
Gummersbach. (PM VFL) Sieben Tage nach der Niederlage gegen Erlangen steht dem VfL Gummersbach am kommenden Sonntag um 12:30 Uhr die nächste schwere Aufgabe bevor.
Am 23. Spieltag der Handball Bundesliga ist das Team von Trainer Denis Bahtijarevic zu Gast in der Hauptstadt. Dass der VfL in das Duell gegen die Füchse Berlin als klarer Außenseiter geht, ist auch VfL-Spieler Tobias Schröter bewusst, der genau darin die Chance sieht: „Wir sind schon klar der Underdog, aber aus der Rolle heraus können wir natürlich ein starkes Spiel entwickeln und ich denke, dass uns das auch ganz gut liegt.“
Nach der Enttäuschung des letzten Heimspiels stand zunächst die Fehleranalyse auf dem Programm, um die nötigen Schlüsse für die kommenden Aufgaben zu ziehen. Auch Schröter schlägt selbstkritische Töne an und benennt klar die Marschroute der Mannschaft: „Unser Steckenpferd sollte es sein, dass wir uns wieder auf unsere Stärken besinnen, was wir gegen Friesenheim und in den ersten Spielen unter Denis gut gemacht haben. Wir müssen in unser Konzept zurückfinden, was in Erlangen nicht so gut geklappt hat.“
Gegen den großen Favoriten aus Berlin muss für den VfL alles stimmen, wenn die Punkte aus der Hauptstadt entführt werden sollen. Die Füchse stehen mit 36:8 Punkten hinter den Rhein Neckar Löwen auf Platz zwei der Tabelle. „Die Berliner spielen eine super Saison und stehen im Moment sehr gut da“, weiß der Rechtsaußen der Gummersbacher um die Stärke des Gegners. „Wir fahren dort ohne Druck hin. Wenn wir einen guten Tag erwischen und Berlin einen schwächeren, ist da viel möglich.“ Tatsächlich legte der VfL auch im Hinspiel gegen die Füchse eine klasse Partie hin, führte lange und musste sich am Ende knapp mit 29:31 geschlagen geben.
Auch der Rückblick in die vergangene Saison zeigt, dass die Oberbergischen nicht unbedingt zu den aktuellen Lieblingsgegnern der Berliner gehören dürften. „Letztes Jahr sind wir auch als klarer Außenseiter dorthin gereist und haben zwei Punkte mitgebracht, die ganz wichtig waren“, erinnert sich Schröter: „Deswegen sollte man nicht sagen, dass wir chancenlos sind.“
Am Mittwoch mussten die Füchse Berlin zudem einen kleinen Rückschlag hinnehmen, als sie durch ein 29:30 zu Hause gegen den SC Magdeburg den Sprung ins Final Four des DHB-Pokals verpasst haben.
Für das Spiel gegen die Füchse kann VfL-Trainer Bahtijarevic vermutlich aus dem Vollen schöpfen. Nur hinter dem Einsatz von Josef Pujol steht noch ein Fragezeichen. „Wir sind alle fit und deswegen gehen wir mit Selbstbewusstsein in die nächste Partie. Das Erlangen-Spiel haben wir abgehakt, freuen uns auf die Aufgabe in Berlin und versuchen da natürlich auch zwei Punkte mitzubringen“, resümiert Schröter.
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