Roosters Lazarett lichtet sich!

Trainer Jari Pasanen - © by Is.-Nachr. (JB)
Trainer Jari Pasanen – © by Is.-Nachr. (JB)
Iserlohn. (MK) Ihr letztes Vorbereitungsspiel haben die Iserlohn Roosters gegen den Westrivalen Kölner Haie mit 2:4 verloren.

3366 Zuschauer sahen, ähnlich wie am Freitag gegen die DEG, ein abwechslungsreiches Spiel, in dem die Gastgeber aber zu viele Chancen ausließen und gerade im Powerplay noch die Kaltschnäuzigkeit vermissen ließen.

Dass es beiden Teams an der notwendigen Aggressivität nicht mangeln würde, fiel schon vor dem ersten Bully auf, als sich Blair Jones und Kölns Travis Turnbull nach kleiner Auseinandersetzung auf der Strafbank wiederfanden. Eishockey wurde dann aber auch gespielt. Shawn Lalondes Schuss nach 28 Sekunden zum 0:1 schien IEC-Tormann Chet Pickard etwas überrascht zu haben. Völlig unhaltbar schien der Schuss nicht, Der Goalie spielte aber ansonsten ein gewohnt grundsolides Spiel. Auf Rallos sehenswerten Ausgleich (8.) folgten zwei weitere Kölner Treffer im schwächeren Iserlohner Mittelabschnitt durch Hager (31.) und Turnbull (38.), die durchaus die Spielanteile auf die Anzeigetafel brachten. Im Schlussdrittel fanden die Sauerländer ihre Lauffreude zurück und schafften durch den robusten Nouri Bettahar den 2:3 Anschlusstreffer. Für die Entscheidung sorgte Turnbulls Empty-Net-Goal 23 Sekunden vor dem Ende.

Positive Signale aus dem IEC-Lazarett
Bei den Roosters fehlten neben Marcel Kahle auch Dave Dziurzynski und Lou Caporusso. Während „Dizzy“ aufgrund einer Unterkörperverletzung (off. Sprachversion der Roosters) geschont wurde, besteht nach Lou Caporussos Trainingsunfall die Hoffnung, dass der Wirbelwind ab Mittwoch wieder mit der Mannschaft trainieren kann. Marcel Kahles wieder aufgebrochene Schulterverletzung musste nicht operiert werden und somit kann auch er nach erfolgreicher konservativer Behandlung möglicherweise schon in zwei Wochen wieder ins Geschehen eingreifen. Soweit die hoffnungsvollen Nachrichten aus dem Lazarett der Roosters.

Sportlich präsentierte sich das Team auf ähnlichem Niveau, wie am Freitag gegen die DEG. Konditionell scheinen die Sauerländer voll auf der Höhe zu sein. In der Chancenverwertung und im Powerplay haben die Roosters allerdings noch deutlich Luft nach oben. Gerade in Überzahl wollte Trainer Jari Pasanen neue Varianten probieren, was aber nicht wie erhofft klappte. Nach der insgesamt holprigen Vorbereitung verwundert es aber auch nicht, dass noch längst nicht ein Rad in das andere greift. Dennoch fällt positiv auf, dass die erst spät eingetroffenen Neuzugänge Greg Rallo und Blair Jones viel Qualität mitbringen. Gleiches gilt für die Sturmkollegen Blaine Down und Ashton Rome. Ebenso ist nicht zu übersehen, dass die „jungen Wilden“ wie Marko Friedrich, Dieter Orendorz, Denis Shevyrin und Nouri Bettahar hart im Sommer gearbeitet haben und dadurch ohne die erforderliche Robustheit eingebüßt zu haben an Tempo gewonnen haben. Gegen Köln ernteten sie immer wieder verdienten Szenenapplaus.

Team darf zwei freie Tage genießen
Bis zum sehr schweren Saisonstart am Freitag in Düsseldorf und am Sonntag daheim gegen Nürnberg darf das Team nach der harten Vorbereitungsphase nun an zwei freien Tagen noch einmal das herrliche Sommerwetter in der Waldstadt genießen. Am Dienstag besteht die Möglichkeit zu einem freiwilligen Training. Ab Mittwoch gilt die volle Konzentration der Aufgabe in Düsseldorf.

Gegenüber vielen anderen Teams haben die Roosters aufgrund vieler Verletzungen und den späten Nachverpflichtungen nach wie vor einen Vorbereitungsrückstand. Der Saisonstart könnte dementsprechend schwierig werden. Und da die Entwicklung einer Mannschaft ja bekanntlich nicht mit der Vorbereitungszeit endet, darf man gespannt sein, wie das Team sportlich und menschlich weiter zusammenwachsen wird.

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