
Winterberg (pst). Es war die erste Bewährungsprobe des nacholympischen Winters für die deutsche Bob-Elite mit der Deutschen Meisterschaft in Winterberg im Eiskanal der VELTINS-EisArena.
Der erste Wettbewerb des Winters gab Aufschluss über die Form der erfolgreichen Olympiateilnehmer im Vergleich zur nationalen Konkurrenz und es entwickelten sich spannende Wettkämpfe.
Am ersten Tag der Meisterschaft gingen die Frauen im Monobob und die Männer im Zweierbob an den Start. Im Monobob führte kein Weg an Lisa Buckwitz (BRC Thüringen) vorbei, die in beiden Läufen die Bestzeit erzielte und sich mit 0,73 Sekunden Vorsprung den Titel vor Laura Nolte (BSC Winterberg) und Maureen Zimmer (Eintracht Frankfurt) sicherte. „Es war ein gelungener Saisoneinstieg. Ich bin seit Jahren keine Selektion mehr gefahren, deshalb bin ich sehr froh, dass ich das gut gemeistert habe“, sagte Buckwitz nach ihrem Sieg bei der Deutschen Meisterschaft, die gleichzeitig als Qualifikationsrennen für die kommende Weltcupsaison galt.
Im Zweierbob der Männer war es wesentlich spannender. Nach dem ersten Lauf führte das Team von Eintracht Frankfurt mit Pilot Adam Ammour und Anschieber Joshua Tasche mit der besten Zeit des Tages von 55,14 Sekunden. Im zweiten Durchgang schoben sich dann aber Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Anschieber Georg Fleischhauer bei ihrer Wettkampfpremiere an Ammour/ Tasche vorbei. Elf hundertstel Sekunden betrug am Ende der Vorsprung. Für den hochdekorierten Friedrich war der DM-Sieg ein neues Gefühl: „Ich musste 20 Jahre Bobfahren, um in der 21. Saison Deutscher Meister zu werden.“ Dritter wurde der Bob von Friedrichs Vereinskollegen Maximillian Illmann.
Illmann hatte am zweiten Tag der Meisterschaft seinen großen Tag und distanzierte im Viererbob dank eines überragenden zweiten Laufs in einer Zeit von 53,88 Sekunden die namhafte Konkurrenz. Für den Friedrichbob gab es Silber vor der Crew von Hans-Peter Hannighofer (BRC Thüringen). „Wir haben sehr, sehr lange darauf hingearbeitet, dass hier mal zwei gute Läufe hinkriegen. Mit dem Ergebnis können wir sehr zufrieden sein. Jetzt fahren wir mit einem guten Gefühl nach Altenberg“, sagte der frischgebackene Titelgewinner nach seinem Sieg.
Bei den Frauen im Zweierbob holte sich die Olympiasiegerin in dieser Disziplin, Laura Nolte, mit Anschieberin Leonie Kluwig (SC Potsdam) auch die Deutsche Meisterschaft. Dabei ging es äußerst knapp zu. Charlotte Candrix (BSC Winterberg) hatte mit Talea Prepens (MSC Magdeburg) auf der Bremse nach dem ersten Durchgang die Führung inne. Knappe drei Hundertstel betrug der Vorsprung. Doch im zweiten Lauf drehte sich das Blatt. Mit der besten Startzeit des Tages gingen Nolte/ Kluwig schließlich auch mit der besten Endzeit von 57,42 Sekunden in Führung. Candrix/ Prepens schafften es nicht zu kontern und fielen noch auf Platz vier zurück. Die Plätze zwei und drei belegten die Bobs der Pilotinnen vom BRC Thüringen Buckwitz und Leona Klein. Im zweiten Lauf hat Leonie richtig den Turbo gezündet“, lobte Nolte ihre Anschieberin
Bundestrainer René Spies zog ein positives Fazit nach dem zweiten Tag der Deutschen Meisterschaft: „Für eine nacholympische Saison haben wir hier sehr, sehr starke Leistungen gesehen. Die fahrerischen Leistungen waren absolutes Weltklasseniveau und das nicht nur von einem Team.“ Sehr überzeugt war Spies vom Startrekord des Bobs Friedrich im ersten Durchgang im Vierer. Die guten Startzeiten waren ein Beleg für den guten Zustand des Eises in Winterberg zu dem frühen Zeitpunkt der Saison nur wenige Tage nach der Eineisung. Die Wettbewerbe und Trainingsfahrten der deutschen Bob-Elite steigerten die Vorfreude auf den IBSF-Bob- und Skeleton-Weltcup vom 29. Bis 31. Januar 2027 in der VELTINS-EisArena. Die Karten dafür sind im Ticketbereich der Bahn erhältlich (https://veltins-eisarena.ticket.io/).

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