
Zehn Siege bei zehn Niederlagen bedeuten derzeit Platz neun. „Mir ist schon in der Vorbereitung bei der Krombacher Challenge aufgefallen, dass Göttingen konsequent einen eigenen Stil spielt, auch wenn sie damals noch nicht so weit waren“, sagt Phoenix-Trainer Ingo Freyer. Das Herz der Veilchen ist der 35-jährige US-Spielmacher Khalid El-Amin. „Er macht den Unterschied aus, weil er unglaublich schlau spielt“, so Freyer. 14,2 Punkte und 5,6 Assists stehen für den NBA-erfahrenen Pont Guard zu Buche, der bei 1,78 m Körpergröße stattliche 92 kg auf die Waage bringt.
Da auch Shooting Guard Alex Ruoff (13,3 Punkte, 5,1 Assists), der maßgeblich zum Aufstieg beigetragen hat, eine herausragende Saison spielt, können die Göttinger auf Stabilität im Backcourt setzen. Die erfahrenen deutschen Akteure Acha Njei, Robert Kulawick und Dominik Bahiense de Mello komplettieren die Guard-Riege. Den Flügel besetzen der zuletzt beim 74:62 gegen Frankfurt sehr auffällige David Godbold und der Ex-Hagener Dominik Spohr.
In Brettnähe spielen die Niedersachen mit drei Akteuren, die mit einer Körpergröße von jeweils 2,03 m zwar nicht über Basketball-Gardemaß verfügen, aber dafür umso auffälliger sind. Raymar Morgan (15,8 Punkte,
5,8 Rebounds), Harper Kamp (10,9 Punkte, 3,9 Rebounds) und Jamal Boykin
(9,6 Punkte, 4,1 Rebounds) machen einen sehr guten Job. „Die ganze Mannschaft ist sehr tough und voller Energie. Göttingen hat Spieler, die den Charakter für die erste Liga mitbringen. Das ist ganz sicher eine hochinteressante Mannschaft, die nicht zufällig da steht, wo sie steht“, weiß Ingo Freyer.
Von seiner eigenen Mannschaft fordert er für Samstag hohe Konzentration und Physis: „Das ist gegen Göttingen wichtig. Wir müssen verteidigen und im Eins-gegen-eins sehr präsent sein, um zu bestehen.“ Wertvolle Erkenntnisse hat am Mittwoch eine gemeinsame Trainingseinheit mit dem ProB-Team aus Schwelm gebracht. „Es ist für uns wichtig, dass ein Spieler wie Larry Gordon nach seiner Verletzung wieder den Anschluss findet. Dabei helfen auch Trainingsspiele.“ Fortschritte macht auch das lädierte Sprunggelenk von Keith Ramsey. „Leider ist er in dieser Woche auch noch krank geworden. Das ist natürlich kein Vorteil beim Heilungsprozess“, so Freyer.
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