Deutlich verbesserte Bochumer ergattern einen Punkt gegen Wolfsburg

Niedergeschlagene Bochumer in den letzten Sekunden des Spiels nach dem vermeintlichen Wolfsburger Siegtreffer – © Sportfoto-Sale (MK)

Bochum. (MK) „Wir müssen mehr Spieler in die Box bekommen“ hatte Bochums Cheftrainer Uwe Rösler vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg gefordert.

Am Freitagabend konnten die Bochumer nach zwei Spielen ohne eigenen Treffer einen klaren Aufwärtstrend in Sachen Boxbesetzung verzeichnen. Gegen den Liga-Topfavoriten aus Wolfsburg verdienten sich die Rösler-Schützlinge mit einem 1:1 Unentschieden einen Punkt.

Nach exakt 105 Sekunden durften die Gäste erstmals jubeln. Reese hatte den Ball aus der halblinken Position direkt ins lange Eck zum 0:1 befördert. Auf der Gegenseite verzog Pannewig für die Hausherren keine zwei Minuten später knapp neben den Kasten. Miyoshi (8.) verpasste die nächste Gelegenheit zum Ausgleich. Wolfsburgs Bernhardsson (14.) hatte Pech, dass sein Schuss noch abgefälscht wurde. Taz (19.) verfehlte das Wolfsburger Tor knapp und auch die nächste Großchance (24.) konnte Taz frei vor Wolfsburgs Keeper Wellenreuther nicht einnetzen. Und auch drei Minuten später setzte Taz den Ball in einer ersten Bochumer Druckphase knapp über das Tor. Holtmann (34.), Taz (37., 41.) vergaben die nächsten Gelegenheiten zum Ausgleich. Somit blieb es beim 0:1 zur Pause.

Beide Teams waren zu Beginn der zweiten Hälfte um Linie im eigenen Spiel bemüht. Ab der 55. Minute erhöhte Bochum wieder den Druck. In der 63. Minute belohnte sich Bochum endlich durch Klaibers platzierten Schuss zum 1:1 Ausgleich. Das Spiel wurde nun auch körperlich intensiver. Der mittlerweile ins Spiel gekommene Steuckers (75.) verpasste die erstmalige Bochumer Führung mit einer Direktabnahme. Auf Wolfsburger Seite setzte Arnold einen Freistoß (82.) ans Außennetz. Aufgrund des regnerischen Wetters und des extrem tiefen Bodens verwunderte es nicht, dass mit zunehmender Spielzeit die technischen Elemente im Spiel etwas verloren gingen. Die Nachspielzeit war dann nichts für schwache Nerven. In den letzten Sekunden verlor Mets einen Zweikampf gegen Shiohgai, der zum vermeintlichen 1:2 einnetzte. Bochums Spieler im grünen Nass völlig entnervt und Wolfsburgs Bank stürmte jubelnd zum Torschützen. Aber dann kam der Call aus dem Videokeller: Kein Tor lautete die Entscheidung, weil die Hand beim Torschützen mit im Spiel war.

Glück für Bochum, das den einen Punkt aber durchaus verdient hatte.

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