
Hagen. (PM) Am Samstag beginnt für Phoenix Hagen die heiße Phase im Kampf um den Klassenerhalt in der Beko Basketball Bundesliga. Die Feuervögel treten dann beim aufstrebenden Schlusslicht Crailsheim Merlins an. Sprungball in der Arena Hohenlohe ist um 18.30 Uhr.
Die Merlins haben drei der letzten fünf Partien für sich entschieden und liegen nur noch vier Punkte hinter dem rettenden 16. Platz. Siege gab es gegen Bayreuth (88:84), beim Mitteldeutschen BC (87:84) und in Trier (82:67). Crailsheim hat nach einer enormen Personalrotation – es kamen in der Saison 2014/2015 bereits zehn ausländische Spieler zum Einsatz – seine Achse gefunden. Die besteht aus Aufbauspieler Garrett Sim (13,3 Punkte, 4,5 Assists), Top-Scorer Sean Mosley (14,2 Punkte), dem ukrainischen Power Forward Andriy Agafonov (10,5 Punkte, 6,0 Rebounds) und Center Chris Otule. Hinzu kommen Guard Jonathan Saibou und der zuletzt an der Leiste verletzte Jonathan Moore als deutsche Stammkräfte.
Für die übrigen beiden Ausländerpositionen stehen Trainer Ingo Enskat vier Optionen zur Verfügung. Shooting Guard Chad Timberlake (ehemals Mitteldeutscher BC) ist nach einer längeren Verletzungspause wieder ins Training eingestiegen und dürfte gegen Hagen zur Verfügung stehen. Point Guard Walter Lemon Jr., Co-Trainer und Forward Stevie Johnson sowie Shooting Guard Josten Crow heißen die weiteren Alternativen. „Wir werden sehen, wer am Ende zu den sechs Ausländern zählen wird und ob durch die Rückkehr von Timberlake die zuletzt erfolgreiche Merlins-Mannschaft ein anderes Gesicht bekommt“, analysiert Hagens Coach Ingo Freyer.
Dabei sagt ihm vor allem der Entwicklung der Crailsheimer Guards zu: „Sim spielt konstant gut und übernimmt mehr und mehr Verantwortung. Mosley ist ein typischer Scorer. Und Saibou spielt eine wirklich wichtige Rolle, er ist abgezockt und hat einen guten Wurf.“ Unter den Körben erwartet Ingo Freyer ein offenes Spiel: „Die Merlins haben die etwas größeren Spieler, unser Center sind dafür sehr beweglich.“ Allemal erwartet er einen heißen Tanz in der Arena Hohenlohe: „Crailsheim hat gegen uns und Bremerhaven zwei Heimspiele hintereinander, die dem Team im Erfolgsfall noch einmal einen richtigen Schub im Abstiegskampf geben würden. Das ist eine hohe Motivation.“
Die Hagener wollen am Samstag unbedingt an die ansprechende Leistung gegen Bamberg anknüpfen. „Wir müssen sehr präsent sein, und zwar von Beginn an. Das ist bei so einem Spiel auf Augenhöhe, bei dem ich keinen Favoriten sehe, ganz besonders wichtig“, so Freyer. Phoenix Hagen wird am Freitag nach Crailsheim reisen und dort zwei Trainingseinheiten absolvieren. „Es ist eines dieser enorm wichtigen Spiele gegen einen direkten Konkurrenten, die darüber entscheiden, ob du bis zum Ende zittern musst – oder ob du dir frühzeitig etwas Luft verschaffen kannst.“
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