Heiner Brand und DHB finden wieder zusammen

Dortmund. (PM DHB) Heiner Brand und der Deutsche Handballbund kommen sich nach distanzierten Jahren wieder näher. Basis hierfür ist ein klärendes Gespräch des Spieler-Trainer-Weltmeisters mit DHB-Präsident Andreas Michelmann, in dem massive Irritationen ausgeräumt wurden.

„In einigen Berichterstattungen war 2015 der Eindruck erweckt worden, unser ehemaliger Bundestrainer und Handball-Manager Heiner Brand habe für eine beratende Funktion einen Rentenvertrag beim Deutschen Handballbund gefordert. Das war zu keinem Zeitpunkt der Fall, und das stelle ich gern öffentlich noch einmal klar”, sagte Michelmann. „Heiner Brand hatte seinen Vertrag als Handball-Manager damals aus freien Stücken in eine weitaus niedriger dotierte Vereinbarung als Berater und Repräsentant umgewandelt. Und auch diese Vereinbarung endete planmäßig. Alle anderen Interpretationen entsprachen und entsprechen nicht den Tatsachen. Der Deutsche Handballbund bedauert die daraus entstandenen Irritationen sehr. Ich persönlich bin froh und dankbar, dass wir den Gesprächsfaden wieder aufgenommen und nun die Aussicht auf eine Wiedervereinigung der Handball-Familie haben.”

Heiner Brand hat als Spieler und Trainer bereits 1978 deutsche und internationale Handball-Geschichte geschrieben. Sensationell gewann er als Spieler mit der bundesdeutschen Auswahl gegen die UdSSR die Weltmeisterschaft. Von 1997 bis 2011 war er selbst Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft, mit der er die Heim-WM 2007, die EM 2004 und Silber bei den Olympischen Spielen 2004 sowie zahlreiche weitere Medaillen gewann. Der 65-Jährige sammelte mit dem VfL Gummersbach nationale und internationale Titel in Serie ein, darunter 1974 und 1983 den Europapokal der Landesmeister.

Der gebürtige Gummersbacher, der von Kindesbeinen an für den VfL spielte, erhielt zahlreiche Ehrungen, darunter die mit der Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Sports verbundene Goldene Sportpyramide und den Titel „Legende des Sports” – damit steht er in einer Reihe mit Persönlichkeiten wie Uwe Seeler, Franz Beckenbauer, Michael Schumacher oder Boris Becker. Brand engagiert sich für zahlreiche soziale Projekte – herausragend ist der Einsatz für seinen ehemaligen, 1979 schwer verunglückten Mitspieler Joachim Deckarm.

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