RB Leipzig erlebt in Bochum ein kleines blau-weißes Fußballwunder

Die Bochumer Mannschaft nach Spielende vor der Ostkurve – © Sportfoto-Sale (MK)

Bochum. (MK) Der VfL Bochum hat im Heimspiel gegen Champions League Teilnehmer RB Leipzig einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren.

Das Spiel gegen RB war aber nichts für schwache Nerven.

Bochum begann gut, hatte durch Broschinskis Seitfallzieher auch gleich eine starke Szene. Dann aber kamen die Gäste besser ins Spiel. Baumgartners Treffer (7.) fand noch keine Anerkennung wegen Abseits. Dann folgte der Leipziger Doppelschlag. Orbans „Fallobst-Tor“ fiel hinter Drewes zum 0:1 ins Tor. Drei Minuten später jubelte Nusa über das 0.2. Ärgerlich für Bochum, dass die VAR-Überprüfung kein Ergebnis bringen konnte, da die kalibrierte Linie nicht angelegt werden konnte. Es wirkte so, als würde Baumgartners Hacke im Abseits stehen. Somi griff klassisch die Entscheidung auf dem Platz. Nur acht Minuten später verwerte Baumgartner eine Raum-Flane zum 0:3. Bochums Plan war damit endgültig über den Haufen geworfen. Der VfL brauchte ein wenig, um den Rückstand zu verdauen, rappelte sich dann aber wieder auf und zeigte, dass die Mannschaftsmoral intakt ist.

Bochum wechselte in der Halbzeitpause: Holtmann kam für den mit Gelb vorbelasteten Passlack. Eine gute Entscheidung, denn Holtmann eroberte sich in der 48. Minute den Ball, brachte das Leder ins Zentrum, wo der zuletzt gescholtene Boadu zum 1:3 verkürzen konnte. Hoffnung keimte auf im Lager des VfL. Neun Minuten später löffelte Bernardo den Ball weiter ins Zentrum, wo erneut Boadu zum 2:3 vollendete. Fans und Team nun endgültig wieder angezündet, witterten mehr. Und es kam, wie es aus Leipziger Sicht nicht kommen sollte: Nusa foulte De Wit und den zugesprochenen Elfmeter verwandelte Boadu sicher zum 3:3 ins Leipziger Tor. Alles wieder offen. Der VfL wollte nun natürlich mehr, verpasste auch einige Male den vierten Treffer. Auf der anderen Seite waren die Gäste in der Schlussphase dem vierten Treffer näher. Es blieb letztlich beim 3:3 Unentschieden.

Für Bochum war diese irre Aufholjagd mehr als ein Punktgewinn. Die Art und Weise belegte, wie intakt das Team mittlerweile ist. Gefühlt ist der Punkt wie ein Sieg. Für die kommenden schweren Aufgaben in Mönchengladbach und gegen Freiburg hat der VfL auf jeden Fall Selbstvertrauen vollgetankt.

In der Tabelle bleibt der VfL auf dem letzten Platz. Ohne die zwei Punkte vom grünen Tisch aus dem Union-Spiel beträgt der Abstand zum Relegationsplatz noch vier Punkte. Mit dem Sieg am Mittwoch gegen St. Pauli und dem irren Punktgewinn gegen Leipzig hat Bochum ein klares Signal an die Konkurrenten ausgesendet: Mit dem VfL ist noch zu rechnen.

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