Nebel: Schön und gefährlich So entsteht die Wolke am Boden

Am häufigsten tritt Nebel bei uns in der dunklen und kühlen Jahreshälfte auf. Die Sichtweite beträgt dann unter einem Kilometer. Auto- und Radfahrer sollten entsprechend vorsichtig fahren. – © Shutterstock

Bonn. (PM WetterOnline) Typisch für den Oktober ist das Wechselspiel von Sonne und Nebel. In der kühleren Jahreshälfte legt sich morgens oft Nebel über Wiesen und Bergtäler – ¬¬aber auch über die Straßen.

Die Sichtweite liegt dann häufig unter einem Kilometer, Auto– und Radfahrer sollten entsprechend vorsichtig fahren. Nebel kann aber auch faszinieren.

Die Nebelsaison hat begonnen. Regional hält sich der graue Schleier bereits hartnäckig. Am häufigsten tritt Nebel bei uns in der dunklen und kühlen Jahreshälfte von Oktober bis Februar auf. Dann kann die Sonneneinstrahlung die Luft tagsüber zwar erwärmen, in den Nächten kühlt sie aber in Bodennähe wieder ab. Kalte Luft kann weniger Wasserdampf speichern und die relative Luftfeuchtigkeit steigt an.

Nebel bildet sich, wenn die Luft bis zum sogenannten Taupunkt abkühlt. Genau dann beträgt die relative Luftfeuchtigkeit 100 Prozent und der in der Luft enthaltene Wasserdampf kondensiert zu winzigen Nebeltröpfchen. Die Tröpfchen bilden sich um Kondensationskerne. Das sind zum Beispiel winzige Ruß- oder Staubteilchen, die zu Tausenden in unserer Luft schweben. Viele dieser Tröpfchen bilden den Nebel, der nichts anderes ist als eine Wolke am Boden. Die Sichtweite beträgt dann weniger als einen Kilometer.

Gefahr im Straßenverkehr

Durch die eingeschränkte Sicht wird Nebel vor allem im Straßenverkehr schnell zur Gefahr für Autofahrer und Fußgänger. Schwere Verkehrsunfälle, bei denen Nebel eine Unfallursache war, ereignen sich am häufigsten im letzten Quartal des Jahres. Rund 60 Prozent der schweren Nebelunfälle der Jahre 2014 bis 2018 ereigneten sich in den Monaten Oktober bis Dezember. Nebel war in Deutschland im Jahr 2022 die Ursache für rund 300 Straßenverkehrsunfälle.

Auf dem Land gibt es mehr Nebel

Grundsätzlich kann sich überall dort Nebel bilden, wo sich die Luft abkühlt. Auf dem Land gibt es jedoch mehr Nebel als in der Stadt. Zwar enthält die Stadtluft wegen der höheren Luftverschmutzung eine drei- bis fünfmal höhere Konzentration an Kondensationskernen, aber dafür ist sie nachts wärmer. Beton und Asphalt speichern die Wärme des Tages und geben sie nachts wieder ab. Dadurch ist der Temperaturunterschied zwischen den Tageszeiten in der Stadt geringer als auf dem Land und es bildet sich seltener Nebel.

Eindrucksvolles Naturschauspiel

In kalten, windstillen Nächten bildet sich in den Gebirgstälern ein oft schier endloses Nebelmeer. Die begrenzenden Berge sorgen dafür, dass sich dort die kalte Luft sammelt und somit der Nebel nicht abfließen kann. Wenn man das Glück hat, in der Morgendämmerung über dem Nebel in den Bergen zu sein, hat man einen beeindruckenden Blick auf dieses Naturschauspiel.
Durch die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht kann Nebel sogar in der Wüste entstehen. In Namibia bildet er sich häufig morgens an der Küste und im Inneren der Namib-Wüste. Manchmal hüllt der Wüstennebel sogar die Millionenmetropole Dubai ein.




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