Klassenunterschied zwischen Hagen und Bietigheim

Hagens Trainer Niels Pfannenschmidt – © by Sportstimme (MK)

Hagen. (PM Eintracht) Sehr groß war die Enttäuschung von Trainer Niels Pfannenschmidt nach der sechsten Niederlage seines Handball-Zweitligisten VfL Eintracht Hagen vor heimischer Kulisse gegen die Spitzenmannschaft der SG BBM Bietigheim.

Dabei ärgerte den Ostwestfalen nicht die Höhe der Niederlage, sondern der Auftritt seiner Farben. „Nach den bisherigen Spielen haben wir immer einen Schritt nach vorne feststellen können, die guten Phasen wurden immer länger. Das war heute nicht so“, resümierte der 43-Jährige.

Den ersten Treffer der Begegnung markierten die Grün-Gelben nach nur 30 Sekunden, doch die direkte Antwort zeigte auf, wie es in den verbleibenden 59:30 Minuten weitergehen sollte. Die Badener konterten nach nur wenigen Sekunden, kamen aus einer extrem gut gestaffelten Defensive mit einem überragenden Domenico Ebner dahinter immer wieder zu leichten Treffern über die zweite Phase oder Gegenstöße. Die Gastgeber hingegen standen in der Defensive „viel zu tief und zu passiv“, so Pfannenschmidt, vorne fehlte der geradlinige Druck auf das Tor. Einzig beim Anschlusstreffer zum 7:8 (14.) von Jan von Boenigk keimte beim Hagener Anhang kurz Hoffnung auf. „Realistisch betrachtet hatten wir aber keine Chance“, erklärte Pfannenschmidt offen. Nach einer Auszeit von SG-Trainer Hartmut Mayerhoffer drehten die Bietigheimer allerdings richtig auf, erspielten sich bis zum Seitenwechsel eine Sieben-Tore-Führung.

Auch im zweiten Abschnitt zeigte sich kein anderes Bild: Der VfL hatte Probleme in der Defensive und kassierte viele Konter, die SG steigerte sich in der Schlussviertelstunde nochmals. „Wir wissen ja aus Erfahrung, dass hier auch eine Sieben-Tore-Führung nicht reichen kann, daher habe ich den Jungs gesagt, dass sie immer weiter machen müssen“, betonte Mayerhoffer und spielte dabei auf die Niederlage der SG in Hagen vor zwei Jahren an. Held damals war Torhüter Jürgen Müller, der diesmal das Trikot der Badener trug – und in der Schlussphase seine ersten Einsatzminuten in dieser Spielzeit erhielt.

Auf Seiten der Gastgeber musste neben Jan-Lars Gaubatz, der den Rest der Spielzeit ausfallen wird, Jannis Fauteck, der in der kommenden Woche beim Gastspiel beim HSC 2000 Coburg sein Comeback feiern soll, auch noch Kapitän Sebastian Schneider mit einer Knöchelverletzung passen. Die Ausfälle wollte Pfannenschmidt aber keinesfalls als Ausrede für den Auftritt seiner Mannschaft gelten lassen. „Wir können uns nur beim Publikum entschuldigen – und wir versprechen, dass wir es im kommenden Heimspiel besser machen“, unterstrich Schneiders Stellvertreter Julian Renninger abschließend.

VfL: Mahncke (7 Paraden, 1.-30.), Jerkovic (6 Paraden, 31.-60.); Lindner, Kress (4), Tubic (2/1), Pröhl, Renninger (6/1), Konitz (4), König (n.e.), Saborowski, Waldhof (1), Mestrum, von Boenigk (7).

SG BBM: Ebner (15 Paraden, 1.-42.), Müller (2 Paraden, 43.-60.); Haller, Rentschler, Claus, Erifopoulos, Schäfer, Schmidt, Babarskas, König, Barthe, Asmuth, Doll, Emanuel, Marcec.

Siebenmeter: 5/2 – 1/1 (Tubic 2x Pfosten, Kress über das Tor).

Zeitstrafen: 8 – 4 (Waldhof 2 x, Kress, Pröhl – Barthe, Döll).

Schiedsrichter: Lucas Hellbusch und Darnel Jansen.

Zuschauer: 400 in der Arena am Ischeland.

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