Donnerstag , 26 Februar 2026

Stadt Iserlohn als „Stillfreundliche Kommune“ ausgezeichnet

Diana Mey-Ganswind (3. v. re., stellvertretende Kreisvorsitzende des Landesverbandes der Hebammen NRW e. V. für den Märkischen Kreis) überreicht Sema Yilmaz (3. v. li.) stellvertretend für das Jugendamt und Rahel Horschak stellvertretend für die Zweigstelle der Stadtbücherei Letmathe (4. v. li.) das Zertifikat „Stillfreundliche Kommune“. Außerdem dabei sind Sabine Menzel, Katharina Hillebrand, Ronny Badtke und Dagmar Mitze als Vertreterinnen der Stadt Iserlohn. -© Stadt Iserlohn

Iserlohn. (PM Stadt Is.) Wohin, wenn das Baby während des Stadtbummels plötzlich Hunger bekommt und schreit oder die Windel dringend gewechselt werden muss?

Wenn Eltern im Alltag unterwegs sind, etwa für medizinische Anliegen, Behördengänge, Einkäufe oder andere Termine, fehlen oft geeignete, geschützte Räume zum Stillen, Füttern und Wickeln. Das kann bei jungen Familien schnell zu Stress und Unsicherheit führen – dabei sollte das alles doch ganz selbstverständlich und entspannt möglich sein.

Eltern von kleinen Kindern brauchen in den ersten Lebensmonaten eine besondere Unterstützung. Daher hat die Stadt Iserlohn Rückzugsräume für stillende Eltern geschaffen und setzt damit ein starkes Zeichen für Familienfreundlichkeit. Für ihr Engagement wurde die Waldstadt jetzt vom Landesverband der Hebammen NRW e. V. als „Stillfreundliche Kommune“ ausgezeichnet und erhielt ein entsprechendes Zertifikat.

Anlass war ursprünglich ein Beschluss des Jugendhilfeausschusses zur Identifikation und Sichtbarmachung still-, fütter- und wickelfreundlicher Orte. Die Umsetzung erfolgte durch den Bereich Jugend, Frühe Hilfen – Familienbesuchsdienst, der Stadt Iserlohn mit dem Ziel, Familien mit Säuglingen und Kleinkindern im öffentlichen Raum zu unterstützen und familienfreundliche Strukturen in unserer Stadt zu stärken. „Für die Einrichtungen ist es ein niedrigschwelliger, freiwilliger Ansatz ohne zusätzliche Verpflichtungen“, sagt Sema Yilmaz aus der Abteilung Frühe Hilfen – Familienbesuchsdienst.

Die Voraussetzungen für eine Zertifizierung sind praktikabel gestaltet: Es braucht einen geschützten Stillbereich – also einen ruhigen, idealerweise abschließbaren Raum in öffentlichen Gebäuden mit Publikumsverkehr. Darüber hinaus sollten kostenfreie Getränke wie beispielsweise Leitungswasser oder andere Getränke zur Verfügung stehen sowie eine bequeme, stillfreundliche Sitzgelegenheit und Stillmöglichkeit. Damit junge Familien wissen, wo sie einen solchen Raum finden, sollte dieser durch Wegweiser klar beschildert sein.

Zu den zertifizierten Standorten in Iserlohn gehören das Jugendamt am Westertor und die Zweigstelle der Stadtbücherei in Letmathe. Derzeit liegen der Stadt 18 Anmeldungen vor und weitere teilnehmende Einrichtungen sollen hinzukommen. Zertifiziert durch den Landesverband der Hebammen NRW e. V. werden jedoch ausschließlich kommunale Gebäude, die die Kriterien erfüllen. Wer sich beteiligen möchte, kann sich einfach telefonisch unter 02371 217-2161 oder per Mail an besuchsdienst@iserlohn.de melden.

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