
Dortmund. (MK) Was haben Hamburg, Leipzig, Oldenburg, Bietigheim, Trier und Magdeburg gemeinsam? Genau, sie sind die Austragungsorte der Handball WM der Frauen, die im Dezember in Deutschland stattfinden wird.
Exakt 100 Tage vor dem WM-Start gab der DHB in Dortmund einen Einblick in den Stand der Vorbereitungen. Mittendrin die Dortmunder Nationaltorhüterin Clara Woltering.
Die 34- jährige gebürtige Münsterin spielt in der Frauen Bundesliga für den BVB und ist eine der erfahrensten und zugleich auch konstantesten Spielerinnen von Bundestrainer Michael Biegler.
„Diese WM ist etwas ganz Besonderes. Wir arbeiten jeden Tag hart. Wir tragen in uns eine riesige Euphorie. Wir haben ein tolles Projekt und sind auf dem richtigen Weg, die WM erfolgreich gestalten zu können“, sagte Woltering.
Apropos Michael Biegler: Der Bundestrainer scheidet nach der WM beim DHB aus und wird in der DKB Handball Bundesliga ab 1. Januar Nachfolger des neuen Männer Bundestrainers Christian Prokop.
Clara Woltering bedauert diesen Schritt. „Im Moment bin ich aber erstmal froh, dass er unser Trainer ist und noch da ist“, so die Torfrau.
Für Michael Biegler ist wichtig, dass die in seiner Amtszeit angestoßenen Professionalisierungen weiter vorangetrieben werden. Er ist sich im Klaren darüber, dass auch bei der Heim-WM die Ergebnisse eine wichtige Rolle spielen. Und natürlich hofft er darauf möglichst lange am Spielort Leipzig mit seinem Team bleiben zu können. Letztendlich steht für ihn aber die Entwicklung über der Ergebnisorientiertheit.

DHB-Generalsekretär Mark Schober berichtete, dass man bereits rund 100.000 Tickets absetzen konnte. Angestrebt wird eine Auslastung von 60% der Spiele. „Wir sind damit bisher zufrieden und auf einem guten Weg. Wir müssen aber auch noch einiges tun“, sagte Schober.
Sportlich trifft das DHB Team zum Auftakt der Gruppenphase am 1. Dezember auf Kamerun. Weitere Gegner sind die Niederlande, Serbien, Korea und China.
Michael Biegler erwartet mit Kamerun einen schwer zu bespielenden Gegner: „Sie werden uns mit ihren wechselnden Abwehrformationen vor eine Herausforderung stellen“, so der Bundestrainer.
Clara Woltering hofft, dass ihr Team von Verletzungen verschon bleibt, weiß sie doch um die schon seit Monaten andauernden Anstrengungen ihrer Mitspielerinnen, neben Beruf oder Studium, die den Fokus in diesem Jahr voll und ganz auf die Heim-WM gerichtet haben.
Diese WM ist, wie Clara Woltering mit einem Funkeln in den Augen betont, wirklich etwas ganz Besonderes.
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