Mit Klarheit, Kontinuität und Kampfgeist ins neue Jahr / Niederlage in Herten

Das Team der Kangaroos – © Iserlohn Kangaroos

Iserlohn. (PM Kangaroos) An diesem Samstag starteten die Iserlohn Kangaroos mit dem Auswärtsspiel in Herten in ihr erstes Pflichtspiel des Jahres 2026 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB.

Ein guter Zeitpunkt, um innezuhalten – und auf das Basketballjahr 2025 zurückzublicken. Ein Jahr, das sportlich fordernd war, das den Standort Iserlohn aber zugleich weiter gefestigt hat.

2025 war geprägt von zwei sehr unterschiedlichen Saisonphasen: der entscheidenden Rückrunde der Spielzeit 2024/25 und der anspruchsvollen Hinrunde der laufenden Saison 2025/26. Verbunden wurden beide Abschnitte durch ein zentrales Thema: Kontinuität in einer Liga, die immer weniger Fehler verzeiht.

Stabilität als bewusste Entscheidung

Ein klares Signal setzte der Club bereits im Sommer: Acht Spieler aus dem erfolgreichen Vorjahr wurden gehalten. In einer ProB, in der sich viele Kader jährlich nahezu komplett verändern, war das ein bewusster Schritt. Geschäftsführer Michael Dahmen hatte früh betont, wie wichtig Verlässlichkeit und Identität für den Standort seien – sportlich wie strukturell.
Diese Entscheidung zahlte sich vor allem in der Rückrunde 24/25 aus. Die Kangaroos fanden auch in schwierigen Phasen immer wieder Lösungen, blieben konkurrenzfähig und erreichten die Playoffs. Kein Selbstläufer, sondern das Resultat von Stabilität, Teamchemie und der Fähigkeit, sich an unterschiedliche Gegnerprofile anzupassen.

Eine Liga ohne Ruhephasen

Das Jahr 2025 zeigte jedoch auch deutlich, wie sehr sich die ProB verändert hat. Die Ausgeglichenheit der Liga war so groß wie selten zuvor. Farmteams, Wildcard-Mannschaften, physisch starke Aufsteiger und taktisch flexible Gegner sorgten dafür, dass selbst kleine Schwächen sofort bestraft wurden.

Headcoach Toni Prostran sprach in Interviews mehrfach davon, dass es kaum noch „einfache Spiele“ gebe. Serien entstehen schneller – in beide Richtungen. Genau das wurde in der Hinrunde 25/26 spürbar.

Ein roter Faden: Verletzungen und Ausfälle

Was sich durch das gesamte Jahr 2025 zog, war ein außergewöhnlich hohes Maß an Verletzungen und krankheitsbedingten Ausfällen – intensiver als in den Spielzeiten zuvor. Immer wieder musste das Trainerteam rotieren, Belastungen steuern und Abläufe anpassen. Trainingswochen verliefen selten komplett, Automatismen konnten nur phasenweise greifen.
Dennoch blieb die Mannschaft ihrem Stil treu: hohe defensive Intensität, physisches Spiel, Verantwortung verteilt auf mehrere Schultern.

Entwicklung statt Stillstand

Trotz aller Widrigkeiten war 2025 kein Jahr des Stillstands. Im Gegenteil: Junge Spieler übernahmen mehr Verantwortung, Rollen verschoben sich, taktische Flexibilität wurde weiterentwickelt. Die Kangaroos blieben ein Team, das nicht über Einzelakteure definiert wird, sondern über Struktur und Geschlossenheit.
Michael Dahmen ordnete dies zuletzt treffend ein: Die ProB sei keine Liga mehr, in der man Entwicklungen planen könne, ohne Rückschläge einzuplanen. Entscheidend sei, wie ein Team damit umgeht – und ob es gelingt, über eine Saison hinweg konkurrenzfähig zu bleiben.

Der Blick nach vorne – gemeinsam

Mit dem Start ins Jahr 2026 setzen die Kangaroos genau hier an. Nicht mit großen Parolen, sondern mit der Überzeugung, dass der eingeschlagene Weg richtig ist. Gemeinsam mit Partnern, Fans und Volunteers wird der Club weiter für die Entwicklung des Basketballstandorts Iserlohn kämpfen – mit klarer Haltung, harter Arbeit und dem Vertrauen in den eigenen Prozess.
Der morgige Auftakt in Herten ist dabei mehr als nur ein Spiel: Er ist der nächste Schritt in einer Saison, die erneut fordert, aber auch Chancen bietet. Die Kangaroos wissen, worauf es ankommt – und nehmen den Rückenwind aus 2025 mit ins neue Jahr.

Rückschlag zum Jahresbeginn – Fokus jetzt auf das erste Heimspiel 2026

Der Start ins Basketballjahr 2026 verlief für die Iserlohn Kangaroos sportlich ernüchternd.

Beim Auswärtsspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga in Herten mussten sich die Waldstädter mit 94:63 deutlich geschlagen geben. Dabei war die Ausgangslage bereits vor dem Tip-off alles andere als einfach: Mit Kapitän Ruben Dahmen, David Pavljak und Julius Gebauer fehlten gleich drei Akteure im Kader.

Herten nutzte diese Situation früh konsequent aus. Die Gastgeber erwischten einen starken Abend von außen, trafen hochprozentig von der Dreierlinie und kombinierten dies mit aggressiver Verteidigung. Weniger Turnover und mehr Steals sorgen auf Seiten der Hertener schon für einen klaren Punkteabstand zur Halbzeit.

Die Kangaroos hatten zudem früh mit Foulproblemen zu kämpfen, was Rotationen einschränkte und den Rhythmus erschwerte. Trotzdem ließ sich das Team nicht hängen. Immer wieder verkürzten die Iserlohner den Rückstand, kämpften sich mit Einsatz und Mentalität zurück in die Partie und zeigten, dass sie trotz der Umstände bereit waren, Verantwortung zu übernehmen.

Am Ende reichte es nicht, um das Spiel noch einmal offen zu gestalten. Herten blieb konstant, kontrollierte die entscheidenden Phasen und brachte den Sieg souverän ins Ziel.

Trainer Toni Prostran ordnete die Partie so ein: “Wir haben uns für dieses Spiel viel vorgenommen, konnten es aber zu selten auf das Feld bringen. Entscheidend ist jetzt, dass wir schnell den Blick nach vorne richten, als Team zusammenbleiben und den Fokus konsequent auf das nächste Spiel legen.“

Genau das ist nun der klare Fokus. Bereits am Samstag, den 10. Januar um 19.30 Uhr, steht das erste Heimspiel 2026 in der Matthias-Grothe-Halle an. Die Kangaroos werden sich schütteln, Lehren ziehen – und gemeinsam mit ihren Fans wieder voll angreifen.

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