
Hagen. (PM) Es geht zum Spitzenreiter: Am Samstag tritt Phoenix Hagen bei den MHP RIESEN Ludwigsburg an. Sprungball zum Spiel der Beko Basketball Bundesliga ist um 20.30 Uhr. Telekom Basketball überträgt live ab 20.15 Uhr.
Mit acht Siegen aus den ersten neun Partien haben die Ludwigsburger den Tabellengipfel der Beko BBL erklommen. Auch wenn die Top-Favoriten aus Bamberg, München und Berlin noch auf der To-Do-Liste der Baden-Württemberger stehen, so sind die nationalen und internationalen Leistungen der Mannschaft von Trainer John Patrick beeindruckend. Mit dem unverkennbaren, aggressiven Spielstil und mit vielen kleinen und schnellen Akteuren machen die RIESEN der Konkurrenz das Leben schwer.
Zwei erfahrene Neuzugänge auf den kleinen Positionen scheinen wie geschaffen für das Ludwigsburger Spiel. Der 31-jährige Point Guard Mustafa Shakur (14,8 Punkte, 4,6 Assists) und der gleichaltrige Allrounder Roderick Trice (10,6 Punkte, 6,1 Assists, 4,6 Rebounds), der auch schon für Ulm und Göttingen spielte, bilden gemeinsam mit Rookie Tekele Cotton
(12,9 Punkte) eine starke Achse. Hinzu kommen mit Brad Loesing und David McCray zwei deutsche Guards.
Auf den Forward- und Centerpositionen setzen die Ludwigsburger mehr auf Beweglichkeit, Athletik und Masse als auf Zentimeter. Auf dem Flügel spielen Shawn Huff, Alvaro Munoz und Royce O’Neal. Unter den Körben verfügen die Ludwigsburger über zwei außergewöhnliche Spieler. John Brockman (12,6 Punkte, 10,2 Rebounds) und Jason Boone (6,4 Punkte, 5,4
Rebounds) sind zwar nur 2,01 m und 2,03 m groß, bestechen aber durch ihre enorme Präsenz und Qualität. Der Ex-Göttinger Adam Waleskowski und der ehemalige Nationalspieler Chris McNaughton komplettieren die lange Garde.
Ludwigsburg und Hagen weisen auffällige Parallelen auf. Beide Teams sind ligaweit gleichauf an erster Stelle, wenn es um die Zahl der genommenen Würfe geht (65,6) und gehen aggressiv zum Offensivrebound. Diese Kategorie führt Ludwigsburg (14,8) vor Hagen (14,4) an. „Es kann durchaus sein, dass das ein attraktives Spiel für die Zuschauer wird“, sagt Phoenix-Coach Ingo Freyer. „Ludwigsburg ist gut und erfolgreich in die Saison gestartet und tritt sehr selbstbewusst auf. Sie gewinnen auch die engen Spiele.“
Darüber hinaus entdeckte Freyer bei der Analyse des Gegners Bewährtes:
„Ludwigsburg ist ein echtes John-Patrick-Team. Die Neuzugänge passen sehr gut zu diesem Stil. Ludwigsburg ist sehr athletisch und da sicher im Vorteil gegen uns. Und die Mannschaft ist enorm taff.“ Der Hagener Coach hofft aber auch auf eine weitere Entwicklung seines Teams: „Gegen Oldenburg haben wir gut gespielt. Wir müssen abwarten, ob das ein Indiz dafür sein kann, dass wir in kompletter Formation weitere Fortschritte machen können.“ Vor allem die Leistungen von Owen Klassen und Forward J.J . Mann waren zuletzt auffällig. „Zudem arbeitet sich D.J. Covington nach und nach weiter an das Team heran“, so Freyer. Der Center verpasste die ersten sechs Saisonspiele verletzt.
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