Phoenix beim FC Bayern: Ein Offensivduell mit ungleichen Waffen

Fans Phoenix HagenHagen. (PM Phoenix) Am Samstag muss Phoenix Hagen beim Deutschen Meister ran. Sprungball zum Spiel beim FC Bayern Basketball ist um 18.30 Uhr im Audi Dome. Der Tabellendritte von der Isar geht mit frischem Selbstbewusstsein in die Partie. Der Kader ist wieder komplett. Zudem schafften die Bayern am Mittwoch durch ein 90:84 über Union Olimpija Ljubljana den Sprung ins Achtelfinale im Eurocup.

Zwar fehlt der zwischenzeitlich verpflichtete Bo McCalebb weiter verletzt; dafür ist die große Aufbauhoffnung Vasilije Micic, für die McCalebb geholt worden war, nun wieder fit. „Die Bayern haben einen außergewöhnlichen Kader mit unglaublicher Tiefe“, weiß Ingo Freyer.
„Insbesondere auf den deutschen Positionen sind sie den anderen Top-Teams voraus – vor allem, was die große europäische Erfahrung angeht. Die Bayern können darum ohne Qualitätsverlust durchwechseln.“ Die Aufbauspieler Anton Gavel und Heiko Schaffartzik, die Forwards Lucca Staiger, Robin Benzing und Jan-Hendrik Jagla, Center Yassin Idbihi sowie Nachwuchshoffnung Paul Zipser gehören zu der erlesenen Rotation.

Top-Scorer ist der bosnische Guard und Forward Nihad Djedovic (14,9 Punkte). Ebenso wie der nach langer Verletzungspause genesene Bryce Taylor verfügt er über eine enorme Schnelligkeit und Vielseitigkeit. „Beide sind prädestiniert dafür, den Korb direkt zu attackieren oder aus der Bewegung die Schützen zu suchen“, so Freyer. Auch der Distanzwurf ist eine der bevorzugten Waffen der Bayern, die die Mehrzahl der Spieler sehr gut beherrscht. Im Innenspiel haben die Münchener ebenfalls alle Möglichkeiten. Neben Jagla und Idbihi steht mit John Bryant, Dusko Savanovic und Vladimir Stimac eine massive Center-Troika zur Verfügung, die aus dem Set Play oft die erste Angriffsoption ist.

Es kündigt sich für Samstag ein unterhaltsames Spiel an – die Bayern und Phoenix Hagen nehmen die meisten Feldwürfe aller Teams der Liga –, bei dem die Rollen freilich klar verteilt sind. „In einem geordneten Spiel haben wir qualitativ nichts entgegenzusetzen“, weiß Ingo Freyer.
Doch auch das Tempospiel ist bei den Bayern eine Bank: „Kein Spieler steht viel länger als 20 Minuten auf dem Feld oder muss sich groß über die Foulbelastung Gedanken machen. So oder so lassen sie sich nicht beirren und spielen konsequent ihr Ding herunter.“

Von solchen Voraussetzungen können die Feuervögel nur träumen, zumal ihnen das Verletzungspech treu bleibt. Am Montag ist Keith Ramsey im Training umgeknickt. Er muss wegen eines Bänderrisses mehrere Wochen pausieren. „Das ist ein weiterer schwerer Rückschlag. Die Saison bleibt kompliziert für uns“, so Freyer. Nicht zur Verfügung stehen in München auch die Nachwuchskräfte Jonas Grof und Marcel Keßen. Phoenix Hagen macht sich am Freitagmorgen auf den Weg in die bayrische Metropole.
„Wir werden dort zweimal trainieren, das hat sich bei Auswärtsspielen sehr bewährt“, erklärt der Hagener Übungsleiter.

Partie gegen die Dragons bereits am Samstag

Zwei Beko Basketball Bundesliga-Spiele von Phoenix Hagen sind verlegt worden. Die Partie des 22. Spieltags gegen die Artland Dragons findet jetzt am 14. Februar 2015 um 18.30 Uhr in der ENERVIE Arena statt. Die Partie bei ALBA BERLIN vom 30. Spieltag wurde auf den 15. April 2015 um 20 Uhr in der o2 World vorverlegt.

Das Spiel gegen die Artland Dragons wurde aus organisatorischen Gründen von Sonntag auf Samstag vorgezogen. In Berlin wird bereits am Mittwoch (statt am Freitag) gespielt, um einer möglichen Kollision mit den Eisbären Berlin (Finalspiel in der Deutschen Eishockey Liga) aus dem Wege zu gehen. Zudem wird der Spieltag entzerrt, um den Anforderungen von Telekom Basketball zu entsprechen.

About Iserlohner-Nachrichten

Check Also

Menden: Gerangel mit Alkoholdieb an der Kolpingstraße

Menden. (ots) Am Montagabend ist es in einem Kiosk an der Kolpingstraße zu einem Gerangel …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert