Die nächste „Schimmel-KiTa“: Kindertageseinrichtung „Springburg“ soll bald ausgelagert werden – Gespräche mit Eltern laufen

KiTa Springburg – © Regional-Stimme (MK)

Iserlohn. (PM Stadt Is. / RST) In der Kindertageseinrichtung „Springburg“ wurden über einen längeren Zeitraum hinweg Schimmelpilzsporen festgestellt, deren Ursache trotz umfangreicher Untersuchungen nicht gefunden werden konnte.

Die Stadt Iserlohn hat sich daher entschieden, das Gebäude zu schließen und die Einrichtung kurzfristig auszulagern, soweit ein geeignetes Gebäude gefunden ist.

Seit mehreren Monaten hatte die Verwaltung, vertreten durch das Kommunale Immobilien Management, durch ein Hygieneinstitut die raumlufttechnische Situation in der Kita Springburg unter wechselnden Bedingungen (Jahreszeiten, Einsatz von Lüftungsgeräten usw.) untersuchen und gutachterlich bewerten lassen. Die Ergebnisse des Monitorings zeigten kein eindeutiges bzw. durchgehendes Untersuchungsergebnis.

Neben raumlufttechnischen Untersuchungen wurden Leckageortungen und Kanaluntersuchungen durchgeführt. Trotz aller Bemühungen lässt sich die Quelle der Sporenbelastung auch mit Hilfe von Fachleuten und speziellen Untersuchungsformen nicht feststellen. Messbare und sichtbare Auffälligkeiten an Wänden, Decken und Fußböden sind nicht vorhanden. Somit ergibt sich kein direkter baulich sichtbarer Hinweis beispielsweise auf einen Feuchtigkeitsschaden. In diesem Zusammenhang sind weitergehende substanzverletzende Untersuchungen des Altbestandes zur Offenlegung möglicher versteckter Auffälligkeiten im laufenden Betrieb nicht zielführend. Daher wird die Einrichtung an dem jetzigen Standort zum nächstmöglichen Zeitpunkt geschlossen.

Derzeit laufen die Prüfungen, in welchen Gebäuden eine Unterbringung möglich ist, um auch die strengen Auflagen für einen Kita-Betrieb zu erfüllen. Die gesamte Kita soll im Optimalfall mit allen Gruppen gemeinsam in einem Gebäude untergebracht werden, um die Gemeinschaft nicht zu zerreißen und den Kindern feste Sozialstrukturen zu erhalten. Die Verwaltung ist sich bewusst, dass diese Entscheidung für die betroffenen Familien mit sehr vielen Unannehmlichkeiten verbunden ist. Aus diesem Grund wurde die Elternschaft am heutigen Montag frühestmöglich in einer Elternversammlung informiert und eng in den Prozess eingebunden.


Losgelöst davon, welches Gebäude die Kita übergangsweise nutzen wird, steht bereits fest, dass die Auslagerung bis zur Fertigstellung einer Ausweichunterkunft an der Beethovenstraße erfolgt.

Das Vergabeverfahren für die Interimsmodule ist kurz vor dem Abschluss, sodass die Beauftragung und anschließende Produktion kurz bevorstehen. Ein genauer Zeitraum für die Aufstellung und Bezug der neuen Räumlichkeiten kann derzeit noch nicht verlässlich genannt werden.

Kein Einzelfall: Seit 2023 sind laut einem Sachstandsbericht (Stand Februar 2025) rund 50 Schadensmeldungen aufgrund von eintretendem Wasser an den städtischen Kitas, Kigas und OGS beim Kommunalen Immobilien Management (KIM) eingegangen.

KIM hatte im Februar 2024 bereits den Abriss der Springburg empfohlen, um an selbiger Stelle einen zweigeschossigen Neubau errichten zu können.

Im Herbst 2023 musste bereits die Kita Lichte Kammer wegen Schimmelbefall geschlossen werden.

In Lössel musste die KiTa im Herbst 2023 nach einem kapitalen Wasserschaden ebenfalls umziehen. Das ausgediente Gebäude soll abgerissen werden.

! NEU ! Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer haben den WhatsApp-Kanal von Regional-Stimme.de abonniert. Melde dich jetzt an und erhalte regelmäßig aktuelle Nachrichten!



About Regional-Stimme

Check Also

Menden: Gerangel mit Alkoholdieb an der Kolpingstraße

Menden. (ots) Am Montagabend ist es in einem Kiosk an der Kolpingstraße zu einem Gerangel …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert