Hemer zeigt Flagge

News aus HemerHemer. (PM Stadt Hemer) Der 25. November ist der internationale Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen“. Er geht auf den Todestag der drei Schwestern Mirabal zurück, die 1960 in der Dominikanischen Republik als aktive Regimegegnerinnen gefoltert, vergewaltigt und ermordet wurden.

 

Gewalt gegen Frauen ist alltäglich und hat viele Gesichter. Häusliche und sexualisierte Gewalt, Frauenhandel, Zwangsheirat und Gewalt im Namen der Ehre zählen dazu. Ein freies und selbstbestimmtes Leben für Frauen – ohne Gewalt und weltweit, das fordern deshalb die blauen „frei leben ohne Gewalt“-Fahnen ein, die am Montag, 25. November, auch vor dem Hemeraner Rathaus wehen. Die Stadt Hemer schließt sich damit erneut der bundesweiten Kampagne der Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes an, die von Jahr zu Jahr wachsende öffentliche Unterstützung erfährt.

 

„Sexualisierte Gewalt Vergewaltigung – das ungesühnte Verbrechen“ lautet das Schwerpunktthema 2013. Die Kampagne wird von der Unterschriftenaktion „Vergewaltigung – Schluss mit der Straflosigkeit!“ begleitet, die auf www.frauenrechte.de online unterzeichnet werden kann.
In dem Aufruf heißt es: „Kaum ein Verbrechen in Deutschland wird so selten bestraft wie eine Vergewaltigung – obwohl es eine der häufigsten Formen von Gewalt an Frauen ist: Alle drei Minuten wird in Deutschland eine Frau vergewaltigt! Doch nur etwa jeder achte angezeigte Sexualtäter wird verurteilt, viele Verfahren werden frühzeitig eingestellt. Ein Grund liegt in den gravierenden Lücken des Gesetzes zu Vergewaltigung (§177 StGB). Wir fordern, dass diese Gesetzeslücke geschlossen wird.“

 

Rund um den Internationalen Gedenktag haben die Runden Tische gegen häusliche Gewalt im Märkischen Kreis die Aktionswochen „Jede und jeder hat das Recht auf ein gewaltfreies Leben“ initiiert. Mit sechs Veranstaltungen in vier Städten soll die Präventionsarbeit gestärkt, die Vernetzung der Hilfesysteme optimiert und auch öffentlich informiert werden.
Auf die Veranstaltungen in Plettenberg und Hemer folgt am Montag, 25. November 2013, der Spielfilm „Festung“ mit anschließender Information über die Arbeit des AWO-Frauenhauses in Iserlohn. Beginn ist um 19.30 im Varnhagenhaus. Begleitend läuft in den nächsten Tagen eine gleichnamige Informationskampagne an, die über Anlaufstellen und Hilfeeinrichtungen für Gewaltopfer im Märkischen Kreis informiert. Plakate und Visitenkarten, die in jeder Tasche Platz finden, werden an öffentliche Einrichtungen und gezielt auf solche Räumlichkeiten verteilt, in denen sich häufig oder ausschließlich Frauen aufhalten. Das Gesamtkonzept wird vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

 

Für nähere Informationen zur Veranstaltungsreihe und zur Plakataktion stehen die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hemer Irene Vormweg unter Tel. 02372/551-211 und Birgit Reckermann von der Frauenberatungsstelle Hemer unter 02372/ 8440122 als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Hier können sich auch gerne Personen melden, die die Plakataktion der Runden Tische gegen häusliche Gewalt unterstützen möchten. Der Flyer zur Veranstaltungsreihe liegt in vielen öffentlichen Einrichtungen und Arztpraxen aus und steht unter www.hemer.de zum Download bereit.

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