
Solingen. (PM BHC) Mit einer breiten Mehrheit von 80% der Delegierten hat der Rat der Stadt Solingen gestern Abend die Grundsatzentscheidung zur Prüfung und Planung einer Arena Bergisch Land auf dem Gelände am Weyersberg gefasst.
Der Handball-Bundesligist Bergischer HC begrüßt dieses klare Votum. Es schafft eine Perspektive für die Schaffung eines Stadtquartiers sowie die Belebung der Innenstadt. Das Ziel ist die Realisierung eines menschenfreundlichen Freizeit-Biotops mit einer zeitgemäßen, klimaneutralen und nachhaltigen Arena als i-Tüpfelchen.
Der Bergische HC hatte bereits vor zwei Jahren mit der Unternehmerfamilie Kölker ein hochmodernes Trainingszentrum in Solingen errichtet. Neben einer Sporthalle sind dort Besprechungsräume, ein hochfunktional ausgestatteter Ahtletikbereich sowie eine eigene Physiotherapie-Praxis angesiedelt.
Mit der Partnerschaft zur NRW-Sportschule und 300 Kindern im Nachwuchsbereich ist der BHC schulisch und breitensportlich fest verankert.
Mit dem Startschuss zur Arenaplanung sieht der Bergische HC eine wichtige Etappe zur Schaffung einer zukunftsfähigen Heimat der Bundesligateams genommen.
Bis zur Realisierung wird der BHC mit der Mitsubishi Electric Hall in Düsseldorf-Wersten eine weitere Spielstätte ab der Saison 2022/23 melden. In Kooperation mit der Sportstadt Düsseldorf wird die Arena mit einem Fassungsvermögen von 4.300 Besuchern aktuell für Bundesliga-Erfordernisse modernisiert.
BHC will den Trend fortsetzen
Viele Tage, aber vor allem viele Begegnungen liegen nicht zwischen dem Hin- und Rückspiel des Bergischen HC gegen den TBV Lemgo Lippe. Zwischen dem 27:27 kurz vor Weihnachten und dem am Sonntag um 16 Uhr anstehenden Duell in der Solinger Klingenhalle haben beide Mannschaften gerade einmal drei Pflichtspiele absolviert. „Das vorige Match wird also sicher für beide in der Analyse eine größere Rolle einnehmen“, sagt BHC-Coach Sebastian Hinze.
Beim Remis war der Trainer mit Abwehr und Tempospiel vor allem in der ersten Halbzeit zufrieden. Als Lemgo sich anschickte, die Partie in der zweiten Halbzeit zu drehen, blieben die Löwen stabil und vermieden es trotz nachlassender Effizienz im Positionsangriff weitgehend, gegnerische Konter zu unterbinden. „Das ist gegen Lemgo immer wichtig. Mit beiden Guardiolas (Gedeon und Isaias) im Kader und dazu herausragenden Außen in Bjarki Elisson und Lukas Zerbe hat die Mannschaft ein hervorragendes Tempospiel“, erläutert Hinze. „Es ist natürlich auch diesmal eine Hauptaufgabe, gute Abschlüsse zu erarbeiten, damit wir schnell in den Rückzug kommen.“
Im Vergleich zum Hinspiel haben sich die Kadersituationen verändert. Lukas Hutecek fehlt beim TBV, ist nach aktuellem Stand aber einziger Ausfall. Beim BHC ist Linus Arnesson seit Anfang des Jahres zurück im Team, dafür fehlen David Schmidt und wahrscheinlich auch Csaba Szücs. Schmidt hat sich eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen, Szücs kehrt nach einer Corona-Infektion erst langsam zurück ins Training. Höchstens für einen Kurzeinsatz kommt der Abwehr- und Umschaltspieler in Frage. Weiterhin fehlen wird Fabian Gutbrod mit einer Schulterverletzung. Der Kapitän ist zwar wieder ins Training eingestiegen, kann aber noch nicht voll belasten. Bei Torhüter Tomas Mrkva ist Hinze hingegen optimistisch. „Bei ihm sieht es gut aus. Gegen Kiel hatte er zwar einen Kaderplatz, aber er hätte noch nicht spielen können“, sagt der Coach.
Das am Sonntag anstehende Duell findet trotz der zeitlichen Nähe zum Hinspiel vor allem aus BHC-Sicht unter anderen Umständen statt. War das Unentschieden kurz vor Weihnachten das neunte sieglose Bundesligaspiel in Serie, sind die Bergischen inzwischen in viel besserer Verfassung. Aus den drei Partien danach holten die Löwen zwei Siege und eine knappe 24:26-Niederlage gegen THW Kiel. „In der jetzigen Besetzung haben wir uns ein paar Dinge erarbeitet, die nun auch gut funktionieren“, meint Hinze. Gemeint ist zum Beispiel die Rückraum-Achse mit Alexander Weck und Simen Schönningsen auf den Halbpositionen, aber auch eine weitere Verbesserung des Tempospiels. Und gegen die Kieler lief auch viel über den Kreis mit Tom Kare Nikolaisen oder Max Darj.
Traditionell geht es zwischen dem BHC und Lemgo oft eng zu. Die Bundesliga-Bilanz der beiden Teams ist fast komplett ausgeglichen (sieben BHC-Siege, sechs Niederlagen und drei Unentschieden). Ein umkämpftes Match liegt also auch am Sonntag in der Luft. „Eine der größten Lemgoer Stärken ist die Stabilität. Jeder dort weiß, was er zu tun hat“, sagt Hinze. Abschreiben darf man die Lipper also auch bei einem aus Löwen-Sicht günstigen Spielverlauf nicht.
Aufgrund der weiterhin geltenden Kapazitätsbeschränkungen bei Sportveranstaltungen bleibt das Live-Erlebnis in der Klingenhalle leider erneut ausschließlich Partnern, Stammblatt- und Dauerkarten-Inhabern vorbehalten. Eine baldige Lockerung ist allerdings in Sicht.
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