
Essen. (PM TUSEM) Handball-Zweitligist TuSEM Essen hat das erste Auswärtsspiel des Jahres verloren.
Am 19. Spieltag unterlag die Mannschaft von Trainer Kenji Hövels dem TV Hüttenberg mit 34:37 (19:23). Für den TuSEM war Felix Mart mit sieben Treffern erfolgreichster Torschütze, auf Hüttenberger Seite traf David Kuntscher ebenfalls sieben Mal. Darüber hinaus konnten sich Finn Knaack (16 Paraden) sowie TVH-Keeper Yahav Shamir (elf Paraden) oft auszeichnen.
Nach dem Heimsieg zum Rückrundenauftakt gegen die Eulen Ludwigshafen sollte in Mittelhessen der erste TuSEM-Auswärtssieg der Saison eingefahren werden. Vor rund 1400 Zuschauern im Sportzentrum Hüttenberg markierte Alexander Schoss den ersten Essener Treffer, ehe der Linkshänder verletzt von der Platte musste. Eine Hiobsbotschaft für den TuSEM, der in der Folge von den Gastgebern regelrecht überrannt wurde. Die Essener bekamen defensiv überhaupt keinen Zugriff, Torhüter Dominik Plaue blieb an alter Wirkungsstätte glücklos. Kenji Hövels buzzerte beim 4:9 in Minute neun zur ersten Auszeit, die jedoch nur bedingt Wirkung entfalten konnte. Hüttenberg bestrafte jeden Essener Fehler eiskalt und führte nach 17 Minuten bereits mit 8:16. Es drohte ein schlimmer Abend für den TuSEM zu werden, der sich allerdings mit dem Mute der Verzweiflung allmählich in die Partie „reinarbeitete“. Der Torwartwechsel von Plaue zu Knaack zeigte Wirkung und vorne übernahm Felix Mart das Kommando. Hinzu kam eine ganz starke Leistung vom eingewechselten Routinier Alexander Becker, der der Abwehr sichtlich Stabilität verlieh. Rund 30 mitgereiste TuSEM-Fans sahen eine tolle Aufholjagd der Essener, Felix Göttler erzielte gut drei Minuten vor der Pausensirene das 18:20. Die Hövels-Sieben war also wieder dran, ging letztendlich aber mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Pause.
Neben Schoss fällt auch Mast aus – Hypothek aus der Anfangsphase zu groß
Auffällig war: Bereits in der ersten Hälfte ging Hövels früh ins Risiko und setzte auf den siebten Feldspieler. Dadurch konnten die Gastgeber nicht ganz so offensiv wie gewohnt decken, machten es den Essenern allerdings trotzdem schwer. Ein Schachzug von TVH-Trainer Stefan Kneer sollte sich besonders auszahlen: Er wechselte Torhüter Yahav Shamir ein, der den TuSEM reihenweise zur Verzweiflung brachte. Während die Essener in der Deckung nun deutlich stabiler waren, ließen sie vorne zahlreiche freie Würfe liegen. So konnte Hüttenberg den Vorsprung stets verwalten, auch wenn der TuSEM immer mal wieder auf vier oder drei Tore verkürzen konnte. Spätestens beim 31:37 (57.) durch Vit Reichl war die Messe gelesen, in den Schlussminuten betrieben die Essener noch Ergebniskosmetik. Zu allem Überfluss musste Tim Mast kurz vor Spielende das Feld verlassen, der Linksaußen knickte um und humpelte vom Feld.
„Wir kriegen zu Beginn in der Abwehr überhaupt keinen Zugriff, Hüttenberg konnte viele Tore über das Tempospiel erzielen. Es ging etwas zu schnell für uns. Wir dürfen nicht nach 15 Minuten 15 Gegentore haben“, bemängelte Rückraumspieler Oskar Kostuj die Anfangsphase. „Unser 7-gegen-6 funktioniert dann aber ganz gut. Wir haben einige Durchbrüche und unsere freie Chancen gut genutzt. Am Ende schaffen wir es nicht, mal auf ein Tor heranzukommen und das Momentum vollständig auf unsere Seite kippen zu lassen“, so der 25-Jährige.
Ein erfreulicheres Ergebnis fuhr stattdessen die A-Jugend ein: Die Mannschaft von Trainer Florian Buddenborg gewann vor dem Zweitliga-Spiel in gleicher Halle mit 32:30 gegen die Mittelhessen Youngsters und wahrte damit ihre Chance auf die Endrunden-Qualifikation um die deutsche Meisterschaft. Für die Profis wartet in der kommenden Woche das nächste Auswärtsspiel, am Freitag (20. Februar) sind die Essener beim sieglosen Schlusslicht HC Oppenweiler/Backnang zu Gast. Anwurf in der Murrtal-Arena ist um 19:30 Uhr.
TV Hüttenberg – TuSEM Essen 37:34 (23:19)
TV Hüttenberg: Böhme (fünf Paraden, 26 Prozent), Shamir (elf Paraden, 35 Prozent) – Schwarz (6), Volk, P. Ohl (3), Rüdiger (6/2), Reichl (4), Haack (4), Gümbel, Anselm, Stehl, Kompenhans (4), Dyatlov (1), Schreiber (2), Kuntscher (7)
TuSEM Essen: Knaack (16 Paraden, 39 Prozent), Plaue – Becker, Mart (7/2), Göttler (1), Willner (2), Wolfram (3), Reimer, Eißing (3), Wolf, Clarius, Neuhaus (5), Kostuj (5), Mast (3), Werschkull (4), Schoss (1)
Schiedsrichter: Jan und Manuel Lier
Zeitstrafen: 1 – 4
Siebenmeter: 2/3 (Rüdiger scheitert an Knaack) – 2/2
! NEU ! Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer haben den WhatsApp-Kanal von Regional-Stimme.de abonniert. Melde dich jetzt an und erhalte regelmäßig aktuelle Nachrichten!
Regional-Stimme · Das gemeinsame Portal von Iserlohner-Nachrichten und Sport-Stimme Lokales, Regionales und Sport aus Iserlohn, dem Märkischen Kreis und NRW
