Roosters: Brück und Jost einstimmig wiedergewählt, Blank verpflichtet

Wolfgang Brück - © by K-MEDIA-SPORTS (MK)
Wolfgang Brück – © by K-MEDIA-SPORTS (MK)
Iserlohn. (MK) Um 20:49 Uhr war am Mittwochabend die 20. Jahreshauptversammlung des Iserlohner EC beendet. Damit dürfte die diesjährige Versammlung in der 20 –jährigen Geschichte des Iserlohner EC eine der am schnellsten abgehandelten Treffen gewesen sein. Und das alles inklusive Neuwahlen des Vorstandes und ausführlichster Berichte der ersten Vorsitzenden von IEC und Young Roosters.
Unwesentlich kürzer war man bestenfalls in Jahren, in denen man unglücklicherweise mit Spielen der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei einer WM oder EM kollidierte.

Erstmals fand die Versammlung in der Hemberg Sporthalle statt. Durch den stetigen Zuwachs, man bewegt sich mittlerweile im fünfstelligen Bereich, an neuen Mitgliedern waren die bisherigen „Locations“ Dechenhöhle, Senator-Pütter Saal und VIP-Nordtribüne in der Eissporthalle zu klein geworden.

Wolfgang Brück, erster Vorsitzender des Iserlohner EC und gleichzeitig geschäftsführender Gesellschafter der Iserlohn Roosters GmbH, blickte in seinem Bericht noch einmal auf die vergangene Saison zurück. Dabei räumte er ein, dass es eine Fehlentscheidung gewesen sei am damals schon angeschlagenen Cheftrainer Doug Mason festgehalten zu haben. Auf den vorzeitigen Abschied von Michael Wolf ging Wolfgang Brück ebenso ein, wie er fast ganz „nebenbei“ die Verpflichtung von Boris Blank bekannt gab. Einen kleinen Einblick gab es ebenfalls in die laufenden Planungen für die Feierlichkeiten zum 55 –jährigen Bestehen des Eishockeys im Sauerland am 23. und 24. August. Unter den offensichtlich zahlreichen Größen vergangener Tage wird unter anderem auch Ex-Roostertrainer und Bundestrainer Greg Poss sein.

Am sportlichen Erfolg der Saison 13/14 (Iserlohn kam bis ins Playoff-Viertelfinale) hat Wolfgang Brück offensichtlich Blut geleckt. „Wenn es draußen 25 Grad sind, dann will ich noch Hockey spielen“, so der Rechtsanwalt.
Die vergangene Saison sei nicht einfach gewesen führte Wolfgang Brück weiter aus, ab Januar habe man aber auch durch den sportlichen Aufschwung im Kreise der „Macher“ einen positiven Schub bekommen. Nicht zuletzt deshalb stellten sich Wolfgang Brück und sein 2. Vorsitzender Josef Jost erneut zur Wiederwahl. Die 155 stimmberechtigten Mitglieder gaben beiden ein deutliches Votum für eine weitere Amtszeit.

Sowohl der Iserlohner EC e.V. mit 32.190 Euro, als auch die GmbH konnten ein Plus aufweisen. Konkrete Zahlen konnte man aber für die GmbH noch nicht nennen. Hier stellte Josef Jost ein Plus von rund 0,8 % des 5,2 Millionen Etats in Aussicht. Zahlen, die übrigens auch der DEL im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens vorliegen.

Erstmals wurden auch Mitglieder für ihre Vereinstreue geehrt. Insgesamt 18 anwesende Vereinsmitglieder bekamen eine Urkunde für ihre 20 –jährige Mitgliedschaft ausgehändigt. Eine „Gedächtnislücke“ hatte man offensichtlich bei der aufkommenden Frage, wem die Mitgliedsnummer eins gehört. Hierbei kann es sich ja eigentlich nur um ein sogenanntes Gründungsmitglied handeln. Laut Josef Jost sei diese Mitgliedsnummer nicht mehr vergeben. Das Mitglied sei „irgendwann“ ausgetreten.

Unter dem Punkt Verschiedenes gab es bis auf die mit einem Augenzwinkern gestellte Frage warum es anscheinend weniger weibliche als männliche Mitglieder gibt im Gegensatz zu früheren Jahren kaum Anmerkungen. Die unerbittlichen Kritiker, die sich noch vor rund zwei Jahren an den Bilanzen öffentlich „austobten“ waren an diesem Abend anscheinend nicht anwesend.

Somit ging eine insgesamt harmonische Jahreshauptversammlung nach knapp 75 Minuten rekordverdächtig früh zuende.


Boris Blank wechselt an den Seilersee

Iserlohn. (PM) Die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) haben einen weiteren Spieler für die kommende Saison unter Vertrag genommen.
Nach über 400 Partien für die Krefeld Pinguine wechselt Stürmer Boris Blank vom Niederrhein ins Sauerland. Der 35-jährige hat einen Vertrag für die kommende Spielzeit unterzeichnet. „Es ist wichtig, einen guten Mix in der Kabine zu haben. Der besteht aus jungen hungrigen Spielern, Spielern in den allerbesten Eishockeyjahren und Spielern, die aufgrund ihres Alters überdurchschnittlich viel Erfahrung in ein Team einfließen lassen können. Damit hatten wir in der Vergangenheit schon großen Erfolg, jetzt hoffen wir, dass es erneut so sein wird“, betont Roostersmanager Karsten Mende.

Blank, der in der kasachischen Stadt Karaganda geboren wurde, lernte das Eishockeyspielen in der ehemaligen Sowjetunion, wechselte im Alter von 18 Jahren nach Deutschland. Aufgrund seiner deutschen Abstammung unterzeichnete er 1996 seinen ersten Profivertrag in der Bundesrepublik und begann seine Karriere beim damaligen Zweitligisten aus Wilhelmshaven.
Mit Unterbrechungen spielte er insgesamt vier Jahre für die Jadehaie, wechselte dann zu den Eisbären Berlin in die DEL. Auf das Hauptstadtteam folgte zwei Jahre später ein Engagement bei den Kölner Haien, bevor Blank im Jahr 2005 seinen ersten Vertrag bei den Krefeld Pinguinen unterzeichnete. Bis zum Ende der vergangenen Spielzeit gehörte der heute 35-jährige dort stets zu den absoluten Leistungsträgern, dennoch wurde sein Vertrag nicht verlängert. Nach intensiven Gesprächen am Seilersee entschied sich Blank auf seine Jahre bei den Pinguinen noch mindestens eine Spielzeit im Sauerland folgen zu lassen.

„Wenn man die Chance hat, einen solchen Spieler an sich zu binden, muss man es tun. Ich habe Boris immer als schnellen Außenstürmer erlebt, der gute Hände und ein gutes Auge hat und in der Lage ist, physisch hart zu spielen. Das erhoffe ich mir auch in der kommenden Saison“, so Cheftrainer Jari Pasanen. Auch Blank freut sich auf seine Zeit am Seilersee, die am 3.
August mit dem Start in die Vorbereitung beginnen wird.

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