
Münster. (PM Preußen) Der SC Preußen Münster hat am Montagvormittag Trainer Alexander Ende und Co-Trainer Zlatko Muhovic freigestellt.
Vorausgegangen war die deutliche 0:6-Niederlage am Sonntagnachmittag bei Dynamo Dresden, die für den SCP einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt bedeutete.
„Alexander Ende ist ein hervorragender Trainer mit einer besonderen Spielidee. Darüber hinaus ist er mit seiner offenen, ehrlichen und authentischen Art allen Menschen im Club stets auf Augenhöhe begegnet. Er und sein Co-Trainer Zlatko haben sich von der ersten bis zur letzten Sekunde voll und ganz mit ihrer Aufgabe bei Preußen Münster identifiziert und alles für den gemeinsamen Erfolg eingebracht“, sagt Geschäftsführer Sport, Strategie und Kommunikation Ole Kittner.
Gleichzeitig mussten die Verantwortlichen die sportliche Entwicklung der vergangenen Wochen und Monate bewerten und kamen zu dem Entschluss, einen anderen Weg einschlagen zu müssen. „Mit Alex war unser Ziel, eine klare und langfristig angelegte Spielidee aufzubauen. Diese Spielidee lebt von Attributen, die wir in der aktuellen Situation und nach der schwierigen Rückserie nicht mehr in der notwendigen Form auf den Platz bringen konnten. Mit dem Blick nach vorne und dem Bewusstsein, dass wir unser Saisonziel weiterhin aus eigener Kraft erreichen können, haben wir jetzt eine konsequente Entscheidung im Sinne des Clubs getroffen“, so Kittner weiter.
Auf das anstehende Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg am kommenden Sonntag wird U23-Trainer Kieran Schulze-Marmeling die Mannschaft vorbereiten.
SC Preußen Münster tritt als 60. Mitglied der Initiative „Aufstiegsreform 2025“ bei
Münster, 12. März 2026 – Der deutsche Profifußball steht auf einem starken wirtschaftlichen, infrastrukturellen und gesellschaftlichen Fundament. Volle Stadien, viele gewachsene Fußballstandorte und eine lebendige Fankultur zeigen das enorme Potenzial unseres Sports. Dieses Potenzial sollte die Grundlage für eine zukunftsorientierte Strukturdiskussion sein. Der SC Preußen Münster tritt deshalb der Initiative „Aufstiegsreform 2025“ bei, welche im Februar 2025 in Chemnitz gegründet wurde. Sie versteht sich als überregionale Initiative für mehr Fairness, Planungssicherheit und sportliche Gerechtigkeit im deutschen Ligasystem. Ziel ist es, gemeinsam mit Clubs sowie regionalen und bundesweiten Verbänden tragfähige Reformansätze zu entwickeln.
Die zentrale Forderung „Meister müssen aufsteigen“ entspricht dem Prinzip sportlicher Fairness hinter der sich auch der SC Preußen Münster versammelt. Zugleich verbinden wir unseren Beitritt ausdrücklich mit der Erwartung eines sachlichen und ergebnisoffenen Diskurses, der nicht von Partikularinteressen geleitet wird. Aus unserer Sicht braucht der deutsche Fußball eine erweiterte Strukturreform, die sich konsequent an den Potenzialen und Bedarfen des Sports orientiert. Insbesondere im Übergangsbereich zwischen Regionalligen, 3. Liga und 2. Bundesliga zeigen sich strukturelle Engpässe, die wirtschaftlichen Druck erhöhen, nachhaltige Entwicklungen erschweren und die sportliche Durchlässigkeit begrenzen.
Aus sportlicher Sicht ist die Spielzeit der entscheidende Faktor für Talententwicklung. Die große Mehrheit der deutschen Clubs – und auch wir – sprechen uns aus Überzeugung für 50+1 aus. Damit dieses Modell langfristig erfolgreich bleibt, werden wir unsere Topspieler künftig verstärkt selbst entwickeln müssen. Dieser Weg ist ein attraktiver, identitätsstiftender Weg für den Fußball in Deutschland. Es braucht aber die entsprechenden Rahmenbedingungen, um auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit aufrecht erhalten zu können.
Eine organische Weiterentwicklung der Ligenstruktur kann ungenutzte sportliche Potenziale realisieren, wirtschaftliche Stabilität fördern und bestehende Infrastruktur effizienter auslasten. Eine Weiterentwicklung hin zu einer pyramidalen, durchlässigeren Struktur würde mehr Raum für leistungsstarke Standorte schaffen sowie zusätzliche Spielzeit für junge Spieler auf Profiniveau generieren und damit die Talententwicklung stärken. Außerdem trägt eine solche Struktur der wachsenden regionalen Identifikation mit abnehmender Ligazugehörigkeit – bei Fans wie bei Sponsoren und Partnern – Rechnung. Auf dem Weg einer pyramidalen Struktur näher zu kommen, könnte auch eine Aufstockung der 2. Bundesliga diskutiert werden. Wir verstehen dies ausdrücklich als Diskussionsbeitrag innerhalb eines offenen Prozesses.
Der SC Preußen Münster versteht eine offene, transparente Diskussion darüber als Chance. Die Initiative „Aufstiegsreform 2025“ kann hierfür ein wichtiger erster Schritt sein. Der Club bringt sich gerne konstruktiv in diesen Prozess ein – mit dem Ziel, im Sinne von Fairness und Nachhaltigkeit die bestmöglichen Rahmenbedingungen für den deutschen Fußball zu schaffen.
Aufarbeitung des VAR-Zwischenfalls beim Heimspiel gegen Hertha BSC
Münster, 10. März 2026 – Der SC Preußen Münster arbeitet weiter intensiv an der Aufarbeitung des Zwischenfalls, der sich am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen Hertha BSC im LVM-Preußenstadion ereignete. Ein Zuschauer aus dem Heimblock konnte sich unrechtmäßig Zutritt zum Innenraum verschaffen und dort eine Kabelverbindung zur Stromversorgung des VAR-Monitors, der sich auf Höhe der Mittellinie befindet, trennen. In der regelmäßig stattfindenden Spieltags-Nachbearbeitung, an der Vertreter der Spieltagsorganisation, des Sicherheitsdienstes, der Veranstaltungsleiter, der Sicherheitsbeauftragte, die Fanbetreuung, die Stadiontechniker und die Geschäftsführung beteiligt sind, wurden das vorliegende Videomaterial und Augenzeugenberichte analysiert. Wichtige Erkenntnisse konnten gewonnen, der Täter aber noch nicht ermittelt werden.
Der gesamte Vorfall dauerte den Videoaufnahmen zufolge nur wenige Sekunden. Das Ziehen des Stromsteckers erfolgte extrem schnell und zielgerichtet. Der in diesem Bereich postierte Ordner und die Mitarbeiter des technischen Dienstleisters hatten leider keine Möglichkeit, die Situation in der Kürze der Zeit zu erkennen und darauf zu reagieren. Deutlich widersprechen müssen wir der Behauptung des Sportinformationsdienstes (SID), auf die sich unter anderem der Kicker und die BILD Zeitung berufen, wonach die Stromversorgung eines gesamten Tribünenbereichs gekappt worden wäre. Nachweislich wurde nur ein zum Monitor führendes Stromkabel getrennt. Durch Einstecken des Kabels konnte der Fehler unmittelbar behoben werden, allerdings das getrennte Kabel nicht sofort als Ursache des Ausfalls des Monitors ausgemacht werden. Ein Schaden an den technischen Geräten entstand nicht.
Unmittelbar nach dem Vorfall wurde das gesamte VAR-Setup am Marathontor, welches im Sommer 2024 in enger Abstimmung mit allen beteiligten Dienstleistern und der Produktionsfirma installiert und seither auch unverändert und ohne Beanstandungen betrieben wurde, durch zusätzliches Ordnerpersonal gesichert. Mit einer solchen Sabotage-Aktion hatten weder der Club noch die mit der Bereitstellung des VAR-Monitors betrauten Partner gerechnet. Auch zukünftig wird dieser Bereich mit zusätzlichen Kräften gesichert, zudem prüft der SC Preußen Münster weitere technische und organisatorische Schutzmaßnahmen.
Ausdrücklich entschuldigen möchte sich der SC Preußen Münster bei Videoassistentin Katrin Rafalski, Hauptschiedsrichter Florian Bickel und dem mit der Bereitstellung des VAR-Signals betrauten Dienstleister, die durch den Zwischenfall in eine von ihnen nicht zu verantwortende schwierige Lage versetzt wurden und schließlich den Regularien entsprechend gehandelt hatten.
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