Köln / Iserlohn. (MK) Köln am Mittwochabend gegen 21:45 Uhr: Mit hängenden Köpfen marschieren die Iserlohn Roosters in Richtung Gästekabine. Auch im elften aufeinanderfolgenden Auswärtsspiel konnten die Sauerländer nicht punkten. Am Ende stand ein knapper, aber hochverdienter 3:2 Sieg für die Kölner Haie auf dem Videowürfel.
Die Haie hatten das Spiel trotz des frühen Rückstandes durch Down (4.) jederzeit im Griff und führten nach zwei Dritteln durch die Treffer von Salmonsson, Jones und Byers verdient mit 3:1. Insbesondere im zweiten Abschnitt konnten sich die Roosters fast 15 Minuten lang kaum vom Belagerungszustand ihres Tores befreien. Allerdings machten die Haie auch etwas zu wenig aus ihren Möglichkeiten gegen die stark ersatzgeschwächten Iserlohner. Sollte es der Kölner Plan gewesen sein, das Ergebnis im Schlussdrittel zu verwalten, dann wäre dieses Vorhaben fast noch in die Hose gegangen. Die mit nur drei Reihen agierenden Schützlinge von Jari Pasanen mühten sich den Anschluss zu finden und brachten das Spiel durch Jaspers´ Anschlusstreffer (58.) fast noch einmal zum Kippen. Letztendlich fiel der Ausgleich aber nicht mehr. Ein aus Kölner Sicht völlig unnötiger Zittersieg, der die Spielanteile im Ergebnis nicht wiederspiegelt.
Kölns Headcoach Cory Clouston war insgesamt zufrieden mit dem „Dreier“. Und auch Iserlohns Trainer Jari Pasanen ärgerte sich zwar über eine weitere Niederlage, war aber auch durchaus erfreut über die Einsatzbereitschaft seines Teams. „Die haben wohl im zweiten Drittel gedacht, dass wir mit unserem kleinen Kader einbrechen. Sind wir aber nicht“, analysierte er nach der Pressekonferenz mit einem Augenzwinkern.
Personell werden die kommenden Aufgaben nicht einfacher. Schon am Freitag reisen die Augsburger Panther mit der Unterstützung einiger Hundert Fans an den Seilersee an. Ob dann der wegen Grippe fehlende Marko Friedrich wieder mitwirken kann, ist ebenso ungewiss, wie ein Comeback von Greg Rallo. Er hat zwar ab Freitag wieder „grünes Licht“ von den Medizinern, aber ob ein Einsatz schon Sinn macht bleibt abzuwarten. Auf die Liste der Ausfälle (Ross, Rallo, Friedrich) gesellte sich in Köln Verteidiger Michél Periard, der nach einem Foul mit Gehirnerschütterung nicht weiterspielen konnte. Mit Vorsicht zu genießen ist zudem die Spielfähigkeit von Bassen und Jones, die in Köln beide auf die Zähne bissen.
Mit den Augsburger Panthern kommt zum letzten Saisonspiel des Jahres das derzeit beste Powerplayteam der Liga in die Waldstadt. Aktuell rangiert das Team von Mike Stewart auf Platz sechs und ist damit klar auf Playoff-Kurs.
Neuzugang Trevor Parkes, der gerüchteweise im Sommer auch schon fast sicher an der Angel der Roosters zappelte, hat sich zum Topscorer der Fuggerstädter gemausert. Aber auch der Ex-Hamburger Michael Davies oder Evan Trupp haben gut eingeschlagen. Die bisherigen Leistungsträger Brady Lamb, TJ Trevelyan, Ben Hanowski oder Thomas Holzmann bilden dazu ein starkes Grundgerüst im Kader des AEV.
Mit einem sogenannten „Nostalgiesonderzug“ reisen zur Unterstützung ihres Teams einige Hundert Fans aus Augsburg an. Der gute alte Strickpulli soll hierbei ebenso zur bevorzugten Kleidung der Fans zählen, wie alte Schals oder Trikots. Eine bunte Mischung aus Schwaben wird also am Spätnachmittag die Waldstadt schmücken.
Erstes Bully ist am Freitagabend um 19:30 Uhr. Laut Roosters-Ticketshop ist das Spiel bereits ausverkauft.
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