Jetzt handeln: Energie-Konzept liefert Fahrplan für Wirtschaft und Politik

Guter Austausch (von links): Jörg Lohölter (Geschäftsführender Gesellschafter Mendritzki & Wilke), Landrat Ralf Schwarzkopf, Mona Neubaur (Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz & Energie des Landes NRW), Landtagsabgeordneter Thorsten Schick und SIHK-Präsident Ralf Stoffels. Foto: Alexander Bange / Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (PM MK) Die Sicherung einer wettbewerbsfähigen und verlässlichen Energieversorgung ist die wohl größte Herausforderung für die Wirtschaft im Märkischen Kreis.

Um den stark industriell geprägten Standort zukunftssicher aufzustellen, haben der Märkische Kreis, die Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH (GWS MK) und die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) in Iserlohn ein regionales Energieversorgungskonzept vorgestellt. Die Veranstaltung bei der Firma Mendritzki + Wilke markiert gleichzeitig den offiziellen Startschuss für einen neuen Lenkungskreis Energie.

Druck auf die regionale Industrie wächst

Der Märkische Kreis ist ein Herzstück der nordrhein-westfälischen Industrie. Doch die Transformation zu klimaneutralen Prozessen bei gleichzeitig volatilen Energiemärkten setzt die Unternehmen massiv unter Druck. Ein Kurzfilm verdeutlichte die konkreten Herausforderungen lokaler Betriebe wie der Fr. u. H. Lüling GmbH & Co. KG aus Altena, der OTTO FUCHS KG aus Meinerzhagen und des Gastgebers Mendritzki + Wilke. Landrat Ralf Schwarzkopf betonte in seiner Begrüßung: „Wir müssen jetzt gemeinsam die Weichen stellen, um die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze in unserer Region langfristig zu halten.“ Jörg Lohölter, Geschäftsführender Gesellschafter von Mendritzki + Wilke, untermauerte dies mit einem aktuellen Stimmungsbild aus der Praxis der lokalen Wirtschaft.

KPMG präsentiert Ergebnisse des Energieversorgungskonzeptes

Das im Auftrag der regionalen Akteure erarbeitete Konzept wurde von Robert Schwarz (KPMG) detailliert vorgestellt. Die Analyse zeigt konkrete Pfade und Handlungsfelder auf, wie der industrielle Mittelstand im Kreis künftig unterstützt werden muss, um nachhaltig zu agieren und zu wettbewerbsfähigen Preisen mit klimafreundlicher Energie versorgt werden kann. Im Anschluss nutzten die anwesenden Unternehmensvertreter die Gelegenheit, um die Ergebnisse direkt mit den Experten zu diskutieren.

Austausch mit der Landespolitik

Ein zentraler Höhepunkt des Nachmittags war das Eintreffen von Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie unterstrich die Bedeutung starker Wirtschaftsregionen wie des Märkischen Kreises für die industrielle Transformation und hob die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Land und Region für die weitere wirtschaftliche Entwicklung hervor.

In einem anschließenden Podiumsgespräch – moderiert von Landrat Ralf Schwarzkopf – diskutierte Ministerin Neubaur gemeinsam mit SIHK-Präsident Ralf Stoffels, Jörg Lohölter und Jonas Loschelder von Otto Fuchs über die konkrete Umsetzung und die notwendigen Rahmenbedingungen seitens der Politik.

Neuer Lenkungskreis nimmt die Arbeit auf

Mit der Vorstellung des Konzeptes ist die Arbeit jedoch nicht beendet, sondern beginnt erst richtig: Der offizielle Start des „Lenkungskreises Energie“ soll sicherstellen, dass die theoretischen Ansätze nun zügig in die Praxis überführt werden. „Wir gehen hier als geschlossene Einheit aus Wirtschaft, Politik, Energieversorger und Netzbetreiber voran“, fasste Ralf Geruschkat (SIHK-Hauptgeschäftsführer) in seinem Schlusswort zusammen.

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