
Gummersbach. (PM VFL) Nach dem gestrigen souveränen 35:28-Auswärtssieg über den TVB Stuttgart am vorgezogenen zehnten Bundesliga-Spieltag steht für den VfL Gummersbach am Sonntag, den 29. September, bereits das nächste Auswärtsspiel in der DAIKIN HBL auf dem Programm.
Wenn die Blau-Weißen am Sonntag die EgeTrans Arena in Bietigheim-Bissingen betreten, werden für die Spieler der Aufstiegsmannschaft rund um VfL-Rechtsaußen Mathis Häseler Erinnerungen wach. Ausgerechnet am Ort des Abstiegs beider Teams 2019 machten die Oberbergischen 2022 quasi alles klar, um die Belletage des deutschen Handballs zurückzukehren. „An diesen Moment erinnern wir uns natürlich sehr gerne zurück“, bestätigt der U21-Weltmeister. „Aber jetzt ist es ein ganz anderes Spiel mit vielen neuen Spielern. Bietigheim hat sich gut verstärkt und wir müssen über eine gute kompakte Abwehr in unser Tempospiel kommen“, legt Häseler den Fokus auf die bevorstehende Bewährungsprobe gegen den Bundesliga-Aufsteiger, der in diesem Jahr die Rückkehr in die DAIKIN HBL geschafft hat.
Mit der SG BBM Bietigheim treffen die Oberbergischen am Sonntag auf einen Gegner, der sich vor allem durch ein eingespieltes System mit einer sehr variablen Abwehr sowie einem guten Tempospiel auszeichnet. „Bietigheim hat sich mit guten Spielern verstärkt, die gefährlich aus dem Rückraum sind. Sie spielen zudem sehr gut mit dem Kreis zusammen und das gilt es für uns zu unterbinden“, weiß Häseler ob der Qualitäten des nächsten Gegners, der in dieser Spielzeit in erster Linie die Klasse halten möchte. Dafür haben die Verantwortlichen im Vorfeld der Saison einen Umbruch des Kaders vorgenommen und auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Während elf Spieler den Verein am Ende der Saison 2023/24 verließen, ist man überwiegend in der Bundesliga fündig geworden. Mit Fynn Nicolaus (TVB Stuttgart), Moritz Strosack (SC DHfK Leipzig), Till Hermann (Frisch Auf! Göppingen), Julius Kühn (MT Melsungen) sowie Ex-Gummersbacher Daniel Rebmann hat der Kader der Bietigheimer ordentlich an Qualität gewonnen. Hinzu kommt Gonzalo Pérez Arce von Orlen Wisla Plock. Diese Qualität stellte das Team von Coach Iker Romero bereits in den ersten Pflichtspielen unter Beweis. Im Aufsteigerduell beim VfL Potsdam gewannen die Romero-Schützlinge mit 28:26 und konnten somit ihre ersten beiden Punkte der neuen Runde feiern. Nachdem das Team bei den Rhein-Neckar Löwen seine Grenzen aufgezeigt bekam (25:33), zeigten die Baden-Württemberger eine Reaktion und gewannen mit 35:33 in Eisenach.
Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge sowie den längerfristigen Ausfällen von Julian Köster und Teitur Einarsson gelang dem VfL mit dem 35:28-Auswärtserfolg über den TVB Stuttgart ein Befreiungsschlag. „Der Sieg gegen Stuttgart war sehr wichtig für uns. Wir haben es geschafft mit einem guten Torwart und einer guten Abwehr in unser Tempospiel zu kommen und das wollen wir gegen Bietigheim auch schaffen“, blickt Häseler zurück: „Natürlich wird es durch die Ausfälle jetzt noch schwerer für uns, aber das müssen wir so hinnehmen, noch näher zusammenrücken und um jeden Ball kämpfen. Außerdem sind die Fans gerade jetzt für uns enorm wichtig. Wir brauchen sie im Rücken und das wollen wir auch in den nächsten Heimspielen spüren!“ Nach vier absolvierten Bundesliga-Spielen rangiert die Mannschaft mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 4:4 auf dem elften Tabellenrang.
HBL terminiert Spieltage 13 und 17 – Anwurfzeit für Highlightspiel in Köln gegen Berlin festgelegt
Die Handball-Bundesliga hat die Termine für den 13. sowie den 17. Spieltag in der DAIKIN HBL festgelegt. Am Sonntag, den 8. Dezember, trifft der VfL Gummersbach um 16:30 Uhr in der SCHWALBE arena auf den HC Erlangen. Der Vorverkauf für Einzeltickets zu dieser Partie beginnt am Donnerstag, den 10. Oktober, um 12 Uhr online unter vfl-gummersbach.de/tickets/ sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Durch die Bekanntgabe der Ansetzungen des 17. Spieltags, an dem die Gummersbacher bekanntlich am zweiten Weihnachtsfeiertag ihr Highlightspiel in der LANXESS arena gegen die Füchse Berlin austragen werden, hat die Handball-Bundesliga nun auch die Anwurfzeit dieser Partie festgelegt. Die Begegnung findet am Donnerstag, den 26. Dezember, um 19 Uhr statt. Tickets sind bereits unter linktr.ee/vfl_gummersbach zu erwerben.
Die neu terminierten Spieltage 13 und 17 des VfL Gummersbach in der Übersicht:
13. Spieltag DAIKIN HBL: Sonntag, 8. Dezember, 16:30 Uhr:
VfL Gummersbach vs. HC Erlangen
17. Spieltag DAIKIN HBL: Donnerstag, 26. Dezember, 19:00 Uhr:
VfL Gummersbach vs. Füchse Berlin (LANXESS arena)
Gummersbach kehrt in Stuttgart zurück in die Erfolgsspur
Anlässlich der vorgezogenen Partie des zehnten Spieltags hat der VfL Gummersbach am Mittwochabend seine nächsten beiden Punkte der Saison 2024/25 in der DAIKIN HBL errungen. In der Porsche-Arena gewann das Team von Chefcoach Gudjon Valur Sigurdsson gegen den TVB Stuttgart mit 35:28 (18:9). In einer denkwürdigen ersten Halbzeit blieben insbesondere die Offensivbemühungen beider Teams unter ihren Möglichkeiten, ehe der VfL mindestens einen Gang zulegte und dank eines halbzeitübergreifenden 11:0-Laufs davonzog, während die Stuttgarter zwölf Minuten lang ohne eigenen Torerfolg blieben. Im zweiten Durchgang gelang den Gastgebern zwar mehrfach eine kleine Torserie, jedoch ließ sich der VfL den ungefährdeten Sieg nicht mehr aus der Hand nehmen. Nach zuletzt zwei Niederlagen haben die Oberbergischen ihr Punktekonto mit 4:4 wieder ausgeglichen.
In den ersten Minuten der Partie war den Gummersbachern die Verunsicherung aus den vergangenen Misserfolgen gegen Lemgo und Leipzig sichtlich anzumerken. So dauerte es nach dem 0:1 (2. Minute) bis zur sechsten Minute, ehe die Oberbergischen erstmals den Ball im gegnerischen Netz unterbrachten. Per Doppelschlag binnen 16 Sekunden besorgten Giorgi Tskhovrebadze und Miloš Vujović dem VfL die erste Führung (2:1). Doch auch das anschließende 3:1 durch Kentin Mahé in Minute sieben brachte noch nicht die nötige Sicherheit ins Gummersbacher Spiel. Drei Tore in Folge der Hausherren brachten das Sigurdsson-Team wieder ins Hintertreffen (3:4, 11. Minute), bevor nach sechs torlosen Minuten aufseiten des VfL der 4:4-Ausgleich durch Kristjan Horžen fiel (14. Minute).
Es folgten sich abwechselnde Torerfolge in einer nun etwas torreicheren, aber noch immer zähen Partie. Erst nach dem 8:8 durch Mahé in der 19. Minute veränderten sich die Kräfteverhältnisse auf der Platte. Während die Stuttgarter offensiv weiterhin mit Problemen zu kämpfen hatten, fanden die Oberbergischen immer besser in die Begegnung. Einzig beim 9:9 in Minute 21 traf der TVB in Halbzeit eins noch einmal ins Tor. Von da an spielte nur noch der VfL, der in den verbliebenen neun Minuten einen 9:0-Lauf hinlegte und seine bisherige Torausbeute verdoppelte. Zwischen den Pfosten zeichnete sich in dieser Phase mehrfach Dominik Kuzmanović aus, während vorne vor allem Miro Schluroff und die beiden Außen Vujović und Mathis Häseler den Spielstand nach oben schraubten.
Vujović und Häseler sollten auch die beiden ersten Torschützen der zweiten Halbzeit sein, die mit dem zehnten und elften Gummersbacher Treffer in Folge das 20:9 für das
Sigurdsson-Team markierten (33. Minute). In der Folge agierten die Gäste jedoch zu fahrlässig und mussten selbst einen 0:5-Lauf hinnehmen (20:14, 38. Minute). Erst nach dem 21:14-Treffer durch Vujović in der 39. Minute stabilisierte sich die Leistung der Oberbergischen wieder, zumal in der 41. Minute Daniel Fernandez vom TVB nach einem Kopftreffer gegen Kuzmanović vom Siebenmeter-Strich die rote Karte sah.
Von da an blieb das Spielgeschehen wieder klar in der Hand des VfL, der in Person von Ellidi Vidarsson in der 47. Minute wieder eine zweistellige Führung herbeiführte (26:16). Auch ein erneutes Aufbäumen der Stuttgarter, die noch einmal auf sechs Tore Abstand verkürzten (26:20, 50. Minute), tat dem Gesamtbild keinen Abbruch mehr. Mit der nötigen Konzentration und Konsequenz spielten die Gummersbacher die Partie zu Ende. Auf das offensive Sieben-gegen-sechs der Stuttgarter antworteten die Gäste gleich drei Mal in Folge mit dem Gegentreffer ins leere Tor (31:24, 55. Minute). Kurz vor dem Schluss kam auch Mykola Protsiuk für den VfL zu seinem Saisondebüt auf dem Spielfeld und legte in der 59. Minute für Ole Pregler auf, der das 34:27 erzielte, ehe die Partie kurz darauf beim Stand von 35:28 beendet wurde.
Am kommenden Sonntag, den 29. September, wartet um 15 Uhr das dritte Bundesliga-Auswärtsspiel innerhalb von acht Tagen auf den VfL Gummersbach. Am vierten Spieltag gastieren die Blau-Weißen bei der SG BBM Bietigheim.
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