Protestaktion der Schüler der Gesamtschule Nußberg

Iserlohn. (PM Stadt Is.) Aufgrund einer von Oberstufen-Schülern der Gesamtschule Nußberg am Donnerstag, 28. September 2017, initiierten Protestaktion gegen „bauliche Missstände an der Städtischen Gesamtschule Iserlohn“ nehmen Schulressortleiter Michael Wojtek und Stadtbaurat Mike-Sebastian Janke sowie Claudia Zawada, Leiterin des Kommunalen Immobilienmanagements, zu den Kritikpunkten Stellung.

Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, der sich aufgrund einer Dienstreise am Donnerstag nicht in Iserlohn aufhielt, kündigt parallel hierzu an, kurzfristig den direkten Kontakt zu der Schülervertretung der Gesamtschule suchen zu wollen.

„Die Protestaktion hat uns überrascht“ erklärt Michael Wojtek. Die Stadtverwaltung stehe in regelmäßigem Austausch mit allen Schulen und damit auch der Gesamtschule. Die von den Schülern angesprochenen Kritikpunkte bezüglich der Unterrichtscontainer seien offiziell bisher nicht an die Verwaltung herangetragen worden. Michael Wojtek betont jedoch zugleich, dass Unterricht in Containern keine optimale Lösung sei. Die Errichtung der Container am Nußberg sei tatsächlich nur als Provisorium zu sehen. Dass dieses Provisorium deutlich länger als ursprünglich vorgesehen aufrechterhalten werden muss, hängt mit der der langjährigen politischen Debatte zur Errichtung der Gesamtschule am Seilersee zusammen. Um die Situation am Schul-Standort Nußberg grundlegend zu verbessern, sei nach den entsprechenden Beschlüssen des Stadtrates das Verfahren zur Zusammenlegung der Gesamtschule an einem Standort in Gang gesetzt worden. In diesem Kontext werde auch eine bauliche Lösung entwickelt, um mittelfristig auf die Container verzichten zu können.

Bemängelt wird von den Schülern unter anderem, dass es in den Container-Klassenräumen keine elektroakustische Anlage zur Notfall-Alarmierung (ELA) gibt. KIM-Leiterin Claudia Zawada erklärt hierzu, dass die Klassenräume streng nach den Vorgaben des Brandschutzkonzeptes, das auch Teil des entsprechenden Bauantrages ist, ausgestattet seien.

Die Container sind aufgrund des räumlichen Abstands nicht an die ELA des Hauptgebäudes angeschlossen worden. Entsprechend des Brandschutzkonzeptes wurden sämtliche Räume in den Containern stattdessen mit einer funkgesteuerten Brandmeldeanlage ausgestattet. Zusätzlich wurden Handfeuerlöscher installiert. Außerdem können Alarmierungen vom Hauptgebäude aus über einen Warnton, der in den Containern gehört werden kann, erfolgen. Die Funkmeldeanlage werde regelmäßig wie vorgeschrieben gewartet.

Dass in den Containern, wie von den Schülern vorgebracht, die Decken durchhängen, deckt sich nicht mit den Feststellungen des Kommunalen Immobilien Managements.

Bezüglich der Kritik an den Raumtemperaturen stellt Claudia Zawada fest, dass die Container mit Heizkörpern ausgestattet worden sind, die stufenweise regelbar waren. Aufgrund regelmäßiger Beschädigungen durch unsachgemäßen Gebrauch sei die Raumtemperaturregelung mittlerweile auf eine Temperatur von 20 Grad eingestellt worden.

Bei Bekanntwerden von Defekten leitet KIM umgehend die Reparatur ein.

Bemängelt wird von den Schülern auch, dass in den Containern ein Unterricht mit modernen Medien nicht möglich sei. Hierzu ist festzustellen, dass in jedem Raum in den Containern entsprechende Anschlüsse vorhanden sind. Die Schulverwaltung will nun im Dialog mit der Schule die Kritik der Schüler erörtern.

Zum weiteren Verfahren zur Verbesserung der Situation am Schulstandort Nußberg fasst Stadtbaurat Mike-Sebastian Janke den Stand der Dinge zusammen. Festzustellen sei, dass die Stadt Iserlohn ständig und mit hohem Aufwand daran arbeite, an allen Schulen einen qualitativ guten Standard zu erreichen.

Der politische Auftrag an die Stadt Iserlohn für die räumliche Anbindung der Gesamtschule Iserlohn am Standort Nußberg ist im Dezember letzten Jahres erteilt worden, erinnert Mike-Sebastian Janke. Die Stadtverwaltung ist seitdem auf dem Weg, die politischen Aufträge in konkreten Planungen umzusetzen. Das Verfahren ist eingeleitet, braucht aber aufgrund seiner Komplexität noch Zeit. Aktuell wird an einer Verkehrsuntersuchung gearbeitet, die für die zusammengelegte Gesamtschule und die Grundschule am Nußberg die verkehrsinfrastrukturellen Voraussetzungen zur Abwicklung der Verkehre darstellt.

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