
Essen. (PM TUSEM) Im zehnten Versuch gelingt den Essenern der erste Sieg in fremder Halle, der zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf bringt.
Nils Homscheid feierte ein tolles Comeback.
Handball-Zweitligist TUSEM Essen hat am 20. Spieltag den ersten Auswärtssieg der Saison gefeiert. Beim Tabellenschlusslicht HC Oppenweiler/Backnang setzte sich die Mannschaft von Trainer Kenji Hövels mit 29:26 (15:12) durch und vergrößerte den Vorsprung auf die Abstiegsränge vorübergehend auf sechs Punkte. Valentin Willner war mit sieben Toren erfolgreichster Essener Schütze, für die Gastgeber traf Malte Dederding ebenfalls sieben Mal.
Vor rund 1000 Zuschauern in der Murrtal-Arena trafen zwei Mannschaften aufeinander, die jeweils eine unliebsame Serie im Gepäck hatten: Die Gastgeber waren bis dato komplett sieglos, während der TUSEM noch keinen Auswärtssieg erringen konnte. Die Anfangsminuten gehörten klar den Essenern, die sich direkt auf Finn Knaack im Tor verlassen konnten und sich effizient eine 2:0-Führung erspielten. Doch Oppenweiler/Backnang schlug zurück und übernahm in der Folge das Kommando. Klar: Für die Mannschaft vom neuen portugiesischen Trainer Rui Silva bot die Partie gegen den TUSEM eine riesige Chance, nochmal Luft im Abstiegskampf zu schnappen. Angeführt von einem starken Malte Dederding drehte der HCOB das Spiel und führte nach knapp 15 Minuten mit 5:8. Der TUSEM scheiterte wie schon in der Vorwoche an seiner eigenen Chancenverwertung und machte sich in dieser Phase das Leben mit einigen Unkonzentriertheiten selber schwer. Doch nach einem Dederding-Doppelpack zum 7:10 bzw. 9:11 ging ein Ruck durch das Essener Spiel. Die Deckung stand deutlich stabiler und vorne nutzte der TuSEM seine Chancen. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit traf Oppenweiler/Backnang lediglich ein Mal, sodass die Hövels-Sieben eine 15:12-Führung mit in die Kabine nahm. Schöne Randnotiz: Nils Homscheid feierte nach seinem Kreuzbandriss ein tolles Comeback und traf Sekunden nach seiner Hereinnahme zum zwischenzeitlichen 13:12.
TUSEM verspielt beinahe seine komfortable Führung – Homscheid-Siebenmeter entscheidet das Spiel
Der Start in den zweiten Durchgang gehörte klar dem TUSEM. Mit einem 4:1-Lauf stellten die Essener auf 19:13, die Zeichen standen klar auf Auswärtssieg. Doch der HCOB um den Ex-Essener Felix Klingler steckte nicht auf, während die Hövels-Sieben plötzlich unsouverän und fahrig agierte. Martin Schmiedt brachte Oppenweiler/Backnang beim 21:22 wieder auf ein Tor heran, die einst so sichere Führung drohte komplett zu schmelzen. Dem TUSEM spielte dann eine Zeitstrafe für die Gastgeber in die Karten (Finn Knaack wurde im Gesicht getroffen), die dann entstehende doppelte Überzahl nutzten die Essener, um wieder auf drei Tore davonzuziehen. In der Schlussphase brannte dann nichts mehr an, spätestens nach dem zweiten Homscheid-Treffer – diesmal von der Siebenmeter-Linie – war die Partie entschieden (28:23, 58. Minute).
„Wir sind sehr glücklich und erleichtert, dass wir heute den Sieg geholt haben. Ich habe eine gute Defensivleistung von meiner Mannschaft gesehen, gepaart mit einer ordentlichen Torhüterleistung. Wir müssen uns zwei Sachen vorwerfen: Unser Tempospiel war nicht auf dem Level der letzten Wochen und wir haben unsere Chancen nicht gut genutzt. Trotzdem sind wir maximal zufrieden mit dem Ergebnis und freuen uns jetzt auf der Derby in eigener Halle“, sagte Trainer Kenji Hövels nach der Partie.
Derby in eigener Halle ist das Stichwort – am kommenden Mittwochabend (25. Februar) empfängt der TUSEM die HSG Krefeld in eigener Halle. Anwurf ist um 19 Uhr, es sind noch vereinzelte Tickets unter tusemessen.de/tickets erhältlich.
HC Oppenweiler/Backnang – TUSEM Essen 26:29 (12:15)
HC Oppenweiler/Backnang: Hörnig, Boieck (14 Paraden, 33%-Quote) – Gislason (2), Mayer, Buck (2), Weiß, Fröhlich (1), Abt, Diebel, Schmiedt (5), Mota de Sousa (3), Klingler (3/2), Krügele, Rauh, Dederding (7), Süsser (2)
TUSEM Essen: Knaack (zehn Paraden, 30%-Quote), Plaue – Mart (5/4), Göttler (5), Willner (7), Wolfram, Homscheid (2/1), Reimer, Eißing (1), Buschhaus, Wolf, Clarius, Neuhaus (2), Kostuj (4), Mast, Werschkull (3)
Schiedsrichter: Markus Kauth und Andre Kolb
Zeitstrafen: 4 – 3
Siebenmeter: 2/2 – 5/5
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