So lief das Weltcup-Wochenende in Winterberg: Perfektes Wetter und gute Stimmung beim Eberspächer Rodel-Weltcup in der Veltins-EisArena

Team GER, Staffel, Teamwettbewerb, , am Sonntag, 11. Januar 2026, Rennrodel Weltcup EisArena Winterberg am 10. / 11. Januar 2026, – © Dietmar Reker / Sportpresse Reker

Deutscher Doppelsitzer Wendl/Arlt feiert ersten Saisonsieg

Winterberg. (Famp) Der Knoten ist geplatzt: Beim EBERSPÄCHER Rodel-Weltcup in der VELTINS-EisArena in Winterberg hat das deutsche Duo Tobias Wendl und Tobias Arlt ihren ersten Sieg in der Doppelsitzer-Konkurrenz in dieser Saison eingefahren.

Auf den Plätzen zwei und drei folgten mit Thomas Steu/Wolfgang Kindl und Juri Gatt/Ricardo Schoepf zwei Doppelsitzer aus Österreich.

Mit ihrem ersten Erfolg in diesem Winter konnten Tobias Wendl und Tobias Arlt ihre Führung im Gesamtweltcup ausbauen. „Wir sind heute früh aufgestanden, haben das Wetter gesehen und hatten ein richtig gutes Gefühl. Zudem hatten wir noch eine Rechnung offen mit den Österreichern vom ersten Weltcup hier in Winterberg. Wir haben ein bisschen was am Material verändert, alles in die Waagschale geworfen und sind super happy“, sagte Tobias Wendl nach dem Rennen.

Es war eine sehr umkämpfte Doppelsitzer-Konkurrenz. Schon im ersten Durchgang schenkte sich das Führungstrio nichts. Die zunächst führenden Thomas Steu/Wolfgang Kindl legten mit 42,719 Sekunden die Bestzeit hin. Nur 38 Tausendstelsekunden dahinter lagen die Weltcup-Führenden Tobias Wendl/Tobias Arlt. Auf Platz drei rangierten Juri Gatt/Ricardo Schoepf (48 Tausendstelsekunden Rückstand).

Nicht weniger eng sollte es im zweiten Durchgang zugehen. Tobias Wendl und Tobias Arlt zauberten einen sehr starken zweiten Lauf in die Bahn (42,842 Sekunden) und verdrängten Thomas Steu/Wolfgang Kindl noch von Platz eins. Durch die Gesamtzeit von 1:25,599 Minuten betrug der Vorsprung 54 Tausendstelsekunden. Juri Gatt/Ricardo Schoepf verteidigten ihren dritten Platz ohne Probleme und hatten am Ende einen Rückstand von 0.089 Sekunden.

Deutschland gewinnt Team-Staffel

Den Abschluss des Rodel-Weltcup-Wochenendes in Winterberg bildete die Team-Staffel. Diese gewann die Mannschaft aus Deutschland (Julia Taubitz, Tobias Wendl/Tobias Arlt, Felix Loch und Dajana Eitberger/Magdalena Matschina) vor dem Team aus Österreich (Hannah Prock, Yannick Müller/Armin Frauscher, Jonas Müller und Selina Egle/Lara Kipp). Den dritten Platz sicherte sich die Mannschaft aus Italien mit Verena Hofer, Ivan Nagler/Fabian Malleier, Dominik Fischnaller und Andreas Voetter/Marion Oberhofer.

Organisatoren sehr zufrieden mit dem Weltcup-Wochenende

Aus organisatorischer Sicht konnten die Offiziellen zum Abschluss des Rodel-Weltcup-Wochenendes in Winterberg mit der Sonne um die Wette strahlen. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Weltcup-Wochenende. Wir hatten tolle Bedingungen und spannende sportliche Ergebnisse. Unser gesamtes Organisations-Team hat jedenfalls einen Bombenjob gemacht“, erklärte Stephan Pieper, Geschäftsführer der Sportzentrum Winterberg Hochsauerland GmbH (Betreiber der VELTINS-EisArena).

Degenhardt/Rosenthal mit perfekter Vorstellung
Sieg im Damen-Doppelsitzer vor Egle/Kipp und Eitberger/Matschina

Jessica Degenhardt, Cheyenne Rosenthal (GER) – © FIL / Michael Kristen

Traumhaftes Wetter mit reichlich Sonnenschein und ein deutscher Sieg zum Auftakt des letzten Wettkampftages beim EBERSPÄCHER Rodel Weltcup in der VELTINS-EisArena in Winterberg: Im Damen-Doppelsitzer gewannen Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal vor Selina Egle/Lara Kipp und ihren Teamkolleginnen Dajana Eitberger/Magdalena Matschina

Bei perfekten äußeren Bedingungen legten Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal eine perfekte Vorstellung hin. Dementsprechend herrschte nach dem Rennen beste Laune beim deutschen Rennrodel-Gespann. „Wir sind sehr froh über den Sieg. Es ist in diesem Winter eine harte Saison und wir hatten gehofft, dass es zum zweiten Mal in dieser Saison in Winterberg klappt. Wir fühlen uns hier einfach wohl“, sagte Jesscia Degenhardt nach dem Rennen. Lokalmatadorin Cheyenne Rosenthal ergänzte: „Ein Sieg daheim fühlt sich sehr gut an. Winterberg zeigt sich heute auch von der schönsten Seite, die es hat.“

Ihre gute Ausgangsposition für den zweiten Saisonsieg in Winterberg erarbeitete sich das Duo im ersten Lauf. Mit einer Zeit von 43,321 Sekunden lagen Degenhardt/Rosenthal nur knapp über ihren im vergangenen Jahr aufgestellten Bahnrekord (43,151 Sekunden). Besonders im oberen Teil demonstrierten die beiden Deutschen ihre Stärke und legten anschließend eine insgesamt sehr starke Fahrt hin. Mit nur 73 Tausendstelsekunden fuhren die Weltcup-Führenden Selina Egle/Lara Kipp aus Österreich auf den zweiten Platz. Dahinter folgte mit Dajana Eitberger/Magdalena Matschina (Rückstand +0.122 Sekunden), die einen nicht ganz optimalen ersten Lauf hinlegten. Das junge deutsche Doppelsitzer-Gespann Elisa-Marie Storch/Pauline Patz fuhr auf Rang vier (Rückstand +0.331 Sekunden).

An der Reihenfolge im Klassement sollte sich im zweiten Durchgang nichts mehr ändern. Mit einem erneut starken Lauf (43,389 Sekunden) verteidigten Jessica Degenhardt/Cheyenne Rosenthal ihre Führung souverän und gewannen am mit einer Zehntelsekunde (Gesamtzeit 1:26,710 Minuten) Vorsprung Egle/Lara Kipp aus Österreich auf den zweiten Platz. Den dritten Platz sicherten sich Dajana Eitberger/Magdalena Matschina (Rückstand +0.369 Sekunden). Dajana Eitberger lobte im Zielbereich die guten Bedingungen der Bahn: „Danke an das Bahnteam, das einen unfassbaren Job geleistet hat.“

Jonas Müller dominiert Herren-Einsitzer
Österreicher siegt vor Felix Loch und Nico Gleirscher

Der Abschluss des ersten Wettkampftages beim EBERSPÄCHER Rodel Weltcup in der VELTINS-EisArena in Winterberg endete mit einem erneuten österreichischen Sieg: Jonas Müller gewann den Herren-Einsitzer vor Felix Loch (Deutschland) und Nico Gleirscher (Österreich).

Es war ein ganz breites Grinsen, dass das Gesicht von Jonas Müller bei der Siegerehrung zierte. Kein Wunder, denn der 28-Jährige freute sich sehr über seinen zweiten Saisonsieg, mit dem er in der Gesamtwertung auf bis einen Punkt an den Weltcup-Führenden Felix Loch herangerückt ist. „Ich bin jetzt knapp hinter Felix. Vor allem der erste Lauf ist mir heute gut gelungen“, erklärte der Sieger. Grundlage für den zweiten Saisonsieg des 28-Jährigen war auch ein überragender erster Lauf mit einer Zeit von 51,299 Sekunden, mit dem Müller seine Teamkollegen Nico Gleirscher (Rückstand +0.187 Zehntelsekunden) und Routinier Wolfgang Kindl (Rückstand +0.251 Zehntelsekunden) auf die Plätze zwei und drei verweisen konnte.

Mit dem Trio aus Österreich hielt der Weltcupführende Felix Loch mit, der eine Zeit von 51,581 Sekunden hinlegte (Rückstand +0.282 Zehntelsekunden). Allerdings verpasste der 36-Jährige aufgrund eines Fehlers im mittleren Streckenabschnitt eine noch schnellere Zeit. Auf Platz fünf nach Durchgang eins rangierte Weltmeister Max Langenhan (Rückstand +0.417 Zehntelsekunden).

Ein Dreifach-Triumph für Österreich sollte es am Ende aber nicht werden. Denn im zweiten Durchgang griff vor allem Felix Loch noch einmal so richtig an. Der Weltcup-Führende legte mit 51,423 Sekunden die Laufbestzeit hin (Gesamtzeit 1:43,004 Minuten) und fuhr als Zweitplatzierter noch auf das Podest. „Im ersten Lauf bin ich gestrauchelt. Wir hatten Bombenwetter und ich musste mich zunächst zurechtfinden. Im zweiten Lauf wollte ich noch einmal voll angreifen. Wir haben ein bisschen etwas beim Schlitten verändert, und das hat mir eine gewisse Sicherheit gegeben. Ich bin mega-zufrieden. Das war ein schönes Rennen“, sagte Felix Loch. Jonas Müller ließ sich davon aber nicht mehr beeindrucken: Mit einem weiteren guten Lauf gewann Jonas Müller mit einer Gesamtzeit von 1:42.899 Minuten und einem Vorsprung von mehr als einer Zehntelsekunde. Das Podium komplettierte der Österreicher Nico Gleirscher auf Platz drei (Gesamtzeit 1:43,016 Minuten).

Hannah Prock ist in Winterberg nicht zu besiegen
Österreicherin siegt vor Julia Taubitz und Verena Hofer

Podium, WC Frauen, WC Women’s Singles am Samstag, 10. Januar 2026, Rennrodel Weltcup EisArena Winterberg am 10. / 11. Januar 2026, – © Dietmar Reker / Sportpresse Reker

Mit einer sehr spannenden Konkurrenz ist der erste Wettkampftag beim EBERSPÄCHER Rodel Weltcup in der VELTINS-EisArena in Winterberg gestartet: Im Damen-Einsitzer gewann Hannah Prock aus Österreich vor Julia Taubitz (Deutschland) und Verena Hofer (Italien).

Sie ist fast schon so etwas wie die „Königin von Winterberg“: Denn schon beim Auftakt Anfang Dezember letzten Jahres, der ebenfalls in Winterberg ausgetragen wurde, siegte Hannah Prock in der VELTINS-EisArena. „Ich fühle mich einfach sehr wohl und es macht Spaß hier in Winterberg zu fahren, weil ich den Rodel gut gehen lassen kann“, sagte die 25-Jährige nach dem Rennen im Zielbereich. Mit ihrem zweiten Saisonsieg übernahm Hannah Prock zudem die Führung im Gesamtweltcup. Grundlage dafür war eine blitzsaubere Vorstellung.

Denn schon im ersten Durchgang führte Hannah Prock, die eine sehr starke Leistung ablieferte und besonders im unteren Teil der Bahn formidabel fuhr. Mit 56,005 Sekunden sicherte sich die Österreicherin die Spitzenposition. Nur 31 Tausendstelsekunden dahinter sortierte sich Julia Taubitz ein, die ebenfalls einen guten Lauf hinlegte. Mit einem Rückstand von mehr als einer Zehntelsekunde fuhr Verena Hofer auf den dritten Platz. Die bis dato führende im Weltcup, Summer Britcher (USA), fuhr auf Rang vier.

Im zweiten Lauf konnten unter anderem die Deutschen Melina Fischer (Platz 14), die wieder einmal im Weltcup aktiv war, und Anna Berreiter (Platz sechs) noch nach vorne arbeiten. „Es hat mich wieder sehr gefreut im Weltcup fahren zu dürfen. Es war echt schön“, erklärte Melina Fischer. Schön spannend war der Kampf um den Tagessieg. Während Verena Hofer ihren dritten Platz souverän verteidigen konnte, wurde es ganz vorne richtig eng. Julia Taubitz, die zuletzt in Sigulda noch grippekrank war, griff noch einmal richtig an und legte eine starke Gesamtzeit von 1:51,972 Minuten in die Bahn. Diesen Angriff konterte Hannah Prock jedoch und hatte am Ende mit 87 Tausendstelsekunden (Gesamtzeit 1:51,885 Minuten) die Nase vorne. Trotzdem zog Julia Taubitz ein zufriedenes Fazit: „Mit dem zweiten Platz kann ich sehr gut leben. Meine Läufe waren noch nicht perfekt, da ich oben kleinere Probleme hatte, aber ich bin dennoch rundum zufrieden. Ich merke immer mehr, dass der Wettkampfflow reinkommt.“

Nationencup-Sieg für die Weltmeister

Zwei deutsche Siege zum Auftakt des Rodel-Weltcup-Wochenendes

Zwei Mal Deutschland, ein Mal Italien und ein Mal Ukraine: die Podien beim Nationencup zum Auftakt des 5. EBERSPÄCHER Rodel Weltcups in der VELTINS-EisArena des Winters waren bunt gemischt.

Anka Jänicke holte im Damen-Einsitzer mit der Bestzeit von 58,096 Sekunden den ersten Sieg für Deutschland. Sie distanzierte die Italienerin Alexandra Oberstolz und die Kanadierin Embyr Lee-Susko mit fast drei zehntel Sekunden Abstand. Die Italienerin zeigte sich sehr zufrieden und sagte: „Mein Ziel war realistisch reinkommen unter die Top fünf, damit ich eine gute Startnummer habe morgen beim Rennen. Ich habe überhaupt nicht erwartet, dass es zum zweiten Platz reicht.“ Aus deutscher Sicht erfreulich war, dass sich die 21-jährige Nachrückerin Melina Fischer, als Fünfte nicht nur den Weltcup qualifizierte, sondern auch stark rodelte. Die Gesamtweltcup-Zweite Merle Fräbel muss an diesem Wochenende mit einem Infekt passen.

Bei den Männern war viel Erfahrung auf dem Podium vertreten. Es gewann der 37-jährige Ukrainer Andriy Mandziy vor dem 44-jährigen Slowaken Jozef Ninis. Der drittplatzierte US-Amerikaner Matthew Greiner fiel mit seinen 22 Jahren ab. Der deutsche Starter Pascal Kunze verpasste es als 25. auf sich aufmerksam zu machen.

Bei den Doppelsitzern der Männer waren die Favoriten das Maß der Dinge. Hannes Orlamünder und Paul Gubitz. Die Weltmeister des Vorwinters setzten sich in einer Zeit von 44,082 Sekunden vor den Polen Wojciech Chmielewski und Michal Gancarczyk durch, die Anfang Dezember den ersten Nationencup ebenfalls in der VELTINS-EisArena gewannen. Den dritten Platz holten sich die jungen Italiener Philipp Brunner und Manuel Weissensteiner. Das zweite deutsche Doppel Moritz Jäger/ Valentin Steudte war mit vier Tausendstel Abstand Vierter.

Bei den Frauen im Doppelsitzer ging der Sieg an das italienische Doppel Nadia Falkensteiner/ Annalena Huber vor den Rumäninnen Raluca Stramaturaru/ Mihaela-Carmen und dem österreichischen Doppel Lina Riedl und Anna Lerch. Der Vorsprung der Italienerinnen war mit 0,023 Sekunden hauchdünn. Am morgigen Samstag geht es dann ab mittags weiter mit den Rennen der Einsitzer der Damen und Herren.

! NEU ! Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer haben den WhatsApp-Kanal von Regional-Stimme.de abonniert. Melde dich jetzt an und erhalte regelmäßig aktuelle Nachrichten!




About Regional-Stimme

Check Also

VfL Bochum: Sobottka erhält Vertrag, Clairicia wird verliehen

Bochum. (PM VfL) Der VfL Bochum 1848 nimmt Marcel Sobottka unter Vertrag, der Kontrakt ist …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert