
Hamm. (PM Autobahn Westfalen) Bäume, die nicht länger standsicher sind, Sträucher, welche die Sicht erschweren – die Autobahn Westfalen hat in ihrer Gehölzpflegesaison einiges zu tun, um die Sicherheit entlang der Autobahnen zu gewährleisten.
Ab dem 1. Oktober bis Ende Februar sind ihre 18 Autobahnmeistereien im Einsatz, denn in diesem Zeitraum erlaubt das Bundesnaturschutzgesetz umfassende Schnittarbeiten.
Frank Eilermann ist Experte für Grünpflege der Autobahn Westfalen und weiß, warum die Maßnahmen wichtig sind: „Nur wenn regelmäßig zurückgeschnitten wird, können wir vermeiden, dass abgestorbene Bäume und Äste bei Stürmen auf die Fahrbahn fallen“. Auch müssten Schilder freigehalten und Sichtlinien in den Ausfahrten garantiert werden. Doch auch das Freischneiden der Fluchttüren und Treppen ist wichtig, ebenso wie Grünarbeiten an Lärmschutzwänden und Brücken – denn diese müssen regelmäßig kontrolliert werden, was durch zu viel Pflanzenwuchs erschwert wird.
Dabei betont Eilermann, dass nicht großflächig abgeholzt wird: „Wir schneiden nur so weit, dass die Gehölze in den kommenden Jahren wieder austreiben und weiterhin Lebensraum für Insekten und andere Kleintiere bieten“. Auch für die Entwicklung der Pflanzen sei ein regelmäßiger Rückschnitt wichtig. Neben Großgeräten wie Langarmbaggern und Großhäckslern kommt auch noch die klassische Handarbeit mit der Kettensäge zum Einsatz. Direkt an der Autobahn wird dabei stärker zurückgeschnitten als in den dahinter liegenden Grünflächen.
Im sogenannten Extensivbereich – also weiter entfernt von der Strecke – werden vor allem die Bäume entfernt, die von den Baumkontrolleuren als krank oder absterbend gemeldet wurden. Die Kontrolleure sind das ganze Jahr im Einsatz und markieren entsprechende Pflanzen. Im Ausnahmefall darf sogar mit Sondergenehmigung auch außerhalb der Gehölzpflegesaison gefällt werden.
Die Gehölzpflegemaßnahmen müssen tagsüber stattfinden, da die Arbeit gute Sicht voraussetzt. Teilweise wird das geschnittene Holz von den Meistereien verwertet, etwa mit einer Hackschnitzelheizung. Das übrige Holz wird direkt an die beauftragten Fremdfirmen verkauft, um die Kosten für die Gehölzpflege zu senken.
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