Wuppertal. (PM DKSB) Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und brauchen ihre eigenen Rechte. Darauf weist der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) in Nordrhein-Westfalen zum Internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November hin.
Dass die Bundesregierung die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz grundsätzlich beschlossen hat, sieht der Verband bundesweit als historische Chance. Nun gilt es, den politischen Prozess zu begleiten und mit Aktionen und Kampagnen dafür zu werben, dass die Kinderrechte vollumfänglich in der Verfassung verankert und im Alltag entsprechend ausgestaltet werden.
Der Deutsche Kinderschutzbund setzt sich seit Jahren für eine Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz ein. Noch nie waren die Aussichten so gut, dieses Anliegen politisch durchzusetzen. In ihrem Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung die Verankerung der Kinderrechte beschlossen, eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll bis Ende 2019 einen konkreten Formulierungsvorschlag vorlegen.
„Mehr als 25 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland ist die Zeit dafür wirklich reif“, sagt Krista Körbes, DKSB-Landesgeschäftsführerin in Nordrhein-Westfalen.
Sie betont, wie wichtig es ist, dass die Kinderrechte als eindeutige, einklagbare Grundrechte festgeschrieben werden. „Würden die Kinderrechte im Grundgesetz stehen, müsste das Kindeswohl bei vielen Entscheidungen in Politik und Justiz, beim Sorgerecht oder beim Städtebau stärker berücksichtigt werden“, so Krista Körbes weiter.
Foto: Gruppenfoto des neu gewählten Kinder- und Jugendrates am Rande der ersten Vollversammlung im Iserlohner Rathaus. – © Stadt Is.
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