Die nächste hochkarätige Chance vergab Holtmann aus der linken Position (72.), als er den Ball etwas kläglich neben das Tor setzte. Nach 75 Minuten kam Rasmussen für Miyoshi beim Pottklub. Hofmann (89.) scheiterte nochmals per Kopf an Gersbeck. Die Nachspielzeit von zwei Minuten war knapp bemessen und brachte keine Ergebnisverbesserung.

VfL-Trainer Uwe Rösler wollte seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sah ein Unentschieden aufgrund der zweiten Halbzeit aber als verdient an.Hertha-Coach Leitl sah ein überragendes Spiel seiner Mannschaft.

Tor: 0:1 (39.) Gröning
Bochum: Horn, Karademir, (45. Mets) Cokaj (84. Hanslik), Mbom (45. Pannewig), Taz, Olsen, Steinwender, Miyoshi (75. Rasmussen), Wittek, Hofmann, Crimaldi (60. Holtmann)
Hertha: Gersbeck, Eitschberger (84. Dardai), Brekalo (84. Adewumi), Sessa, Gröning (62. Schuler), Winkler, Kolbe, Seguin (84. Klenmens), Gouram (62. Thorsteinsson), Zeefuik, Gechter

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