VfL erwartet Tabellenführer Flensburg zum nächsten Heimspiel

Teitur Örn Einarsson – VfL Gummersbach- © Sportfoto-Sale (MK)

Gummersbach. (PM VfL) Am kommenden Sonntag, den 25. Oktober, steht für den VfL Gummersbach um 18 Uhr das nächste Heimspiel in der Opel HBL auf dem Programm.

In der heimischen SCHWALBE arena empfängt die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson am zehnten Spieltag der laufenden Saison die SG Flensburg-Handewitt. Nach der emotionalen 28:28-Punkteteilung mit dem ThSV Eisenach am vergangenen Freitag wollen die Oberbergischen vor eigenem Publikum trotz der anspruchsvollen Aufgabe überzeugen. Die SG zählt auch in dieser Saison zum erweiterten Favoritenkreis der Bundesliga und steht aktuell mit 17:1 Punkten an der Tabellenspitze der Opel HBL, obwohl sie ein Spiel weniger als der Zweitplatzierte THW Kiel absolviert hat. „Spiele gegen Flensburg sind für mich immer etwas Besonderes“, erklärt VfL-Linkshänder Teitur Einarsson, der vor seinem Wechsel nach Gummersbach selbst für die Norddeutschen auflief. Gleichzeitig blickt er optimistisch auf das Duell am Sonntag: „Wir haben gute Chancen gegen Flensburg Punkte zu holen, aber dafür müssen wir eine sehr gute Leistung bringen.“

Seit Februar 2025 wird die SG von Aleš Pajović trainiert. In seiner ersten kompletten Saison führte der Slowene die Mannschaft sowohl in der Bundesliga als auch in der EHF European League auf den dritten Platz. Für die neue Spielzeit verstärkte sich Flensburg unter anderem mit dem französischen Nationalspieler Aymeric Minne, der vom HBC Nantes an die Förde wechselte und in der vergangenen Saison als bester Mittelmann und wertvollster Spieler der französischen Liga ausgezeichnet wurde. Auch Kreisläufer Emil Bergholt, Torhüter Simon Möller und Arnar Freyr Arnarsson kamen neu hinzu. Gleichzeitig musste die SG mit Kapitän Johannes Golla, Lukas Jörgensen und Torhüter Kevin Möller mehrere wichtige Abgänge verkraften. Dennoch verfügt Flensburg mit Leistungsträgern wie Simon Pytlick, Marko Grgić und Emil Jakobsen über einen der qualitativ stärksten Kader der Liga. „Für mich ist die größte Stärke von Flensburg der Angriff. Sie werfen in fast jedem Spiel an die 35 Tore und sind unheimlich schwer zu stoppen“, weiß Einarsson. Entsprechend souverän verlief der Saisonstart für die Flensburger, die einzig beim 31:31-Remis im Nordderby beim THW Kiel einen Punkt abgaben. Zuletzt fuhr die SG am vergangenen Sonntag gegen die Füchse Berlin einen 34:33-Heimerfolg und damit den achten Saisonsieg ein.

Die jüngsten Duelle zwischen dem VfL und der SG versprachen regelmäßig hochklassigen Handball. In der vergangenen Saison trennten sich beide Mannschaften Ende November 2025 mit einem spektakulären 37:37-Unentschieden, ehe sich der VfL Anfang Februar 2026 vor heimischem Publikum mit 33:26 durchsetzte. Dass die Gummersbacher von diesen Erfahrungen am Sonntag profitieren können, glaubt Einarsson allerdings nicht: „⁠Das ist komplett egal. Jetzt ist es eine neue Saison, eine neue Woche und was in den letzten Jahren passiert ist, spielt nur eine kleine Rolle. Wir müssen einfach auf uns schauen und unsere beste Leistung bringen.“ Dazu will der VfL, der aktuell mit 8:8 Punkten auf Tabellenposition zehn steht, die richtigen Lehren aus dem Krimi in Eisenach ziehen. „Aus dem Spiel müssen wir den

Kampf mitnehmen, aber auch unbedingt ein paar Kleinigkeiten verbessern. Wir haben sowohl im Angriff als auch in der Abwehr in Eisenach zu viele einfache Fehler gemacht und das müssen wir abstellen, wenn wir gegen Flensburg zwei Punkte holen wollen“, so der Rückraumspieler.

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