Corona-Folgen für Kinder und Jugendliche bekämpfen

Als Kreistagsabgeordnete für die ausgeschiedene Martina Stenger verpflichtet: Katja Siwek (Iserlohn) erhält im Kreistag einen Blumenstrauß von Landrat Marco Voge. Foto: Alexander Bange / Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) In Zusammenarbeit mit den 15 kreisangehörigen Kommunen will der Märkische Kreis – im Rahmen seiner Zuständigkeit – Probleme und Folgen der Corona-Pandemie bei Kindern und Jugendlichen ermitteln. Darauf einigten sich die Kreispolitiker während des jüngsten Sitzung des Kreistags.

Kinder und Jugendliche sind einem Antrag der Kreistagsfraktionen von CDU und SPD zufolge in besonderem Maße von Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen. Digitale Formate würden demnach keinen „adäquaten Ersatz“ für entfallene oder zeitlich eingeschränkte Bildungsangebote oder Vereinsaktivitäten bieten. Fachleuten zufolge können die Einschränkungen während der Pandemie bei Kindern und Jugendlichen im schlimmsten Falle zu Lerndefiziten, Entwicklungsstörungen sowie körperlichen und psychischen Erkrankungen führen – und zwar in allen gesellschaftlichen Gruppen.

Die Bundesregierung hat ein Aktionsprogramm mit dem Titel „Kinder und Jugendliche stärken – Coronafolgen bekämpfen“ beschlossen. Vom Bund werden zwei Milliarden Euro unter anderem für Maßnahmen zum Abbau von Lernrückständen sowie für die Förderung frühkindlicher Bildung fließen. Auch der Märkische Kreis nimmt dieses Thema ernst, wie im Kreistag deutlich wurde. Die Kreispolitiker befürworten einstimmig eine Teilnahme an diesem Aktionsprogramm. Im Rahmen ihrer Zuständigkeit will die Kreisverwaltung gemeinsam mit den 15 Kommunen Problemlagen für Kinder und Jugendliche in Folge der Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie ermitteln.

Unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln fand die Sitzung des Kreistages im Kulturhaus in Lüdenscheid statt. Über die Wasserstoffstrategie im Märkischen Kreis sowie mögliche Investitionen in diesem Bereich soll in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr beraten werden. Der Kreis hat dazu bei der Universität Wuppertal ein Gutachten sowie Machbarkeitsstudien zur Herstellung, Lagerung, Vermarktung und Nutzung von Wasserstoff in Auftrag gegeben. Der Antrag der UWG zur Entwicklung einer Gesamtstrategie für die „öffentliche Mobilität“ soll ebenfalls zunächst im Fachausschuss behandelt werden.

Die im Wirtschafts- und Strukturausschuss umfangreich diskutierte Stellungnahme des Märkischen Kreises zum Regionalplanentwurf fand im Kreistag eine deutliche Mehrheit. Die Stellungnahme wird nun der Bezirksregierung Arnsberg übermittelt. Der Regionalplan regelt für die nächsten 22 Jahre die Entwicklung, Ordnung und Sicherung aller Anforderungen an den Raum. Dazu gehören beispielsweise Wohnen, Wirtschaft, Verkehr, Erholung, Natur oder Rohstoffe.

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