Bau einer Amphibienschutzanlage am „Fontänen-Teich“ an der Seilerwaldstraße beginnt am Montag

Etwa an dieser Stelle des Fußweges am unteren Seilersee wird künftig der Amphibienschutztunnel, der den Weg unterquert, herauskommen. Jeweils entlang des Ufer- und des Wegrandes werden Leitsysteme installiert, die die Amphibien zum Tunneleingang führen. – © Stadt Iserlohn

Iserlohn. (PM Stadt Is.) Am nord-westlichen Ufer des „Fontänen-Teiches“ (unterer Seilersee) wird am Montag, 25. Januar, mit dem Bau einer Amphibienschutzanlage begonnen.

Das großräumige Gebiet des „Fontänen-Teiches“ mit seinen Böschungsbereichen der Seilersee-, Seeufer- und Seilerwaldstraße, dem Minigolfplatz und angrenzender Flächen, der Hotelanlage und dem Waldgebiet stellt den Lebensraum einer bedeutenden und nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützten Amphibienpopulation dar. Bereits seit 2009 wird an der Seilerwaldstraße jeweils im Frühjahr zu Zeiten der Amphibienwanderung ein mobiler Amphibienschutzzaun installiert, der von ehrenamtlichen Naturschützern betreut wird. Dadurch wird seit Jahren dem Aussterben der Amphibienpopulation entgegengewirkt.

Im Jahr 2018 hat die Stadt Iserlohn mit dem Beschluss des Bebauungsplanes Nr. 400 „Seilersee / Hotel Vier Jahreszeiten“ die Möglichkeit zur Entwicklung und Erweiterung des Hotelstandortes geschaffen. Gleichzeitig wurden dabei Ausgleichsmaßnahmen für die damit verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft geregelt. Dadurch soll auch die langjährig im Umfeld des Hotels nachgewiesene Amphibienpopulation geschützt werden.

Um rechtzeitig zur Amphibienwanderung fertig zu sein, starten nun am kommenden Montag im Auftrage des Hotels Vier Jahreszeiten und in enger Abstimmung mit der Abteilung Stadtentwicklung und Grundstücke die Bauarbeiten für die Amphibienschutzanlage. Je nach Witterungslage wird von einer sechswöchigen Bauzeit ausgegangen. Sämtliche Bauteile werden von einer auf Amphibienschutzanlagen spezialisierten Fachfirma geliefert und eingebaut.

Im ersten Bauabschnitt wird ein Amphibienschutztunnel zwischen dem Uferbereich und der linksseitigen Straßenböschung hergestellt. Dafür werden der Uferweg und das Straßenprofil mit einem Tunnelsystem durchquert. Zwischen den Tunnelelementen wird es im Wiesenbereich eine offene Führung geben, die mit einem Gitter gesichert wird.
Danach wird parallel zum Ufer des Sees sowie zur Straßenböschung jeweils auf einer Länge von rund 130 Metern ein Leitsystem installiert. Damit werden die Amphibien während ihrer Wanderung zu den Eingängen des Tunnels geführt.

Dank des Einsatzes der ehrenamtlichen Naturschützer kann zukünftig die Beobachtung der Wirksamkeit der Amphibienschutzanlage sowie der Stabilisierung und Entwicklung der Amphibienpopulation gewährleistet werden.

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